Bachelorarbeit, 2009
71 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Fragestellung
3. Hintergrund
3.1 Managed Care
3.1.1 Definition
3.2 Managed Care-Instrumente
3.2.1 Selektives Kontrahieren
3.2.2 Disease Management und Chronic Care
3.2.3 Case Management
3.2.4 Qualitätsmanagement
3.2.5 Gatekeeping
3.3 Managed Care International
3.3.1 USA
3.3.2 Schweiz
3.3.3 Großbritannien
3.3.4 Niederlande
3.3.5 Spanien
3.4 Managed Care in Deutschland
3.4.1 Historischer Rückblick
3.4.2 Status Quo
3.5 Hausärztliche Versorgung in Deutschland
3.6 Forschung
3.6.1 Forschungsstand International
3.6.2 Forschungsstand National
4. Methoden
4.1 Einschlusskriterien
4.1.1 Ergebnisindikatoren
4.1.2 Studiendesign
4.2 Literatursuche
4.3 Studienauswahl
5. Ergebnisse
5.1 Studienpool
5.2 Studienmerkmale
5.2.1 Räumlicher Bezug
5.2.2 Interventionen
5.2.3 Studienpopulation
5.2.4 Ergebnisparameter
5.2.5 Datenerhebungen
5.3 Studiendesign
5.4 Ergebnisse
5.4.1 Patientenzufriedenheit
5.4.2 Zufriedenheit der Leistungserbringer
5.4.3 Gesundheitszustand
5.4.4 Qualität
5.4.5 Wirtschaftlichkeit
5.4.6 Inanspruchnahme ambulanter Leistungen
5.4.7 Inanspruchnahme stationärer Leistungen
5.4.8 Inanspruchnahme Arzneimittel
6. Diskussion
6.1 Qualität & Kosten
6.2 Zufriedenheit
7. Schlussfolgerung
Diese Bachelorarbeit untersucht anhand einer Literaturanalyse, ob die im deutschen Gesundheitswesen implementierten Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung, die auf dem Prinzip des Gatekeepings basieren, tatsächlich zu einer Senkung der Kosten und einer Steigerung der Versorgungsqualität geführt haben.
3.2.5 Gatekeeping
Beim Gatekeeping beginnt jede Behandlungsepisode bei einem bestimmten Hausarzt. In Deutschland werden daher die Begriffe Hausarztmodelle bzw. Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) verwendet. Das Prinzip des Gatekeeping ist die Basis der hausarztzentrierten Versorgung. Der Versicherte wendet sich zunächst an den vom Versicherten vorher festgelegten Hausarzt bzw. Gatekeeper. Mit der Wahl des Gatekeepers verzichtet er auf die freie Arztwahl (vgl. Amelung, 2007, S.169). Damit hat der Versicherte nur noch in Notfällen uneingeschränkten Zugang zur medizinischen Behandlung.
Der Gatekeeper übernimmt die Erstversorgung des Versicherten, entscheidet über die weitere Versorgung und leitet den Versicherten ggf. in die spezialisierte ambulante Versorgung oder in den stationären Sektor weiter. Er selektiert das Versorgungsangebot für den Patienten, erbringt die Leistungen in Eigenregie oder veranlasst diese (vgl. Amelung, 2003, S.711; Steininger-Niederleitner et al., 2003, S.34).
Die koordinierende und versorgungsbereichsübergreifende Behandlung wird vom Gatekeeper gewährleistet. Er hat die Funktion eines Disease Managers inne, da er die Behandlung des Patienten plant, überwacht und koordiniert und alle Behandlungsdaten über seinen Tisch laufen. Der Gatekeeper hat daher die zusätzliche Aufgabe, den Kostenträger vor teuren fachärztlichen und stationären sowie unnötigen Leistungen zu bewahren.
1. Einleitung: Beschreibt den demographischen Wandel in Deutschland und die daraus resultierende Notwendigkeit für neue Versorgungsformen wie die hausarztzentrierte Versorgung.
2. Fragestellung: Formuliert die zentrale Forschungsfrage, ob Gatekeeping in Hausarztmodellen zu Kosteneinsparungen und Qualitätssteigerungen führt und wie die Wahrnehmung der Akteure ist.
3. Hintergrund: Bietet einen Überblick über Managed Care, dessen Instrumente wie Selektivverträge und Disease Management sowie die internationale und nationale Situation des Gatekeepings.
4. Methoden: Erläutert das Vorgehen der Literaturanalyse, die Einschlusskriterien für Studien sowie die Literatursuche in medizinischen Datenbanken.
5. Ergebnisse: Präsentiert die aus dem Studienpool gefilterten Untersuchungen und analysiert Themen wie Patientenzufriedenheit, Wirtschaftlichkeit und Leistungsinanspruchnahme.
6. Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der Evidenzlage, den Herausforderungen bei der Ergebnismessung und den Grenzen der Vergleichbarkeit der untersuchten Studien.
7. Schlussfolgerung: Fazit zur aktuellen Studienlage, das keine abschließende Bestätigung der Kosteneffektivität bietet und weitere, wissenschaftlich begleitete Evaluationen fordert.
Managed Care, Gatekeeping, Hausarztzentrierte Versorgung, HZV, Kostenreduktion, Versorgungsqualität, GKV, Primärversorgung, Disease Management, Integrierte Versorgung, Patientenzufriedenheit, Literaturanalyse, Wirtschaftlichkeit, SGB V, Gesundheitswesen.
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit von Hausarztmodellen mit Gatekeeping-Funktion im deutschen Gesundheitssystem im Hinblick auf Kosten- und Qualitätseffekte.
Im Zentrum stehen Managed-Care-Instrumente, die hausarztzentrierte Versorgung (HZV), das Gatekeeping-Prinzip sowie die Auswertung von Studienergebnissen zu Wirtschaftlichkeit und Zufriedenheit.
Es soll geklärt werden, ob die Einführung von Gatekeeping-Modellen tatsächlich zu den vom Gesetzgeber erhofften Einsparungen und Qualitätssteigerungen in der gesetzlichen Krankenversicherung führt.
Die Autorin führt eine systematische Literaturanalyse durch, die sowohl publizierte Studien als auch graue Literatur (Berichte, Zwischenergebnisse) einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Managed Care, die internationale Einordnung, den Forschungsstand sowie die Analyse spezifischer Studienmerkmale und Ergebnisse zu verschiedenen Parametern wie Arzneimittelverbrauch oder Inanspruchnahme von Fachärzten.
Die zentralen Schlagworte sind Managed Care, Gatekeeping, Hausarztzentrierte Versorgung (HZV), Kostenreduktion und Versorgungsqualität.
Der Hausarzt agiert als „Lotse“ oder Gatekeeper, der die Patienten durch das komplexe Gesundheitssystem steuert, die Erstversorgung übernimmt und Überweisungen an Fachärzte koordiniert.
Die Studienlage ist heterogen und basiert teilweise auf einer schwachen Evidenzgrundlage, weshalb keine abschließende positive oder negative Beurteilung der Kosteneffizienz möglich ist.
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