Bachelorarbeit, 2009
96 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Jugendalter und seine Besonderheiten
2.1 Die zentralen Entwicklungsaufgaben des Jugendalters
2.2 Alkoholkonsum im Zusammenhang mit den Entwicklungsaufgaben
3. Die Substanz Alkohol
3.1 Alkohol und seine Wirkung
3.2 Von Missbrauch, Rausch und Binge Drinking
3.3 Alkoholkonsum von Jugendlichen
3.3.1 Einflussfaktoren auf vermehrten Alkoholkonsum bei Jugendlichen
3.3.2 Auswirkungen und Folgen exzessiven Alkoholkonsums
3.3.3 Die Gefahr einer Abhängigkeitserkrankung
3.4 Alkoholprävention
4. Fragestellung und Design der empirischen Untersuchung
4.1 Forschungsgegenstand und Forschungsfragen
4.2 Untersuchungsansatz und Methode
4.2.1 Auswahl der Stichprobe
4.2.2 Das ‚schülerVZ’
4.2.3 Erhebungsinstrument
4.3 Durchführung der Untersuchung
4.3.1 Stichprobenbeschreibung
4.3.2 Auswertung und Datenanalyse
4.4 Methodische Probleme der Untersuchung
5. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse der Untersuchung
5.1 Trinkverhalten und Trinkgelegenheiten Jugendlicher
5.2 Jugendliche Trinkmotive
5.3 Auswirkungen exzessiven jugendlichen Alkoholkonsums
5.4 Auffälligkeiten im Umfeld jugendlicher Alkoholkonsumenten
5.5 Präventionsmöglichkeiten
5.5.1 Beurteilung von Präventionsmöglichkeiten
5.5.2 Präventionsverbesserungsvorschläge aus der Sicht der Jugendlichen
5.6 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
6. Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Trinkverhalten, die Motive sowie die Auswirkungen exzessiven Alkoholkonsums bei weiblichen und männlichen Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, um Erkenntnisse für präventive Ansätze zu gewinnen.
3.1 Alkohol und seine Wirkung
Das Wort ‚Alkohol’ stammt aus dem Arabischen. Al cohol (al-Kuhl) bedeutet ‚das feine Puder’ bzw. ‚die Augenschminke’ (vgl. Schmidt 1986, 109). Die chemische Bezeichnung ist Äthylalkohol bzw. Äthanol (C2H5OH). Äthanol ist eine farblose, brennend schmeckende Flüssigkeit. Durch die Gärung von Zuckerarten, die durch Hefe in Alkohol und Kohlensäure gespalten werden, entsteht Alkohol. Trinkalkohol darf nur durch die Hefegärung von Pflanzenteilen, Melasse, Stärke oder Zucker gewonnen werden (vgl. Feuerlein 1989, 19).
Alkohol hat in vielerlei Hinsicht Relevanz. Er ist ein Energieträger mit erheblichem Joulegehalt und somit ein Nahrungsmittel. Als Genussmittel ist er Bestandteil in zahlreichen Getränken. Die meisten alkoholischen Getränke enthalten neben Alkohol aber noch eine Reihe von Begleitstoffen, die dem jeweiligen Getränk die spezifische Geschmacks- bzw. Duftqualität verleihen. Alkohol hat zudem eine berauschende und deutlich toxische Wirkung (vgl. ebd., 3, 14 f). Er kann aber auch als Heilmittel bzw. Pharmakon eingesetzt werden. Alkohol hat somit kulturhistorische, gesellschaftspolitische, volkswirtschaftliche und fiskalische Bedeutungen (vgl. Bergler et al. 2000, 7).
Alkohol zählt in Deutschland zu den Suchtmitteln, deren Erwerb, Besitz und Handel legal sind (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. 2008, 1). Die Verfügbarkeit von Alkohol ist sehr hoch. Im internationalen Vergleich ist er in Deutschland für einen geringen Preis erhältlich. Dies bedingt, dass die Konsumraten für Alkohol sehr hoch sind.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik exzessiven Alkoholkonsums bei Jugendlichen anhand von Fallbeispielen und skizziert das Ziel sowie das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung.
2. Das Jugendalter und seine Besonderheiten: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklungsphasen Pubertät und Adoleszenz sowie die damit verbundenen Herausforderungen bei der Identitätsbildung und sozialen Integration.
3. Die Substanz Alkohol: Hier werden die biochemischen Eigenschaften von Alkohol, seine physiologischen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sowie spezifische Konsumformen wie Missbrauch und Binge Drinking detailliert betrachtet.
4. Fragestellung und Design der empirischen Untersuchung: Der Abschnitt beschreibt den explorativ-deskriptiven Ansatz der Studie, die Konstruktion des online-basierten Erhebungsinstruments und die Vorgehensweise bei der Stichprobengewinnung.
5. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse der Untersuchung: Dieses Kapitel analysiert die empirisch gewonnenen Daten zu Trinkverhalten, Motiven und Auswirkungen sowie die Einschätzungen Jugendlicher zu verschiedenen Präventionsmaßnahmen.
6. Schlussbemerkungen: Die Autorin fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus notwendige Anforderungen an zukünftige Präventionsarbeit und Frühinterventionsstrategien ab.
Alkoholkonsum, Jugendliche, Binge Drinking, Suchtprävention, Trinkmotive, Pubertät, Adoleszenz, Alkoholmissbrauch, empirische Studie, Jugendhilfe, Suchtverhalten, Gesundheitsförderung, Risikoverhalten, Sozialisation, Frühintervention.
Die Arbeit befasst sich mit dem exzessiven Alkoholkonsum von Jugendlichen, analysiert deren Konsumverhalten und untersucht die Hintergründe sowie die Folgen dieses Verhaltens.
Im Zentrum stehen die Entwicklungsaufgaben der Jugendphase, die physiologische Wirkung von Alkohol, Formen des Alkoholmissbrauchs sowie die Möglichkeiten der Suchtprävention.
Das Ziel ist es, Unterschiede im Konsumverhalten, bei den Trinkmotiven und den Auswirkungen zwischen männlichen und weiblichen Jugendlichen zu identifizieren und die Bewertung von Präventionsmaßnahmen durch die Jugendlichen zu erfahren.
Die Autorin führte eine quantitative Querschnittsuntersuchung in Form einer anonymen Online-Befragung mittels teilstandardisiertem Fragebogen durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Substanz Alkohol und eine empirische Analyse, in der Daten zu Trinkgewohnheiten, sozialen Umfeldeinflüssen und die Haltung der Befragten zu Präventionsangeboten diskutiert werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Binge Drinking, Suchtprävention, Jugendkultur, Risikoverhalten und Frühintervention geprägt.
Die Ergebnisse zeigen einen sehr starken Einfluss der Peer-Groups; fast alle befragten Jugendlichen konsumieren Alkohol gemeinsam mit Freunden, was für das soziale Setting und die Identitätsbildung eine zentrale Bedeutung hat.
Die Jugendlichen stehen Maßnahmen positiv gegenüber, die keine direkten Einschränkungen ihres Handlungsspielraums bedeuten (wie Aufklärung), lehnen jedoch Maßnahmen wie strengere Alterskontrollen oder Preissteigerungen bei Alkohol mehrheitlich ab.
Obwohl Jungen tendenziell ein riskanteres Konsumverhalten zeigen, belegt die Studie eine deutliche Angleichung der weiblichen Trinkgewohnheiten an die männlichen, sodass die Unterschiede insgesamt nur noch gering ausfallen.
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