Bachelorarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 2,0
Zusammenfassung
Einleitung
Erster Teil: Übereinkommen über die Rechte für Menschen mit Behinderung
1.Entstehung der BRK und die Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland
2.Allgemeine Forderungen der BRK
3. Artikel 24 der BRK- Gemeinsame Bildung nichtbehinderter Menschen mit Menschen mit Behinderung
3.1. Recht auf Bildung ohne Diskriminierung und Ausgrenzung
3.2.Gemeinsame Beschulung nichtbehinderter und behinderter Schüler
3.2.1 Aktueller Stand der Integrationspolitik bzw. Inklusionspolitik
3.2.2 Änderungen in der Lehrerausbildung
3.2.3 Das Bildungsbarometer Inklusion
3.2.4 Unterstützungsmaßnahmen
3.2.4.1 Der Mobile Sonderpädagogische Dienst
3.2.4.2 Finanzierungsfragen zu Unterstützungsmaßnahmen
3.3 Erwerbung lebenspraktischer Fertigkeiten und sozialer Kompetenzen
3.3.1 Erleichterungen im Erlernen von Brailleschrift oder alternativen Schriftformen
3.3.2 Das Mentoring
3.3.3 Erleichterungen beim Erlernen der Gebärdensprache
3.3.4 Ermöglichung von Bildung für blinde, gehörlose und taubblinde Menschen
3.4 Maßnahmen zur Einstellung und Ausbildung von Fachkräften auf allen Ebenen des Bildungswesens.
3.5 Forderungen zum gleichberechtigen Zugang zum tertiären Bildungssektor
Zweiter Teil: Empirische Analyse mit Bildungsexperten und Betroffenen zum Bildungsartikel der UN Behindertenrechtskonvention
4.1 Wahl des Untersuchungsdesigns und der Untersuchungsmethode
4.2 Entwicklung der Interviewleitfäden
4.3 Auswertung des Interviews mit der Schulleitung der Ernst-Barlach-Schule der Stiftung Pfennigparade
4.4 Auswertung des Interviews mit der Schulleitung der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding
4.5 Auswertung des Interviews mit einer behinderten Kommilitonin
4.6 Kurzstatements von Bildungs- und Behindertenexperten zum Thema Inklusion
Dritter Teil: Lösungsvorschläge für die Herausforderungen des Teil Zwei und Möglichkeiten der Sozialen Arbeit
5.1 Lösungsmöglichkeiten am Ort formaler Bildung
5.1.1 Langsame Steigerung der Zahl von Menschen mit Behinderung in Regelschulklassen und Änderungen in der Lehrerausbildung
5.1.2 Neue Unterrichtsmethoden wie Selbstorganisiertes Lernen und individuelle Lernpläne
5.1.3. Angebote durch die Schulsozialarbeit
5.2 Lösungsmöglichkeiten am Ort non-formaler Bildung
5.2.1. Angebote der Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderung
5.2.2 Inklusion von Menschen mit Behinderung in der offenen Jugendarbeit
5.2.3 Aufbau eines Vermittlungsdienstes von Persönlicher Assistenz
5.3 Lösungsmöglichkeiten am Ort informeller Bildung
5.3.1 Barrierefreie Bildung im Internet ermöglichen und dafür eintreten
5.3.2 Barrierefreie Bildung durch die Medien Fernsehen und Radio
Vierter Teil: Eigene Reflexion und kritische Stellungnahme zur Bildungsproblematik für Menschen mit Behinderung
Die Bachelorarbeit beleuchtet den Stand und die Umsetzungsprozesse des Bildungsartikels der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in Bayern. Ziel ist es, Möglichkeiten zur Verbesserung von Bildungsprozessen für Menschen mit Behinderung aufzuzeigen, wobei insbesondere der gemeinsame Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung sowie notwendige strukturelle Anpassungen im Fokus stehen.
3.2.1 Aktueller Stand der Integrationspolitik bzw. Inklusionspolitik
Das bisherige „Integrationssystem“ in Deutschland sieht vor, dass das behinderte Kind sich dem System anpassen muss, ehe das Kind in die Regelschule „re-integriert“ werden kann. Hier sieht die BRK einen Paradigmenwechsel vor und fordert vom System, dass es sich dem Menschen anpasst, damit eine tatsächliche Teilhabe an der Gesellschaft verwirklicht werden kann. Dr. Ursula Mahnke von der Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben – gemeinsam lernen e.V. definierte im September 2009 in einem Vortrag zum Thema Inklusion und UN-Konvention:
Eine Schule ist erst dann inklusiv, wenn sie die Individualität aller ihrer Schüler respektiert und sie als Vielfalt und Bereicherung anerkennt, anstatt das vermeintliche „Anderssein“ zum Grund des Ausgrenzens und Aussonderns zu machen.
