Masterarbeit, 2024
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Forschungsstand
2.1. Ausgangslage
2.1.1. Frauen in Informatikstudiengängen
2.1.2. Ursachen der Unterrepräsentanz von Frauen im Informatikstudium
2.2. Einflussfaktoren auf die Studienwahl Informatik bei jungen Frauen
2.2.1. Selbstkonzept im Bereich Informatik
2.2.2. Technikinteresse in der Kindheit und Vorbildung
2.2.3. Herkunftsfamilie
2.2.4. Peer- Group und Vorbilder
2.2.5. Schule
3. Theoretische Ansätze zu Einflussfaktoren auf die Berufs- und Studienwahlentscheidungen junger Frauen
3.1. Berufswahl und Berufswahlentscheidung
3.2. Sozial-kognitive Laufbahntheorie (SCCT) nach Lent, Brown & Hackett (1994, 2002, 2013)
3.2.1. Grundannahmen der SCCT
3.2.2. Theoretische Konstrukte
3.2.3. Berufliche Interessen
3.2.4. Umweltfaktoren
3.3. Gottfredsons Theorie der Entwicklung beruflicher Aspirationen: Theory of Circumscription and Compromise (2002, 2005)
3.3.1. Grundlagen der Theorie
3.3.2. Eingrenzungsphase im Prozess der Berufsfindung (Circumscription)
3.3.3. Kompromissphase im Prozess der Berufsfindung (Compromise)
4. Empirische Untersuchung
4.1. Methodisches Vorgehen
4.1.1. Das halbstrukturierte Leitfadeninterview
4.1.2. Auswahl der Interviewteilnehmerinnen
4.1.3. Auswertung der Interviewdaten
5. Ergebnisse der Studie
5.1. Selbstkonzept im Bereich Informatik
5.1.1. Selbstwirksamkeitserwartungen
5.1.2. Persönliche Zielsetzungen
5.1.3. Ergebniserwartungen
5.1.4. Interessen
5.2. Erfahrungen mit Informatik in der Kindheit und Jugend
5.2.1. Frühe Computererfahrung im familiären Umfeld
5.2.2. Entwicklung des Interesses für Informatik durch das Spielen von Computerspielen
5.2.3. Eigenständige Beschäftigung mit Computern und Software
5.2.4. Praxiserfahrungen im Informatikbereich
5.3. Schulische Erfahrungen
5.3.1. Leistungsfächer in MINT
5.3.2. Informatikunterricht
5.3.3. Teilnahme an außerunterrichtlichen Informatikangeboten
5.4. Soziales Umfeld
5.4.1. Herkunftsfamilie in der Informatik
5.4.2. Berufsmentoren
5.4.3. Peer-Group
5.4.4. Netzwerke und Vorbilder
5.4.5. Partner
5.5. Arbeitsbedingungen
5.6. Restriktionen und Berufswahl als Kompromiss
5.6.1. Berufswünsche und Ausschlussgründe
5.6.2. Ausschluss von alternativen Berufsoptionen
5.7. Barrieren auf dem Weg in die Informatik
5.7.1. Mangelndes Selbstvertrauen in die eigenen Informatikfähigkeiten
5.7.2. Gesellschaftliche Vorurteile und Stereotypen gegenüber der Informatikbranche
6. Diskussion
6.1. Persönliche Einflussfaktoren auf die Studienwahlentscheidung Informatik
6.1.1. Selbstwirksamkeitserwartungen
6.1.2. Persönliche Ziele
6.2. Ferne Hintergrundeinflüsse
6.2.1. Schule
6.2.2. Praxiserfahrungen im Informatikbereich während der Schulzeit
6.2.3. Ökonomische und wirtschaftliche Motivation
6.3. Unmittelbare Hintergrundeinflüsse
6.3.1. Familiäre und soziale Einflüsse
6.4. Prozess der Auswahl und Eingrenzung beruflicher Optionen
6.5. Handlungsempfehlungen
6.6. Kritische Reflexion der Forschungsmethode
7. Fazit und Ausblick
8. Literatur
Diese Masterarbeit untersucht die persönlichen und umweltbedingten Einflussfaktoren auf die Studienwahlentscheidung junger Frauen im Fach Informatik. Ziel der qualitative Studie ist es, retrospektiv zu rekonstruieren, welche sozialen, familiären und schulischen Bedingungen die Entscheidung für einen Informatikstudiengang begünstigen oder behindern, und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
1. Einleitung
Der Beruf spielt eine zentrale Rolle in der Identitätsbildung und prägt die Lebenswege der meisten Menschen. Bereits in der Kindheit kommt die Frage nach beruflichen Visionen auf und im Erwachsenenalter bleibt die berufliche Tätigkeit ein bedeutsames Element bei der Selbstdarstellung (Driesel-Lange, 2011, S. 52).
In der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion stehen die Fragen, Aufgaben und die Förderung einer gendersensiblen Berufsorientierung im Zentrum, da die Berufs- und Studienwahl in Deutschland weiterhin geschlechtsspezifische Besonderheiten aufweist (vgl. Brämer, Jost & Großkopf, 2020, S. 1).
