Examensarbeit, 2003
86 Seiten, Note: 1,0
1. VORÜBERLEGUNGEN
1.1 Begründung des Themas und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Eingliederung in den Lehrplan und Lehrplankritik
1.3 Lernziele
1.4 Diskussion wesentlicher theoretischer Erkenntnisse zur Problemstellung
1.4.1 Motiv, Motivation, Motivationshandlung
1.4.2 Schulischer Kunstunterricht, Ausstellungsbesuch und Ausstellungsgestaltung als sich gegenseitig motivierende Komponenten kunstpädagogischer Vermittlung
1.5 Tabellarische Darstellung der Gesamtplanung der Stoffeinheit „Gestaltung multifunktionaler Turmmodelle für den Olympiapark in Leipzig 2012"
1.6 Variantendiskussion des methodischen Vorgehens
2. DARSTELLUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
2.1 Anthropogene und soziokulturelle Voraussetzungen der Klasse 9b
2.2 Darstellung ausgewählter Motivationshandlungen im Rahmen des Entstehungsprozesses multifunktionaler Turmmodelle
Phase 1: Einstieg ins Thema
Motivationshandlung: Das Architekturbüro der Klasse 9b
Motivationshandlung: Kreiskärtchen bilden die Olympischen Ringe an der Tafel
Phase 2: Ausstellungsbesuch
Motivationshandlung: Besichtigung der Ausstellung „Olympische Visionen...“
Phase 3: Studienblatt
Motivationshandlung: „Welt- und Zeitreise zu verschiedenen Türmen“
Motivationshandlung: Turmähnliche Gegenstände und Overhaedprojektor
Phase 4: Scherenschnitt
Motivationshandlung: Scherenschnitt und Overheadprojektor
Phase 5: Räumlich-perspektivische Zeichnung
Motivationshandlung: Arbeitsblatt zu den Arten der Linearperspektive
Motivationshandlung: Orientierung an Werkbeispielen von Lyonel Feininger
Motivationshandlung: Aktuelle Olympiadiskussion
Phase 6: Bau der Turmmodelle
Motivationshandlung: Turmmodelle auf der Documenta11
Motivationshandlung: Freie Materialwahl
Motivationshandlung: Multifunktionalität als Herausforderung
Motivationshandlung: Gestaltungseinheit als Herausforderung
Phase 7: Ausstellungsgestaltung
Motivationshandlung: Präsentation der Ergebnisse im Museum
Motivationshandlung: Plakatwettbewerb
Motivationshandlung: Ausstellungseröffnung im Museum Taucha
3. RESÜMEE UND AUSBLICK
3.1 Feststellung erreichter Ziele der empirischen Untersuchung
3.2 Thesen für den Einsatz erfolgreicher Motivationshandlungen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern gezielte Motivationshandlungen von Lehrern und Schülern die Qualität der Ergebnisse im Kunstunterricht beeinflussen, konkret am Beispiel einer Stoffeinheit zur Gestaltung multifunktionaler Turmmodelle für den Olympiapark in Leipzig 2012.
Motivationshandlung: Besichtigung der Ausstellung „Olympische Visionen...“
Am Beginn der Stoffeinheit stand der Besuch der Ausstellung „Olympische Visionen auf dem Weg zur Realität“ auf dem alten Messegelände Leipzig, Halle 16, zur Identifizierung mit der Thematik (Abb. 3 und 4). Dabei stand die Motivierung der Schüler im Hinblick auf die eigene praktische Arbeit – verbunden mit der Präsentation der Ergebnisse in einer eigenen Ausstellung – im Mittelpunkt.
Im Zentrum der besuchten Ausstellung standen die beiden Modelle des Olympiastadions von Peter Eisenman/New York (Abb. 5a) und Peter Kulka/Dresden (Abb. 5b). Im Rahmen dieser Ausstellung wurde auch die Einbettung der Entwürfe in den zukünftigen Olympiapark am Elster-Flutbeckens verdeutlicht. Während des Ausstellungsbesuches wurden die Architekturmodelle des Olympiaparkes mit Olympiastadion von Eisenman und Kulka genauer untersucht und miteinander verglichen.
Eisenman plant ein sich spiralförmig in die Höhe schraubendes Olympiastadion auf dessen höchsten Punkt die Olympische Flamme thronen soll und das den Aufstieg des Landes symbolisieren könne (vgl. Eisenman zit. n. Leipziger Volkszeitung vom 15.11.2002, S. 13). Während dieser Stadionentwurf von einer klar strukturierten Formenstrenge gekennzeichnet ist setzt Kulka einen dynamischen und organisch anmutenden Stadionentwurf entgegen, das eine von Stützen getragenen textilen Dachkonstruktion erhalten soll (vgl. Abb. 7). Die Grundkonzepte setzen sich auch formal in der geplanten Brückengestaltung über das Elster-Flutbecken fort.
1. VORÜBERLEGUNGEN: Theoretische Herleitung der Bedeutung von Motivationshandlungen im Kunstunterricht und Einbettung in den Lehrplan sowie didaktische Zielsetzungen.
2. DARSTELLUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG: Detaillierte Dokumentation und Analyse verschiedener Motivationsphasen während der Gestaltung der Turmmodelle und der Ausstellungsvorbereitung.
3. RESÜMEE UND AUSBLICK: Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Ableitung allgemeingültiger Thesen für die erfolgreiche Gestaltung von Motivationshandlungen im Kunstunterricht.
Kunstunterricht, Motivation, Motivationshandlung, Kunsterziehung, Turmmodelle, Olympiapark Leipzig 2012, Ausstellungsgestaltung, Museumspädagogik, Schüleraktivierung, didaktische Trias, kreativer Prozess, bildnerisches Gestalten, Lernmotivation, Kunstpädagogik, Schülerarbeiten.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen spezifischen Motivationshandlungen im Kunstunterricht und der Qualität der daraus resultierenden künstlerischen Ergebnisse von Schülern einer 9. Klasse.
Die Schwerpunkte liegen auf der Motivationsforschung im schulischen Kontext, dem körperhaft-räumlichen Gestalten, der Museumspädagogik sowie der Einbindung außerschulischer Lernorte.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Maßnahmen (Motivationshandlungen) die Motivation und damit die Qualität der Lernergebnisse und des Schaffensprozesses nachhaltig steigern können.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung, die Beobachtungen des Unterrichtsgeschehens sowie die Analyse der entstandenen Schülerarbeiten und deren Entstehungsprozesse umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Phasen: vom Einstieg über den Ausstellungsbesuch, die Ideenfindung mittels Studienblättern, die perspektivische Zeichnung und den Bau der Turmmodelle bis hin zur Gestaltung einer eigenen Schülerausstellung.
Wesentliche Begriffe sind Kunstunterricht, Motivation, Schülerausstellung, Olympiapark Leipzig, Gestaltungsaufgabe und didaktische Vermittlung.
Der Besuch dient als Motivationsquelle und alternativer Lernort, um den Schülern Einblicke in architektonische Konzepte zu geben und sie für die eigene Ausstellungsgestaltung zu sensibilisieren.
Motivationshandlungen sind vom Lehrer initiierte oder begleitete Maßnahmen, die vorhandene Motive der Schüler aktivieren oder aktualisieren, um die Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsgegenstand freiwillig und selbsttätig zu fördern.
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