Bachelorarbeit, 2023
147 Seiten, Note: 1,1
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Borderline-Persönlichkeitsstörung
2.1.1 Definition
2.1.2 Epidemiologie
2.1.3 Diagnostik
2.1.4 Ätiologie
2.2 Substanzkonsumstörung (SUD)
2.2.1 Definition
2.2.2 Epidemiologie
2.2.3 Diagnostik
2.2.4 Ätiologie
2.3 Komorbidität vs. Doppeldiagnose
2.3.1 Definition
2.3.2 Epidemiologie
2.3.3 Diagnostik
2.3.4 Ätiologie
2.4 Die dritte Welle der Verhaltenstherapie
2.4.1 Dual Focus Schema Therapy (DFST)
2.4.2 Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) & Dialektisch-behaviorale Therapie-Sucht (DBT-S)
2.4.3 Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)
3. Fragestellung
4. Methoden
4.1 Systemische Literaturrecherche
4.1.1 Formulierung der Forschungsfrage
4.1.2 Selektionskriterien: Festgelegte Ein- und Ausschlusskriterien
4.1.3 Suchbegriffe
4.1.4 Elektronische Datenbankrecherche
4.1.5 Handsuche
4.1.6 Literaturauswahl
5. Ergebnisse
5.1 Ergebnisse Teil 1: Methodik der eingeschlossenen Studien
5.1.1 Resultate der systematischen Literaturrecherche
5.1.2 Zentrale Charakteristiken der eingeschlossenen Studien
5.2 Ergebnisse Teil 2: Wirksamkeitsnachweise der eingeschlossenen Studien
5.2.1 Effekte der Dritten-Welle-Verfahren auf den Substanzkonsum
5.2.2 Effekte der Dritten-Welle-Verfahren auf die BPS-Symptomatik
5.2.3 Weitere Effekte der dritte-Welle-Verfahren
6. Diskussion
6.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
6.2 Interpretation der Ergebnisse vor dem Hintergrund der bisherigen Forschungsstandes und Beantwortung der Forschungsfrage
6.3 Methodische Komponente
6.3.1 Limitationen der systematischen Übersichtsarbeit
6.3.2 Limitationen der Studien
6.3.3 Empfehlungen zur Minimierung der Limitationen und Vorschläge für weiterführende Forschung
7. Schlussfolgerung
Die vorliegende Bachelorarbeit hat zum Ziel, die Wirksamkeit verhaltenstherapeutischer Verfahren der dritten Welle (third-wave interventions) bei einer komorbiden Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und Substanzkonsumstörung (SUD) durch eine systematische Literaturrecherche zu untersuchen.
Die dritte Welle der Verhaltenstherapie
Die Historie der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) gliedert sich in drei Phasen (Tab.3): eine anfängliche behaviorale Phase, die auf lerntheoretischen Grundlagen beruht und auf eine Verhaltensänderung der Menschen abzielt, eine folgende kognitiv-behaviorale Phase, welche bestehende Ansätze um kognitive Prozesse erweitert und zuletzt die sogenannte dritte Welle der Verhaltenstherapie, welche in den folgenden Abschnitten genauer betrachtet wird und ein wesentlicher Kernpunkt dieser Arbeit ist.
Die Therapien der dritten Welle zielen darauf ab, die Grenzen früherer Therapien zu überwinden und neuere Techniken wie Achtsamkeit und akzeptanzbasierte Strategien zu integrieren und somit eine Erweiterung der bereits angewendeten Ansätze zu ermöglichen (Michalak & Heidenreich, 2014, S. 8). Zu den neueren Therapieansätze der Verhaltenstherapie, zählt man die Achtsamkeitsbasierte-kognitive-Therapie (MBCT; Kabat-Zinn, 2003), Achtsamkeitsbasierte-Stress-Reduktion (MBSR) sowie die für die Fragestellung näher betrachtete Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT; Hayes et al., 2012), dialektische-behaviorale Therapie (DBT; Linehan, 1993) und die Schematherapie (Young et al., 2003).
