Diplomarbeit, 2009
87 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der Markt für Low Cost Flugreisen
2.1 Historischer Rückblick
2.2 Die Angebotsseite des Luftverkehrsmarktes
2.3 Die Nachfrageseite des Luftverkehrsmarktes
2.3.1 Allgemeines
2.3.2 Berufliche Reisen
2.3.3 Private Reisen
2.4 Low Cost Carrier in Europa
2.4.1 Hintergründe zum Geschäftsmodell in Europa
2.4.2. Aktuelle Situation in Europa und Deutschland
2.5 Die Branchenstruktur des europäischen LCC – Marktes
2.5.1 Das „Five - Forces“ – Modell nach Porter
2.5.1.1 (1) Rivalität unter bestehenden Unternehmen
2.5.1.2 (2) Bedrohung durch neue Konkurrenten
2.5.1.3 (3) Verhandlungsmacht der Abnehmer
2.5.1.4 (4) Verhandlungsmacht der Lieferanten
2.5.1.5 (5) Bedrohung durch Ersatzprodukte
3. Geschäftsmodell und Differenzierungsmöglichkeiten
3.1 Das Geschäftsmodell der Low Cost Carrier
3.2 Differenzierungsmöglichkeiten
3.2.1 Kostenführerschaft am Beispiel Ryanair
4. Die wichtigsten Wettbewerbsfaktoren der Low Cost Carrier Ryanair und Air Berlin im Vergleich
4.1 Wachstum
4.1.1 Organisches Wachstum am Beispiel Ryanair
4.1.2 anorganisches Wachstum am Beispiel Air Berlin
4.2 Zielgruppen
4.3 Flugziele und Flugplan
4.4 Ticketpreise
4.5 Kommunikationspolitik
4.6 Exkurs – Air Berlin klagt gegen Ryanair
5. Strategische Herausforderungen für Low Cost Carrier
5.1 Rechtliche Situation – Einbeziehung des Flugverkehrs in den EU - Emissionshandel
5.2 Steigende Kerosinkosten
5.2.1 Bedeutung für die Branche
5.2.2 Ursachen der Rohölpreissteigerungen
5.2.3 Maßnahmen zur Gegensteuerung der hohen Kerosinpreise
5.2.3.1 Senkung des Kerosinverbrauchs
5.2.3.2 Sicherung des Kerosinbedarfs durch Hedging
5.2.3.3 Allgemeine Kostenreduktion
5.2.4 Direkte Auswirkungen der sprunghaft gestiegenen Kerosinpreise bei Ryanair und Air Berlin
5.2.5 Ausblick zum Thema Ölpreis und Kerosinkosten
5.3 Konsolidierung der Branche
5.4 Auswirkungen der Konjunktur auf den Low Cost Verkehr
6. Low Cost und Langstrecken
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Risiken moderner Geschäftsmodelle in der Luftfahrt, wobei der Fokus gezielt auf den unterschiedlichen Strategien von Ryanair und Air Berlin liegt. Ziel ist es, das Marktverhalten der Low-Cost-Carrier zu analysieren, ihre Wettbewerbsfaktoren zu bewerten und Strategien zur Bewältigung aktueller ökonomischer Herausforderungen, insbesondere steigender Kerosinkosten, aufzuzeigen.
3.1 Das Geschäftsmodell der Low Cost Carrier
Grundsätzliches Hauptmerkmal aller Low Cost Carrier ist eine kontinuierliche Fokussierung auf den Aktionsparameter „Preis“.
Um diesen erfolgreich niedriger im Vergleich zu den etablierten Linienfluggesellschaften halten zu können, bedarf es strategischer Planung und einer Reihe von operativen Maßnahmen, die alle auf das Ziel ausgerichtet sind, sowohl die variablen, als auch die fixen Kosten deutlich zu senken. Abbildung 6 zeigt die Einsparmöglichkeiten, die sich durch das Geschäftsmodell der Low Cost Carrier im Vergleich zum Geschäftsmodell der Linienfluggesellschaften ergeben.
