Diplomarbeit, 2009
115 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundkonzeption von Sicherungsstrategien
2.1 Risikobegriff und abzusichernde Risiken
2.2 Hedging
2.3 Hedge Accounting
3 Grundlegende Merkmale und Zielsetzungen der IFRS
4 Grundsätze der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS
4.1 Notwendigkeit der Regelungen zum Hedge Accounting
4.2 Komponenten einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39
4.2.1 Anforderungen an die gesicherten Grundgeschäfte
4.2.1.1 Zulässige Grundgeschäfte
4.2.1.2 Ungeeignete Grundgeschäfte
4.2.2 Anforderungen des IAS 39 an Sicherungsinstrumente
4.2.2.1 Zulässige Sicherungsinstrumente
4.2.2.2 Ungeeignete Sicherungsinstrumente
4.3 Formale Anforderungen an das Hedge Accounting
4.3.1 Ein Überblick
4.3.2 Designation und Dokumentation des Sicherungszusammenhangs
4.3.3 Effektivitätsmessung einer Sicherungsbeziehung
4.3.3.1 Hochwirksame Sicherungsbeziehung
4.3.3.2 Der retrospektive Effektivitätstest
4.3.3.2.1 Dollar Offset-Methode
4.3.3.2.2 Regressionsanalyse
4.3.3.2.3 Varianzreduktionsmethode
4.3.3.3 Methoden zur prospektiven Effektivitätsmessung
4.3.3.3.1 Critical Term Match
4.3.3.3.2 Historischer Abgleich
4.3.3.3 Value at Risk-Vergleich
4.3.3.3.4 Sensitivitätsanalyse
4.3.4 Hohe Eintrittswahrscheinlichkeit der zukünftigen Transaktionen
5 Verschiedene Formen des Hedge Accounting nach IAS 39
5.1 Fair Value Hedge Accounting
5.1.1 Grundkonzeption des Fair Value Hedges
5.1.2 Bilanzierung von Fair Value Hedge Accounting
5.1.2.1 Laufende Bilanzierung des Fair Value Hedges
5.1.2.2 Ein Fallbeispiel zum Fair Value Hedge Accounting
5.1.2.3 Beendigung des Fair Value Hedge Accounting
5.2 Cash Flow Hedge Accounting
5.2.1 Grundkonzeption der Cash Flow Hedges
5.2.2 Bilanzielle Abbildung des Cash Flow Hedge Accounting
5.2.2.1 Laufende Bilanzierung der Cash Flow Hedges
5.2.2.2 Fallbeispiel zum Cash Flow Hedge Accounting
5.2.2.3 Beendigung des Cash Flow Hedge Accouting
5.3 Bilanzierung von Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation
6 Ausweisvorschriften und Angabepflichten zum nach IFRS
7 Bewertungseinheiten nach der Neuregelung durch BilMoG
7.1 GoB als Grundlage bilanzieller Behandlung
7.2 Zielsetzung des BilMoG
7.3 Gesetzliche Verankerung von Bewertungseinheiten nach BilMoG
7.4 Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten
7.4.1 Zulässige Bewertungseinheiten
7.4.2 Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten
7.4.2.1 Anforderungen an Bestandteile einer Bewertungseinheit
7.4.2.1.1 Zulässige Grundgeschäfte
7.4.2.1.2 Kreis der Sicherungsinstrumente
7.4.2.2 Durchhalteabsicht
7.4.2.3 Nachweis der Wirksamkeit einer Bewertungseinheit
7.4.2.4 Dokumentationsvorschriften
8 Rechtsfolgen der Bildung von Bewertungseinheiten
8.1 Anwendungsvorschriften
8.2 Ein Fallbeispiel: Bewertungseinheiten gemäß BilMoG
8.3 Angabepflichten im Jahresabschluss
9 Erstanwendung, Übergangsvorschriften und steuerliche Folgen
10 Thesenförmige Zusammenfassung
Diese Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Sicherungsbeziehungen unter Berücksichtigung der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) sowie der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) neu eingeführten Regelungen für Bewertungseinheiten im deutschen Handelsrecht.