Auch Dr. Joachim Steinbrück, Behindertenbeauftragter der Stadt Bremen, hat ein Statement auf der Themenkonferenz der Kampagne „alle inklusive“ zum Thema Integration und Inklusion abgegeben:
Während sich nach Ersterem die Kinder mit Behinderungen an die bestehenden Schulstrukturen anzupassen hätten, müsse nach dem Konzept der inklusiven Erziehung auch für SchülerInnen mit Behinderungen eine Unterrichtssituation geschaffen werden, in der sich das Bildungspotential optimal entfalten könne. (alle inklusive 2009, S.19)
Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch Beobachtungen aus dem Praxissemester und umreißt den methodischen Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung einer Analyse der bayerischen Umsetzung der BRK.
Erster Teil: Übereinkommen über die Rechte für Menschen mit Behinderung: Dieser Abschnitt erläutert die Entstehung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie die allgemeinen Forderungen und die spezifische Bedeutung für Deutschland als geltendes Recht.
3. Artikel 24 der BRK- Gemeinsame Bildung nichtbehinderter Menschen mit Menschen mit Behinderung: Hier erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Bildungsrecht, der Forderung nach barrierefreien Bildungssystemen und der notwendigen Reform der Lehrerausbildung sowie Unterstützungsstrukturen.
Zweiter Teil: Empirische Analyse mit Bildungsexperten und Betroffenen zum Bildungsartikel der UN-Behindertenrechtskonvention: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse qualitativer Experteninterviews (Schulleitungen, Betroffene) zur praktischen Umsetzung von Inklusion und den dabei auftretenden Hürden.
Dritter Teil: Lösungsvorschläge für die Herausforderungen des Teil Zwei und Möglichkeiten der Sozialen Arbeit: Kapitel fünf entwirft konkrete pädagogische und sozialarbeiterische Interventionsmöglichkeiten an formalen, non-formalen und informellen Bildungsorten.
Vierter Teil: Eigene Reflexion und kritische Stellungnahme zur Bildungsproblematik für Menschen mit Behinderung: Der Abschluss fasst die kritische Würdigung des Autors zusammen, der ein Umdenken in Gesellschaft und Politik fordert, um eine echte Inklusion jenseits von symbolischen Maßnahmen zu erreichen.
Inklusion, Integration, UN-Behindertenrechtskonvention, BRK, Bildung, Regelschule, Förderschule, Soziale Arbeit, Barrierefreiheit, Lehrerausbildung, Sonderpädagogik, Empowerment, Mobbing, Teilhabe, Bildungsbarometer.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie der Bildungsartikel der UN-Behindertenrechtskonvention in Bayern umgesetzt wird und welche Herausforderungen dabei für Menschen mit Behinderung im Bildungssystem entstehen.
Die zentralen Themen umfassen die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung, die Qualität der Lehrerausbildung, Barrierefreiheit an Bildungseinrichtungen sowie die Bedeutung der Sozialen Arbeit im Inklusionsprozess.
Das Ziel ist die Beleuchtung der Umsetzungsprozesse zur Verbesserung von Bildungschancen für Menschen mit Behinderung, wobei der Fokus auf dem Übergang von der bloßen Integration zur tatsächlichen Inklusion liegt.
Der Autor wählte für den empirischen Teil ein qualitatives, teilstandardisiertes Interviewverfahren als Querschnittstudie, um Erfahrungen von Schulleitern und Betroffenen explizierend auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse des Artikels 24 der BRK, eine empirische Untersuchung anhand von Interviews und die Erarbeitung von konkreten Lösungsvorschlägen für formale, non-formale und informelle Bildungsorte.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, UN-Konvention, Soziale Arbeit, Barrierefreiheit und schulische Bildungsprozesse definieren.
Die Stiftung Pfennigparade wird als Praxisbeispiel angeführt, da sie seit Jahrzehnten Erfahrung in der gemeinsamen Beschulung sammelt und als "Leuchtturm der Inklusion" zur Analyse der Erfolgsfaktoren dient.
Der Autor kritisiert, dass Lehrkräfte in der Regelschule kaum auf den Umgang mit heterogenen Lerngruppen und Schülern mit Behinderung vorbereitet werden, was zu Überforderung und häufiger Aussonderung führt.
Die Soziale Arbeit wird als entscheidende Ressource gesehen, etwa durch Schulsozialarbeit, Persönliche Assistenz, Konfliktmediation und die Unterstützung beim Zugang zu Hilfsmitteln.
Der Autor bilanziert, dass der Inklusionsprozess in Bayern noch am Anfang steht und trotz rechtlicher Verpflichtungen oft an mangelndem politischen Willen und fehlenden Ressourcen scheitert.
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