Bachelorarbeit, 2009
47 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Literaturbericht
3. Die Abkehr von der Tradition
3.1. Von der Tradition zur Wesensform
3.2. Die Tiere als Seinsform
3.3. Kandinsky und der Beginn der Abstraktion
4. Die Suche nach der Form
4.1. Delaunay und die Formzersplitterung
4.2. Der Tiger – Kubismus bei Franz Marc
4.3. Delaunays Orphismus– Bewunderung und Kritik
4.4. Futurismus und Weltdurchschauung
5. Marc und die Abstraktion
5.1. Zerstörung und Aufbruch in die Abstraktion
5.2. Der Durchbruch zur Abstraktion
5.3. Geist gegen Materie
6. Abschluss ohne Ende
7. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die künstlerische Entwicklung von Franz Marc im Hinblick auf seinen Prozess zur Abstraktion, wobei die wesentlichen Einflüsse von Zeitgenossen wie Kandinsky, Delaunay und den Futuristen analysiert werden, um Marcs Streben von einer Weltanschauung hin zu einer metaphysischen Weltdurchschauung aufzuzeigen.
4.2. Der Tiger – Kubismus bei Franz Marc
Der Einfluss Delaunays auf Marc ist erstmals im Bild Tiger (Abb.4) vom März 1912 spürbar. Bisher weiche Rundungen werden durch gerade und kantig gebrochene Linien ersetzt.
Zur Entstehungszeit des Tigers setzt sich Marc in dem Beitrag „Die neue Malerei“ für die Zeitschrift PAN mit Cézanne, aber auch mit den Kubisten auseinander, die er die „logischen Exegeten Cézannes“ nennt. Cézanne strebte bereits nach der Aufhebung perspektivischer Malerei und der Gliederung der einzelnen Formen auf der Fläche. Von den Kubisten war Picasso derjenige, der Marc am ehesten interessierte, auch deshalb, weil Kandinsky kurz zuvor seine Begeisterung für den jungen Spanier zum Ausdruck bringt: Picasso “zerteilt den Gegenstand und streut einzelne Teile über das Bild […] Aus dem Durcheinander dieser Teile besteht das Bild. Riesig intereßant!“ Picasso war bereits mit drei Bildern in der zweiten Ausstellung der Neuen Künstlervereinigung im Herbst 1910 vertreten. Marcs Aufmerksamkeit galt damals jedoch der Farbe und weniger der Form, weshalb er Picasso damals wohl weniger beachtete.
Kandinsky erkennt in Picassos Arbeiten durchaus einen ihnen ähnlichen Weg, sich von der äußeren Hülle zu befreien und sich dem Gegenstand geistig zu nähern. Auch wenn die Arbeiten Picassos nicht vollständig seiner Überzeugung entsprechen, bekennt er: „Dieses Zersetzen ist sehr intereßant. In meinen Augen aber freilich ‘falsch’. Es freut mich aber riesig, als Zeichen des immensen Dranges zum Nichtmateriellen!“
1. Einführung: Umriss des künstlerischen Werdegangs von Franz Marc und Definition der Forschungsfragen zur Entwicklung in Richtung Abstraktion.
2. Literaturbericht: Überblick über die bestehende Forschungslage und Quellenbasis zum Thema Franz Marc.
3. Die Abkehr von der Tradition: Untersuchung der anfänglichen Orientierung Marcs und seiner Hinwendung zu Tiermotiven sowie des Einflusses von Wassily Kandinsky.
4. Die Suche nach der Form: Analyse der prägenden künstlerischen Einflüsse wie Delaunay, Kubismus und Futurismus auf Marcs Stil.
5. Marc und die Abstraktion: Erörterung von Marcs Weg zur Abstraktion anhand zentraler Werke und seiner Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Geist und Materie.
6. Abschluss ohne Ende: Betrachtung der letzten Schaffensjahre im Kontext des Ersten Weltkrieges und Marcs Reflexion über Krieg und Kunst.
7. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse über Marcs zehnjährige Entwicklung zum abstrakten Ausdruck.
Franz Marc, Abstraktion, Weltdurchschauung, Tiermalerei, Kubismus, Delaunay, Kandinsky, Futurismus, Tierschicksale, Metaphysik, Geist, Materie, Kunstgeschichte, Malerei, Moderne.
Die Arbeit analysiert die künstlerische Entwicklung von Franz Marc innerhalb von zehn Jahren, von seinen naturalistischen Anfängen bis hin zur bewussten Hinwendung zur abstrakten Malerei.
Im Zentrum stehen die Einflüsse europäischer Avantgarde-Strömungen, die Bedeutung des Tieres als symbolische Seinsform sowie die Suche nach einem metaphysischen Ausdruck in der Malerei.
Ziel ist es, den Wandlungsprozess von einer rein naturalistisch geprägten Weltanschauung hin zu einer metaphysischen Weltdurchschauung in Marcs Schaffen darzulegen.
Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Analyse von Werken, Schriften und Briefen des Künstlers sowie den Vergleich mit zeitgenössischen Strömungen wie Orphismus und Futurismus.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Marcs Abkehr von der Tradition, die Suche nach neuen Formmitteln und die Synthese dieser Einflüsse in seinen späteren abstrakten Werken.
Die zentralen Begriffe umfassen Franz Marc, Abstraktion, Metaphysik, sowie die Einflüsse von Delaunay, Kandinsky und die kubistisch-futuristische Formensprache.
Er sah sein gesamtes Schaffen als eine lange, instinktive Suche, bei der er versuchte, das Wesen hinter den äußeren Erscheinungen der Natur zu erfassen.
Es wird als monumentales Hauptwerk und Schlüsselmoment analysiert, in dem Marc die Abstraktion auf die Spitze treibt und die Katastrophe des Krieges künstlerisch vorwegnimmt.
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