Die Informatik bietet vielfältige berufliche Möglichkeiten (vgl. Schmidt & Taufkirch, 2004, S. 4-5). Jedoch bleibt das umfassende Spektrum der IT- Berufe oft unentdeckt, und der Großteil der Mädchen hat nur unzureichende oder sogar falsche Vorstellungen von den Tätigkeitsfeldern dieser Berufe. Die Konsequenz ist, dass Jugendliche, insbesondere Mädchen, sich häufig für traditionelle Berufe entscheiden, die oft eine begrenzte berufliche Entwicklungsmöglichkeit bieten und weniger Arbeitsplatzsicherheit gewährleisten (vgl. Schmidt& Taufkirch, 2004, S. 4).
Seit 2014 verzeichnen Frauen kontinuierlich höhere Einschreibezahlen an Hochschulen im Vergleich zu Männern, und bereits seit 2006 “schließen mehr Frauen als Männer ein Studium ab” (Kompetenzzentrum Technik- Diversity- Chancengleichheit e.V., 2023, S. 14). Doch diese Entwicklung spiegelt sich nicht in allen Studienbereichen wider, insbesondere nicht in den MINT-Fächern und speziell in der Informatik. Nach wie vor bleiben Frauen im Informatikstudium bundesweit unterrepräsentiert (vgl. Berg et al., 2014, S. 6). Maschinenbau, BWL, Informatik und Elektrotechnik sind die am häufigsten belegten Studiengänge der Männer, während junge Frauen am häufigsten BWL, Germanistik, Rechtswissenschaften oder Anglistik anstreben (vgl. Hannover & Kessels, 2008, S. 118).
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die geschlechtsspezifische Berufswahl in Deutschland und beschreibt die Unterrepräsentanz von Frauen in Informatikstudiengängen trotz steigender allgemeiner Hochschulabschlusszahlen von Frauen.
2. Forschungsstand: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Ausgangslage sowie die vielfältigen Einflussfaktoren auf die Studienwahl, darunter das Selbstkonzept, familiäre Sozialisation, Schule und die Rolle von Vorbildern.
3. Theoretische Ansätze zu Einflussfaktoren auf die Berufs- und Studienwahlentscheidungen junger Frauen: Dieser Abschnitt fundiert die Arbeit theoretisch durch die Sozial-kognitive Laufbahntheorie (SCCT) von Lent et al. sowie Gottfredsons Theorie der Entwicklung beruflicher Aspirationen.
4. Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Studie erläutert, welche auf leitfadengestützten Interviews mit neun Informatikstudentinnen bzw. Absolventinnen basiert.
5. Ergebnisse der Studie: Die Ergebnisse zeigen die wesentlichen Faktoren auf, die das Interesse der Frauen an der Informatik speisten, wie frühe Computernutzung, Ermutigung durch das soziale Umfeld und positive Vorbilder.
6. Diskussion: Die Befunde werden kritisch auf Basis der theoretischen Modelle diskutiert, wobei besonders die interdependente Rolle von Selbstwirksamkeit, Zielen und Umweltfaktoren beleuchtet wird.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bekräftigt die Bedeutung unterstützender Rahmenbedingungen und gibt Empfehlungen zur Stärkung des Informatikinteresses junger Frauen.
8. Literatur: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen der Arbeit.
Informatikstudium, junge Frauen, Studienwahlentscheidung, Geschlechterstereotypen, Sozial-kognitive Laufbahntheorie, SCCT, Berufswahl, MINT, Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit, IT-Berufe, familiäre Sozialisation, qualitative Forschung, Informatikförderung, Gendersensible Bildung
Die Arbeit untersucht die persönlichen und umweltbedingten Faktoren, die junge Frauen dazu bewegen, ein Informatikstudium aufzunehmen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich diese Entscheidung retrospektiv wahrgenommen durch Schule, Familie und soziales Umfeld formt.
Zentrale Themen sind die geschlechtsspezifische Studienwahl, der Einfluss des sozialen Umfelds, die Bedeutung technischer Vorerfahrungen und die Rolle von Selbstkonzept und Selbstwirksamkeit innerhalb wissenschaftlicher Laufbahntheorien.
Das Ziel ist es, umfassende Einblicke in die Entscheidungsprozesse junger Frauen in der Informatik zu gewinnen, die relevanten Einflussfaktoren zu identifizieren und Empfehlungen zur Beseitigung von Barrieren für künftige Generationen zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus neun leitfadengestützten Interviews mit Informatikstudentinnen und Absolventinnen, die mittels inhaltlich-strukturierender Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (SCCT und Gottfredsons Theorie), die Vorstellung der empirischen Methode sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der Ergebnisse, die sowohl persönliche Faktoren als auch Einflüsse aus Schule und familiärem Umfeld abdecken.
Kernbegriffe sind Informatikstudium, Frauen in der Informatik, Studienwahlentscheidung, Sozial-kognitive Laufbahntheorie, MINT-Fächer, Selbstwirksamkeit und Gendersensible Berufsorientierung.
Die Familie fungiert maßgeblich als Zugangsquelle zu IT-Ressourcen (Computer im Haushalt) und als emotionale Stütze. Die Offenheit der Eltern gegenüber geschlechtsuntypischer Berufs- und Studienwahl wurde von den Befragten als stark förderlicher Faktor hervorgehoben.
Ja, der Unterricht bzw. die Lehrkraft nimmt eine Schlüsselrolle ein. Praxisorientierter Unterricht und eine ermutigende Haltung der Lehrkraft steigern das Interesse und das Selbstvertrauen der Mädchen, wohingegen ein langweiliger oder oberflächlicher Unterricht keinen positiven Effekt verzeichnete.
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