2.1 Risikobegriff und abzusichernde Risiken
Der Begriff „Risiko“ wird entscheidungstheoretisch und finanzwirtschaftlich abgegrenzt. In der statistischen Entscheidungstheorie differenziert man zwischen Entscheidungen unter Risiken und solchen unter Unsicherheit. Von Unsicherheit wird gesprochen, wenn keine statistischen oder nur subjektive Wahrscheinlichkeiten vorliegen. „Risiko“ im entscheidungstheoretischen Sinn ist ein Unterfall der Unsicherheit, wenn sich bestimmten Umweltzuständen subjektive oder objektive Wahrscheinlichkeiten zuordnen lassen. Wenn sich überhaupt keine Wahrscheinlichkeitsaussagen treffen lassen, findet der Terminus „Ungewissheit“ Verwendung.
In der Finanzwirtschaft wird „Risiko“ in der allgemeinsten Form als jede Abweichung von einem erwarteten Ereignis definiert und bezeichnet messbare Unsicherheit. Diese Schwankungen werden als Volatilität bezeichnet und durch die Streuungsparameter Varianz oder Standardabweichung gemessen. Die Abweichungen vom Erwartungswert können entweder vorteilhaft oder nachteilig sein. Positive Abweichungen nennt man „Chance“, negative - „Risiko“, somit stehen Chance und Risiko in einer komplementären Beziehung.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente im Kontext von Hedge Accounting-Vorschriften.
2 Grundkonzeption von Sicherungsstrategien: Definition zentraler Risikobegriffe und Erläuterung der Grundlagen des Hedging und Hedge Accountings.
3 Grundlegende Merkmale und Zielsetzungen der IFRS: Erläuterung der konzeptionellen Ausgestaltung der internationalen Rechnungslegungsstandards.
4 Grundsätze der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS: Detaillierte Analyse der Anforderungen an Grundgeschäfte, Sicherungsinstrumente sowie der formalen Dokumentation und Effektivitätsmessung.
5 Verschiedene Formen des Hedge Accounting nach IAS 39: Beschreibung der Anwendungsbereiche und Bilanzierungsmethoden von Fair Value Hedges, Cash Flow Hedges und Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation.
6 Ausweisvorschriften und Angabepflichten zum nach IFRS: Übersicht der notwendigen Informationen und Erläuterungen im Anhang des Jahresabschlusses.
7 Bewertungseinheiten nach der Neuregelung durch BilMoG: Analyse der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen für Bewertungseinheiten im HGB nach der BilMoG-Reform.
8 Rechtsfolgen der Bildung von Bewertungseinheiten: Erörterung der bilanziellen Auswirkungen, insbesondere bezüglich der Einfrierungs- und Durchbuchungsmethode.
9 Erstanwendung, Übergangsvorschriften und steuerliche Folgen: Überblick über die regulatorischen Übergangsregelungen im Zuge des BilMoG.
10 Thesenförmige Zusammenfassung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und der Bilanzierungspraxis.
Hedge Accounting, IAS 39, BilMoG, Bewertungseinheiten, Fair Value Hedge, Cash Flow Hedge, Risikomanagement, Derivate, Rechnungslegung, Bewertung, HGB, Effektivitätsmessung, Designation, Jahresabschluss, Sicherungsbeziehung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der bilanziellen Behandlung von Sicherungsgeschäften (Hedging) unter den IFRS-Standards sowie den durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz eingeführten nationalen Regelungen für Bewertungseinheiten.
Die Schwerpunkte liegen auf den Anforderungen an die Designation von Sicherungszusammenhängen, der Effektivitätsmessung von Hedges und der bilanziellen Abbildung dieser Vorgänge im Jahresabschluss.
Das Ziel ist es, theoretische Überlegungen zur Anwendung der IFRS- und HGB-Vorschriften bei Sicherungsbeziehungen fundiert aufzuarbeiten und anhand von Beispielen zu veranschaulichen.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die bestehende Standards und Regelungen systematisch zusammenführt und durch praxisorientierte Fallbeispiele ergänzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Hedge-Accounting-Modelle nach IAS 39 sowie die Analyse der neuen HGB-Vorschriften zu Bewertungseinheiten durch das BilMoG.
Zu den Kernbegriffen gehören Hedge Accounting, Fair Value Hedge, Cash Flow Hedge, BilMoG, Bewertungseinheiten, Derivate und Effektivitätsmessung.
Während Fair Value Hedges die Absicherung von Risiken bezüglich des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten oder Schulden adressieren, sichern Cash Flow Hedges zukünftige Cashflow-Schwankungen ab.
Das BilMoG führt spezifische deutsche Vorschriften für Bewertungseinheiten ein, um die bisherige Praxis der Saldierung von Risiken im HGB zu kodifizieren, während IAS 39 sehr detaillierte "Rule-Based" Anforderungen an das Hedge Accounting stellt.
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