Masterarbeit, 2010
159 Seiten, Note: 1,3
0.Einführung
1. Lebenswelt von Kinder und Jugendlichen
1.1 Soziokulturelle Faktoren: Werte, Freizeit- und Themeninteressen
1.1.1 Werte
1.1.2 Nonmediale Interessen und Freizeitaktivitäten
1.2 Entwicklungspsychologische Phasen: Identitätsbildung und Jugendkulturen
1.2.1 Entwicklungspsychologischer Kontext
1.2.2 Die körperliche Entwicklung
1.2.3 Die kognitive Entwicklung
1.2.4 Die emotionale Entwicklung
1.2.5 Die soziale Entwicklung
1.3 Medienhandeln von Kindern und Jugendlichen
2. Relevanz von Medien im Leben von Kindern und Jugendlichen
2.1 Medienausstattung
2.2 Mediennutzung
2.2.1 Fernseher
2.2.1.1 Dauer
2.2.1.2 Nutzungssituation
2.2.2 Computer und Internet
2.2.3 Handy
2.3 Fernsehangebote für Kinder und Jugendliche
2.3.1 Senderlandschaft und Sendungen
2.3.2 Vorlieben der Kinder und Jugendlichen im Fernsehen
2.3.2.1 Lieblingssendungen und –genre
2.3.2.2 Lieblingssender
2.4 Fernsehnutzungsmotive der Kinder und Jugendliche
3. Forschungsdesign
3.1 Ableitung der Hypothesen
3.2 Stichprobe und methodisches Vorgehen
3.3 Operationalisierung der Variablen
4.Ergebnisse
4.1 Rezeptionssituation
4.1.1 Fernsehrezeption mit unterschiedlichen Rezeptionspartnern
4.1.2 Fernsehrezeption auf unterschiedlichen Trägermedien
4.2 Fernseherleben und Sendungsbewertung
4.2.1 Motive der Fernsehnutzung
4.2.2 Genrepräferenzen
4.2.3 Lieblingssendungen
4.2.4 Emotionen und Stimmungen
4.2.5 Thematische Präferenzen
4.2.6 Erwartungen an Sendungen
4.2.7 Fernsehen als Hilfestellung im Alltag
4.3 Einschätzung des Sendungsangebots
4.3.1 Zufriedenheit mit Sendungsangebot
4.3.2 Sendungsideen der 10- bis 15-Jährigen
4.3.3 Fernsehsender mit der Zielgruppe 10 bis 15 Jahre
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Verifizierung Hypothesen
5.3 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Fernseherleben von 10- bis 15-jährigen Kindern und Jugendlichen, um zu verstehen, welche Rolle das Medium in ihrem Übergang von der Kindheit zur Jugend spielt. Ziel ist es, die spezifischen Erwartungen, Bedürfnisse und Motive dieser Altersgruppe zu identifizieren und zu analysieren, ob und wie das Fernsehen sinnstiftend wirkt sowie bei der Identitätsbildung unterstützt.
1.2.4 Die emotionale Entwicklung
In der emotionalen Entwicklung steht das Ausprobieren und Ausloten des eigenen Spielraums im Vordergrund. Mit den neu entwickelten Fähigkeiten und veränderten Wahrnehmungen erschließen sich Experimentierräume, die im Gegensatz zum Kindesalter nicht mehr praktisch durchgeführt werden, sondern es eher um ein Handeln und Fühlen auf Probe geht. Während Kinder im Rollenspiel nicht nur Erlebtes wiederholen, sondern sie sich mit Erlebnissen auseinandersetzen, um sie für sich nutzbar zu machen, setzt beim heranwachsenden Jugendlichen die reflexive Verarbeitung im Probehandeln und –fühlen ein. In diesem Probehandeln und -fühlen können die verschiedensten Lebensentwürfe und Möglichkeiten nach überhöhten oder auch realen Maßstäben durchgespielt, wieder verworfen oder weitergesponnen werden, so dass die Jugendzeit mit all ihren daraus resultierenden Erfolgen oder auch Enttäuschungen in der Regel als sehr intensive und ereignisreiche Zeit wahrgenommen wird. Anregungen medialer Geschichten können somit beim Kind wie auch beim Jugendlichen entwicklungsfördernde Funktionen einnehmen. Sie motivieren die Rezipienten zu der inneren Auseinandersetzung mit den Strukturen und kulturellen Deutungen der Realität. Die Identifikation mit Medienfiguren ermöglichen das mentale Probehandeln in der Übernahme gesellschaftlicher Rollen und in der Ausgestaltung und Inszenierung der Identität.
0. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Relevanz des Fernsehens als Leitmedium für Heranwachsende und stellt die Forschungsfrage nach den spezifischen Erwartungen und Bedürfnissen der 10- bis 15-Jährigen.
1. Lebenswelt von Kinder und Jugendlichen: Dieses Kapitel analysiert die soziokulturellen Hintergründe, Werte und die entwicklungspsychologischen Identitätsbildungsprozesse, die das Handeln von Preteens prägen.
2. Relevanz von Medien im Leben von Kindern und Jugendlichen: Hier werden der aktuelle Stand der Medienausstattung sowie die empirischen Grundlagen zur Mediennutzung und bestehenden Fernsehangeboten für diese Altersgruppe diskutiert.
3. Forschungsdesign: Dieses Kapitel begründet die Wahl der qualitativen und quantitativen Untersuchungsmethoden und die Ableitung der sechs Arbeitshypothesen.
4. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert detailliert die empirischen Daten zur Rezeptionssituation, den Nutzungsmotiven, Genre- und Themenpräferenzen sowie der Zufriedenheit der Zielgruppe mit dem Programmangebot.
5. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und verifiziert die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Relevanz und der sinnstiftenden Wirkung des Fernsehens.
Preteens, Fernseherleben, Mediensozialisation, Identitätsbildung, Mediennutzungsmotive, Genrepräferenzen, Medienkonvergenz, Handlungsleitende Themen, Jugendkulturen, Rezeptionssituation, Altersgruppe 10-15 Jahre, Medienkompetenz, Sinnstiftung, Sendungsbewertung, Pubertät.
Die Masterarbeit befasst sich mit dem Fernseherleben von 10- bis 15-Jährigen – einer Übergangsphase zwischen Kindheit und Jugend – und untersucht empirisch, wie diese Heranwachsenden das Fernsehen nutzen und erleben.
Zentrale Themen sind die Mediennutzungsmotive, die Rezeption von Fernsehinhalten im Kontext von Identitätsbildung und Peergroup-Dynamiken sowie die kritische Einschätzung des vorhandenen Fernsehangebots durch die Zielgruppe.
Ziel ist es, ein genaues Bild der Ansprüche dieser Altersgruppe zu erhalten, um besser zu verstehen, welche Inhalte sie warum konsumieren und wie Fernsehsender ihre Angebote für diese heterogene Zielgruppe optimieren können.
Die Studie kombiniert eine Sekundäranalyse bestehender Studien mit einer eigenen quantitativen Befragung von 275 Kindern und Jugendlichen sowie zwei ergänzenden qualitativen Gruppendiskussionen.
Der Hauptteil präsentiert detailliert die Ergebnisse zur Rezeptionssituation, zu Genrepräferenzen, Lieblingssendungen, sowie zu Emotionen und Themeninteressen, die das Fernsehen für die Probanden attraktiv oder relevant machen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Preteens, Identitätsbildung, handlungsleitende Themen, Medienkonvergenz, Rezeptionsmotive und Medienaneignung.
Der Begriff dient der Klassifizierung dieser speziellen Übergangsphase, in der sich Heranwachsende zwischen Kindheit und Jugend befinden und wissenschaftlich oft unterschiedlich definiert werden.
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche neben dem klassischen Fernseher auch neue Medien wie Internet, Computer oder mobile Geräte nutzen, um Fernsehinhalte zeit- und ortsunabhängig zu konsumieren.
Ein Großteil der Befragten kritisiert, dass es wenig explizite Angebote für ihre Altersgruppe gibt, wobei ein signifikanter Anteil der älteren Preteens (14-15 Jahre) eine klare Unzufriedenheit und den Wunsch nach einem eigenen, passenden Sender äußert.
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