Bachelorarbeit, 2016
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Begriffsabgrenzung
2.1 Migration
2.2 Service und Servicequalität
2.3 Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
2.4 Kultur
2.5 Religion
3. Herausforderungen durch Multikulturalität
3.1 Konflikte zwischen den Mitarbeitern
3.1.1 Kommunikationsweisen
3.1.1.1 Verbal
3.1.1.2 Sprachkenntnisse
3.1.1.3 Direkte und indirekte Kommunikation
3.1.1.4 Non-verbal
3.1.1.5 Kommunikation durch Verhaltensweisen
3.1.2 Religion und Kultur
3.1.2.1 Die Gefahren der geschlechterspezifischen Erziehung
3.1.2.2 Ernährung
3.1.2.3 Kleidung
3.1.2.4 Religionsausübung
3.2 Herausforderungen für den Kundenservice
3.2.1 Servicequalität und Kundenorientierung
3.2.2 Die Rolle des Unternehmensleitbilds
3.2.3 Qualitätsstandards
3.2.4 Der Aufbau von Beziehungen
3.3 Chancen
4. Integrationsmaßnahmen
4.1 Seitens der Unternehmensführung
4.1.1 Interkulturelle Trainings
4.1.1.1 Kulturübergreifend
4.1.1.2 Kulturspezifisch
4.1.2 Definieren von Unternehmenswerten
4.1.3 Sprachkurse
4.1.4 Qualitätsmanagement in der multikulturellen Belegschaft
4.1.4.1 Begeisterung als Faktor für Kundenbindung
4.1.4.2 Beschwerdemanagement als Erfolgsfaktor
4.1.4.3 Servicebausteine aus Kundensicht
4.1.4.4 Zertifizierung
4.2 Seitens der Belegschaft
4.2.1 Muslimische Mitarbeiter
4.2.2 Die übrigen Mitarbeiter der Belegschaft
4.2.3 Mentoring
4.3 Anpassungs- und Integrationsfähigkeit - eine Chance
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen multikultureller Belegschaften in dienstleistungsorientierten Unternehmen und entwickelt Strategien zur Sicherung der Servicequalität und Kundenbindung bei zunehmendem Anteil muslimischer Migranten.
3.1.2.1 Die Gefahren der geschlechterspezifischen Erziehung
In einem islamischen Land werden Kinder größtenteils konservativ und streng religiös erzogen. Besonders die Geschlechterrollen sind strikt vorgegeben. Dennoch gibt es auch hier Unterschiede in der Erziehung.
Bei konservativ-autoritären Familien wird den Söhnen mehr Freiheit zugestanden als den Töchtern. Zudem wird bei Söhnen Aggressivität gebilligt, während Töchtern Gehorsamkeit und Ergebenheit beigebracht wird. Die Kinder werden von Anfang an auf dem Hintergrund geschlechterspezifischer Erwartungen und Normen erzogen und in vorgeformte Werte hineingeboren. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass sich die Erziehung im Erwachsenenleben in der Erwerbstätigkeit fortsetzt. So ist es schwierig für konservativ-autoritär Erzogene im Unternehmen Anweisungen von einer Frau anzunehmen und durchzuführen. Das Resultat davon könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit Ignoranz gegenüber der Vorgesetzten sein. Dasselbe gilt für Kundengespräche. So könnte ein muslimischer Mann einer Kundin zur Begrüßung nicht die Hand schütteln, wodurch sich die Kundin diskriminiert fühlen könnte und dies zu einer Beschwerde und im schlimmsten Fall, zu einem Imageschaden des Unternehmens führen könnte.
Das Unternehmen ist hier verpflichtet, Konflikte dieser Art zu unterbinden, nicht zu tolerieren und ausnahmslos disziplinäre Maßnahmen zu vollziehen, falls so etwas doch passieren sollte. Darüber hinaus sollen sich Frauen am Arbeitsplatz nicht von ihren männlichen Kollegen diskriminiert oder niedrig gestuft fühlen. Denn dies kann zu Problemen zwischen den Mitarbeitern und zu einem schlechten Betriebsklima führen.
1. Einführung: Analysiert die demografischen Veränderungen in Unternehmen durch Migration und die resultierende Notwendigkeit, Servicequalität in einer dreidimensionalen Belegschaftsstruktur zu sichern.
2. Begriffsabgrenzung: Definiert die zentralen Termini Migration, Service, Kultur und Religion sowie deren Relevanz für den deutschen Kontext und muslimische Mitarbeiter.
3. Herausforderungen durch Multikulturalität: Erläutert die Ursachen für Konflikte zwischen Mitarbeitern und Kunden, insbesondere durch Kommunikationsbarrieren und unterschiedliche religiöse Alltagspraktiken wie Gebet oder Fasten.
4. Integrationsmaßnahmen: Beschreibt konkrete Managementstrategien wie interkulturelle Trainings, Unternehmenswerte, Beschwerdemanagement und Mentoring zur erfolgreichen Eingliederung von Migranten.
5. Fazit: Fasst zusammen, dass kulturelle Diversität bei aktiver Gestaltung durch Integrationsmaßnahmen kein Hindernis, sondern einen Wettbewerbsvorteil darstellt.
Servicequalität, Kundenbindung, Multikulturalität, Migration, Islam, Interkulturelle Kommunikation, Diversity Management, Unternehmensleitbild, Integrationsmaßnahmen, Beschwerdemanagement, Unternehmenserfolg, Fachkräfte, Arbeitsklima, Wertekonflikt, Mitarbeiterzufriedenheit.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration muslimischer Migranten in deutschen Unternehmen und wie diese Diversität genutzt werden kann, um Servicequalität und Kundenbindung in einem sich wandelnden Umfeld zu erhalten.
Die zentralen Felder sind interkulturelle Kommunikation, der Umgang mit religiösen Praktiken am Arbeitsplatz, die Bedeutung des Unternehmensleitbilds und praktische Personalentwicklungsmaßnahmen wie interkulturelle Trainings.
Ziel ist es, die Konfliktpotenziale einer multikulturellen Belegschaft aufzuzeigen und Lösungsstrategien für das Management zu entwickeln, damit die Servicequalität gewahrt bleibt.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, Modellen interkultureller Kommunikation (u.a. Hofstede, Hall) und Qualitätsmanagementansätzen (z.B. Service Profit Chain) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Kommunikations- und Verhaltenskonflikte durch kulturelle Differenzen sowie in einen umfangreichen Maßnahmenkatalog für Führungskräfte und Belegschaft zur Integration.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Servicequalität", "Interkulturelle Kompetenz", "Diversity Management" sowie "Kundenbindung" und "Multikulturalität" charakterisiert.
Die Arbeit identifiziert insbesondere Sprachbarrieren, geschlechterspezifische Erziehungshintergründe, Gebetspausen und unterschiedliche Vorstellungen von Höflichkeit als potenzielle Reibungspunkte, die den direkten Kontakt mit Kunden gefährden könnten.
Es dient nicht nur der Problemlösung, sondern ist ein wichtiges Lerninstrument. Durch Rollenspiele zum Beschwerdemanagement können Mitarbeiter ihr Verhalten an verschiedene kulturelle Bedürfnisse anpassen und lernen, Kundenbeschwerden als Chance zur Kundenbindung zu sehen.
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