Masterarbeit, 2024
107 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
I Theoretischer Hintergrund
1 Begriffsbestimmungen
1.1 Familienorientierung
1.2 Sucht
2 Sucht
2.1 Entstehung / Ursachen
2.1.1 Risikofaktoren
2.1.2 Schutzfaktoren
2.2.1 Kinder suchtbelasteter Eltern
2.2.2 Abhängigkeit des Partners
2.2.3 Eltern suchtbelasteter Kinder
3 Suchthilfe
3.1 Ambulante Suchthilfe
3.2 Stationäre Suchthilfe
3.3 Familienorientierte Angebote im ambulanten und stationären Bereich
3.4 Herausforderungen familienorientierter Ansätze in der ambulanten Suchthilfe
4 Forschungsstand
II Empirie
5 Methodik
5.1 Forschungsfrage und Ziel der Forschungsarbeit
5.2 Forschungsansatz
5.3 Stichprobenauswahl
5.4 Datenerhebung
5.5 Datenauswertung
III Ergebnisse, Diskussion und Ausblick
6 Darstellung der Forschungsergebnisse
6.1 Einflussfaktor Zugangsvoraussetzungen
6.2 Einflussfaktor strukturelle Voraussetzungen
6.3 Einflussfaktor Öffentlichkeitsarbeit / Netzwerke
6.4 Einflussfaktor Familie/Umfeld
6.5 Einflussfaktor professionelle Helfer*innen
6.6 Einflussfaktor persönliche Voraussetzungen
7 Interpretation und Diskussion der Forschungsergebnisse
7.1 Beantwortung der Fragestellung
7.2 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
7.3 Diskussion der Intervieweffekte und der Gütekriterien
8 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert, wie familienorientierte Angebote der ambulanten Suchthilfe auf die spezifischen Bedarfe suchtbelasteter Familien angepasst werden können, um eine frühzeitige und präventive Inanspruchnahme von Hilfen zu ermöglichen. Sie untersucht dabei Hürden im Zugangssystem und erarbeitet auf Basis qualitativer Interviews mit Betroffenen und Fachkräften Ansatzpunkte zur Gestaltung bedarfsgerechter Zugangswege.
Niedrigschwelligkeit des Angebots
Die Unterkategorie Niedrigschwelligkeit wurde in fünf von sieben Interviews angesprochen - bei allen Experteninterviews und einem Teilnehmer*innen-Interview. Dabei wurde in allen der fünf Interviews benannt, dass die Erreichbarkeit im Sinne von Wohnortnähe und guter Anbindung ausschlaggebend für die Teilnahme sei (vgl. Anhang, S. 11; S. 16; S. 26; S. 27; S. 54; S. 72).
Als Gründe für eine nicht zustande kommende Teilnahme wurden in Interview 3 und Interview 7 eine zu große Entfernung zum Wohnort genannt (vgl. Anhang, S. 36; S. 80).
In Interview 2 wurde von sehr guten Erfahrungen mit dem Angebot eines Fahrdienstes berichtet, der die Kinder für das Gruppenangebot abholt (vgl. Anhang, S. 26). So könne gewährleistet werden, dass Kinder regelmäßig teilnehmen, da dies für die Zielgruppe oft eine Herausforderung darstelle:
„Ja, es macht Sinn, dass sie regelmäßig kommen, ne, das sagen wir auch den Eltern und bieten auch einen Fahrdienst an. Weil eben das die Erfahrung zeigt, dass das vor allem die Eltern mit Suchthintergrund halt dann nicht schaffen, regelmäßig ihr Kind hierherzubringen und abzuholen. Und deshalb gibt es einen Fahrdienst.“ (Anhang, S. 26)
In vier Interviews wurde als zusätzliche Unterstützung für eine bessere Erreichbarkeit der Zielgruppe die Möglichkeit genannt, Angebote auch im eigenen Wohnraum durchzuführen (vgl. Anhang, S. 16; S. 27; S. 54; S. 71). So könne eine zusätzliche Hürde abgebaut werden:
„Ne, also, wir haben angeboten, also schon alleine, wenn wir gesagt haben – ‚Wir machen es alleine, kommen sie ins Büro‘, dann kommen die meisten auch. Und wenn die Hürde auch zu groß ist, haben wir gesagt, kommen wir auch gerne nach Hause. Und das funktioniert, da lassen sie sich drauf ein.“ (Anhang, S. 27)
1 Begriffsbestimmungen: Klärung der zentralen terminologischen Grundlagen wie Familienorientierung und Sucht, um eine gemeinsame Basis für die Analyse zu schaffen.
2 Sucht: Beleuchtung der Hintergründe von Suchterkrankungen mit Fokus auf Risiko- und Schutzfaktoren sowie deren Auswirkungen auf familiäre Bezugssysteme.
3 Suchthilfe: Analyse des deutschen Suchthilfesystems, seiner verschiedenen Leistungsformen und der speziellen Anforderungen an familienorientierte Angebote.
4 Forschungsstand: Überblick über nationale und internationale Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit und zu den Barrieren suchtspezifischer Unterstützungsangebote.
5 Methodik: Darstellung des qualitativen Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl sowie der Datenerhebung und -auswertung mittels Inhaltsanalyse nach Mayring.
6 Darstellung der Forschungsergebnisse: Systematische Aufbereitung der erhobenen Interviewdaten anhand von sechs zentralen Einflussfaktoren.
7 Interpretation und Diskussion der Forschungsergebnisse: Beantwortung der Forschungsfrage durch Abgleich der Empirie mit den theoretischen Grundlagen.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Handlungsbedarfe und Anregungen für zukünftige Entwicklungen in der Suchthilfe.
Suchthilfe, Familienorientierung, Suchterkrankung, ambulante Suchthilfe, Kinder suchtbelasteter Eltern, qualitative Sozialforschung, Hilfeinanspruchnahme, Prävention, Netzwerkarbeit, Finanzierung, Zugangswege, Resilienz, Kooperation, Suchtberatung, Stigmatisierung
Die Arbeit analysiert die Zugangswege zu familienorientierten Angeboten der ambulanten Suchthilfe und identifiziert Faktoren, die Eltern und Kinder dazu bewegen, solche Hilfen anzunehmen oder abzulehnen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Schnittstellen zwischen Suchthilfe, Jugendhilfe und familiärer Lebenswelt, insbesondere im Kontext von Schutz- und Risikofaktoren für Kinder suchtbelasteter Eltern.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Zugänge zu familienorientierten Angeboten der ambulanten Suchthilfe bedarfsgerecht gestaltet werden können, um Prävention und Hilfe frühzeitiger zu ermöglichen.
Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz und führt leitfadengestützte Interviews mit Betroffenen und Fachkräften durch, die anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Neben der theoretischen Fundierung zu Sucht und Suchthilfe bildet die empirische Analyse von Einflussfaktoren wie Finanzierung, Akquise und persönlicher Motivation den Kern der Arbeit.
Zentrale Begriffe sind Suchthilfe, Familienorientierung, Bedarfsanalyse, Kooperation und suchtspezifische Prävention.
Die Interviews zeigen, dass eigene Kinder oft der stärkste Motivator für Eltern sind, Hilfe in Anspruch zu nehmen, sobald sie die Belastungssituation ihrer Kinder reflektieren.
Die befragten Experten kritisieren die Befristetheit von Projektfinanzierungen und betonen den Bedarf nach gesicherten Regelfinanzierungen, um kontinuierliche und bedarfsgerechte Angebote zu gewährleisten.
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