Viele Therapieverfahren der dritten Welle legen ihren Fokus auf die Regulierung von Emotionen. Darunter versteht man die Art und Weise, wie Gefühle wahrgenommen und verarbeitet werden. Besonders hinsichtlich der BPS sind intensive und unangenehme Gefühle problematisch. Ziel dieser Ansätze ist es, solche kritischen Situationen, die starke Emotionen auslösen, frühzeitig zu erkennen und durch eine angepasste Handlung besser mit diesen umzugehen. Neben der Emotionsregulation sind Dritte-Welle-Verfahren durch Konzepte der Achtsamkeit und Akzeptanz gekennzeichnet.
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Untersuchung des gemeinsam auftretenden Krankheitsbildes aus BPS und SUD sowie die Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
Theoretischer Hintergrund: Hier werden die medizinischen Begriffe der Störungsbilder definiert, ihre Epidemiologie und Ätiologie beleuchtet sowie ein Überblick über die relevanten Therapieformen der dritten Welle gegeben.
Fragestellung: Das Kapitel präzisiert die Forschungsfrage zur Effektivität der untersuchten therapeutischen Verfahren auf die BPS-Symptomatik und den Substanzkonsum.
Methoden: Es wird die systematische Literaturrecherche dokumentiert, einschließlich des PICO-Schemas und der Ein- und Ausschlusskriterien für die Studienselektion.
Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Resultate der Literaturrecherche im Hinblick auf methodische Qualität und Wirksamkeitsnachweise der ausgewählten Studien präsentiert.
Diskussion: Hier erfolgt die Interpretation der Ergebnisse vor dem Hintergrund des Forschungsstandes, die kritische Würdigung methodischer Limitationen sowie Empfehlungen für künftige Forschung.
Schlussfolgerung: Das Kapitel bietet eine abschließende Zusammenführung der Erkenntnisse und unterstreicht die Notwendigkeit maßgeschneiderter Behandlungsansätze.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, Substanzkonsumstörung, Doppeldiagnose, dritte Welle der Verhaltenstherapie, DBT, DFST, ACT, Achtsamkeit, Akzeptanz, Emotionsregulation, Literaturrecherche, Wirksamkeit, Psychotherapie, Suchtbehandlung, Evidenz.
Die Arbeit untersucht die Effektivität von verhaltenstherapeutischen Verfahren der „dritten Welle“ bei der Behandlung von Patienten, die gleichzeitig an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und einer Substanzkonsumstörung (SUD) leiden.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der vorliegenden Störungen, die methodische Analyse bestehender Literatur zu dualen Diagnosen sowie die Evaluierung von Therapieformen wie der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT), der schematherapeutischen DFST und der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT).
Die Forschungsfrage ist, wie sich spezifische Therapieansätze der dritten Welle auf den Substanzkonsum sowie die BPS-Symptomatik von Erwachsenen mit einer Doppeldiagnose im Vergleich zum Therapiebeginn auswirken.
Die Autorin führt eine systematische Literaturrecherche (Systematic Review) nach den PRISMA-Kriterien und dem Cochane-Handbuch durch, um evidenzbasierte Aussagen aus vorliegenden klinischen Studien abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Methoden der systematischen Recherche, die Darstellung der Ergebnisse aus zwölf eingeschlossenen Studien sowie deren kritische Diskussion.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Doppeldiagnose, Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), Substanzkonsumstörung (SUD), DBT, DFST, ACT, Achtsamkeit und Evidenzbasierte Psychotherapie charakterisiert.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Begriffe in der Fachliteratur teils unterschiedlich verwendet werden; für die Untersuchung der komplexen BPS-SUD-Symptomatik ist die Trennung und Integration dieser Behandlungsbedarfe entscheidend für den therapeutischen Erfolg.
Die DBT-S wird als ein besonders gut untersuchter Ansatz hervorgehoben, der speziell darauf optimiert wurde, die Suchtproblematik zeitgleich zur instabilen BPS-Persönlichkeitsstruktur anzugehen.
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