Bachelorarbeit, 2022
37 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Die Herausforderungen des demographischen Wandels
1.1 Die Gesellschaft im Wandel
1.2 Forschungsziel und Aufbau der Arbeit
1.3 Forschungsstand
2 Demographische Veränderungen in Deutschland
2.1 Bevölkerungsentwicklung
2.2 Bevölkerungsstruktur
2.3 Demographischer Übergang
2.4 Demographischer Wandel
2.5 Sozialer Wandel
2.6 Neue Familienstrukturen
3 Der Wohnungsmarkt in Deutschland
3.1 Die Nachfrage des Wohnraums
3.2 Wohnraummangel bei jungen Menschen
3.3 Der studentische Wohnungsmarkt
4 Wohnen im Alter
4.1 Wohnbedürfnisse
4.2 Singularität im Alter
4.3 Vereinsamung im Alter
5 Gemeinschaftliches Wohnen
5.1 Gemeinschaftliche Wohnformen
5.2 Das Mehrgenerationenwohnen
6 Qualitative Erhebung
6.1 Methodik
7 Konklusion
Anhang
Anhang 1: Leitfaden zum narrativen Interview
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels in Deutschland auf die Wohnsituation verschiedener Generationen. Ziel ist es, unter Anwendung einer qualitativen Erhebungsmethode zu analysieren, inwiefern gemeinschaftliche Wohnprojekte, insbesondere das Mehrgenerationenwohnen, einen Lösungsansatz zur Steigerung der Lebensqualität und zur Bewältigung sozialer Herausforderungen wie Vereinsamung darstellen können.
4.1 Wohnbedürfnisse
Die Herausforderungen für Menschen im hohen Alter stehen mit verschiedenen Bedürfnissen im Widerspruch. Häufig gibt es Unterschiede zwischen den persönlichen Bedürfnissen und den vorhandenen Ressourcen. Die Maslow'sche Bedürfnisspyramide (Abbildung 7) wird in diesem Fall zur Ableitung von Bedürfnissen älterer Menschen herangezogen. An unterster Stelle stehen die physiologischen Bedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlafen. Diesen kann in der Regel auch im hohen Alter noch nachgegangen werden. Nur in wenigen Fällen, etwa aufgrund von schweren Erkrankungen, können diese Grundbedürfnisse nicht selbstständig erfüllt werden (BLONSKI, 2009: 35).
Als zweites folgen die Sicherheitsbedürfnisse, womit materielle Sicherheiten, wie der Arbeitsplatz und das Wohnen, gemeint sind. Daneben ist auch die eigene körperliche Unversehrtheit ein Sicherheitsbedürfnis. Auf dieser Stufe können oft die Bedürfnisse nicht mehr erfüllt werden, da ältere Menschen biologisch bedingt anfälliger für Erkrankungen sind. Auch die körperliche Beeinträchtigung stellt einen Mangel dar, welcher aufgrund des Alterungsprozesses jedem Menschen widerfährt. In der dritten Stufe stehen die sozialen Bedürfnisse wie Freundschaften, Partnerschaften und gesellschaftliche Interaktionen. Älteren Menschen drohen zu vereinsamen, da der regelmäßige Kontakt zu anderen Menschen fehlt. So berichtet auch das Bundesministerium, dass sich laut einer Umfrage mehr als ein Fünftel der Senioren häufig einsam fühlen (BMFSFJ, 2022b). Bedürfnisse wie Anerkennung oder Geltung fasst Maslow unter den sogenannten Ich-Bedürfnissen zusammen. Der Wunsch des Menschen nach Achtung vor sich selbst aber auch von anderen ist hiermit gemeint (SCHEICHENBERGER und SCHARB, 2018: 75). Die Ich-Bedürfnisse können in einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt besser verwirklicht werden als beispielsweise in einer Pflegeeinrichtung, da hier immer noch ein hoher Grad an Selbstbestimmung vorhanden ist.
1 Die Herausforderungen des demographischen Wandels: Einführung in die Problematik der demographischen Transformation und Darlegung der Zielsetzung der Forschungsarbeit.
2 Demographische Veränderungen in Deutschland: Analyse der statistischen Entwicklung der Bevölkerungszahl und -struktur sowie Einordnung in Modelle wie den demographischen Übergang.
3 Der Wohnungsmarkt in Deutschland: Betrachtung der aktuellen Wohnraumsituation, der spezifischen Problemlage bei jungen Menschen und des studentischen Wohnmarktes.
4 Wohnen im Alter: Auseinandersetzung mit den spezifischen Bedürfnissen, der Singularisierung und der Problematik der Vereinsamung im Kontext des Älterwerdens.
5 Gemeinschaftliches Wohnen: Beschreibung verschiedener gemeinschaftlicher Wohnformen mit einem besonderen Fokus auf das Konzept des Mehrgenerationenwohnens.
6 Qualitative Erhebung: Beschreibung der gewählten Forschungsmethode, des Leitfadens und der Durchführung der narrativen Interviews zur Untersuchung der Probanden.
7 Konklusion: Synthese der Forschungsergebnisse und Fazit zur Relevanz alternativer Wohnformen als Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen.
Demographischer Wandel, Wohnungsmarkt, Mehrgenerationenwohnen, Bevölkerungsentwicklung, Lebensqualität, Alterung, Vereinsamung, Wohnbedürfnisse, Singularisierung, soziale Wohnformen, qualitative Forschung, narratives Interview, studentisches Wohnen, demographischer Übergang, Wohnraummangel.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem demographischen Wandel in Deutschland und untersucht, inwieweit alternative Wohnformen wie das Mehrgenerationenwohnen hierfür Lösungsansätze bieten.
Die zentralen Themen sind der demographische Wandel, die aktuelle Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt, die speziellen Wohnbedürfnisse älterer Menschen und die Bedeutung des gemeinschaftlichen Wohnens für die Lebensqualität.
Das Ziel ist es, auf Basis einer qualitativen Befragung herauszufinden, wie sich das Leben in einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt auf die Lebenszufriedenheit der Bewohner auswirkt.
Als Methode wurde eine qualitative Erhebung in Form von narrativen Interviews gewählt und mittels Inhaltsanalyse durch MAXQDA ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische fundierte Analyse demographischer Prozesse, die Untersuchung der angespannten Wohnsituation in Deutschland und eine detaillierte Betrachtung des Wohnens im Alter sowie gemeinschaftlicher Wohnkonzepte.
Wichtige Begriffe sind insbesondere demographischer Wandel, Mehrgenerationenwohnen, Lebensqualität, Vereinsamung im Alter und Wohnraumknappheit.
Diese Wohnform wurde gewählt, da sie durch den generationsübergreifenden Austausch aktiv dem Problem der Vereinsamung und den veränderten Wohnbedürfnissen im Alter entgegentreten kann.
Die Interviewtranskripte wurden in MAXQDA kodiert, wobei Aussagen, die die Lebensqualität beeinflussen, farblich hervorgehoben und anschließend in Bezug auf die Forschungsfrage interpretiert wurden.
Sie dient im vierten Kapitel als theoretische Basis, um die Bedürfnisse älterer Menschen zu systematisieren und aufzuzeigen, an welchen Stellen diese in klassischen Wohnsettings oder Pflegeeinrichtungen möglicherweise zu kurz kommen.
Die Studie kommt zu einer positiven Einschätzung, da das Gemeinschaftsgefühl die Lebenszufriedenheit steigern kann, merkt jedoch an, dass die Ergebnisse aufgrund der begrenzten Stichprobe eine allgemeine Aussage nur eingeschränkt zulassen.
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