Wie der Abbildung zu entnehmen ist, können die Low Cost Carrier lediglich bei den Treibstoff- und Luftüberwachungskosten keine Einsparungen im Vergleich zu den Linienfluggesellschaften erzielen. Bei den anderen Kostenstellen ergeben sich jedoch deutliche Kostenvorteile. Abb. 7 zeigt die wichtigsten Unterschiede des Geschäftsmodells von Low Cost Carriern und Linienfluggesellschaften. Die Kostenvorteile im Geschäftsmodell der Low Cost Carrier werden im Folgenden ausführlich betrachtet:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Transformation des Luftverkehrsmarktes durch Low-Cost-Airlines ein und definiert das Forschungsziel der Arbeit.
2. Der Markt für Low Cost Flugreisen: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick und analysiert die Branchenstruktur sowie die Nachfrage- und Angebotsseite des Marktes.
3. Geschäftsmodell und Differenzierungsmöglichkeiten: Hier werden die operativen Maßnahmen zur Kostenführerschaft sowie die strategischen Unterschiede zwischen No-Frills- und Full-Service-Ansätzen erläutert.
4. Die wichtigsten Wettbewerbsfaktoren der Low Cost Carrier Ryanair und Air Berlin im Vergleich: Ein detaillierter Vergleich beider Airlines hinsichtlich Wachstum, Zielgruppen, Flugplan und Ticketpreisen.
5. Strategische Herausforderungen für Low Cost Carrier: Untersuchung der Folgen des Emissionshandels, der Kerosinkostenkrise sowie notwendiger Konsolidierungs- und Anpassungsstrategien.
6. Low Cost und Langstrecken: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Übertragbarkeit des Low-Cost-Modells auf den Langstreckenmarkt.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit der untersuchten Airlines.
Low Cost Carrier, Ryanair, Air Berlin, Luftverkehr, Geschäftsmodell, Kerosinkosten, Wettbewerb, Kostenführerschaft, Preispolitik, Konsolidierung, Langstrecken, Luftverkehrsmarkt, Strategische Planung, Rendite, Wirtschaftlichkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich der Geschäftsmodelle von Ryanair und Air Berlin in einem sich stark wandelnden Luftverkehrsmarkt.
Im Mittelpunkt stehen die Kostenstrukturen, Wachstumsstrategien, Zielgruppenansprachen und die Anpassung an externe Faktoren wie steigende Kerosinpreise.
Ziel ist es, die Chancen und Risiken verschiedener Low-Cost-Modelle zu untersuchen und zu bewerten, wie die Fluggesellschaften ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.
Es handelt sich um eine nutzenorientierte Marktanalyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie dem Vergleich von Fallbeispielen und Unternehmensstrategien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Marktanalyse, die Darstellung der Geschäftsmodelle, den direkten Vergleich von Ryanair und Air Berlin sowie die Untersuchung strategischer Herausforderungen und Langstreckenpotenziale.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Low Cost Carrier, Kostenführerschaft, Kerosinkosten, Wettbewerbsfaktoren und Markt-Konsolidierung.
Ryanair weist aufgrund seines radikalen No-Frills-Modells einen extrem hohen Kerosinkostenanteil an den Gesamtkosten von bis zu 50 % auf, was das Unternehmen besonders anfällig für Rohölpreisschwankungen macht.
Während Ryanair primär auf organisches Wachstum setzt, hat Air Berlin seine Marktposition durch zahlreiche Übernahmen, wie beispielsweise die der LTU oder dba, stark durch anorganisches Wachstum vorangetrieben.
Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Low-Cost-Geschäftsmodell aufgrund der spezifischen Kostenstruktur und der erforderlichen Servicequalität auf Langstrecken bisher nicht nachhaltig profitabel ist.
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