Diplomarbeit, 2010
124 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Theoretischer Teil zur betrieblicher Altersversorgung
2.1 Aktuelle Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingung
2.1.1 Einfluss des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz auf die betriebliche Altersversorgung
2.1.2 Auswirkung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf die betriebliche Altersversorgung
2.2 Die verschiedenen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung
2.2.1 Direktzusage
2.2.1.1 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitgebers
2.2.1.2 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitnehmers
2.2.1.3 Sonderzusagen an GmbH-Geschäftsführer
2.2.2 Direktversicherung
2.2.2.1 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitgebers
2.2.2.2 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitnehmers
2.2.3 Pensionsfonds
2.2.3.1 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitgebers
2.2.3.2 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitnehmers
2.2.4 Pensionskasse
2.2.4.1 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitgebers
2.2.4.2 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitnehmers
2.2.5 Unterstützungskasse
2.2.5.1 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitgebers
2.2.5.2 Arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen seitens des Arbeitnehmers
2.3 Auswirkungen der betrieblichen Altersversorgung auf den Konzern- und Jahresabschluss
2.3.1 Ansatz und Bewertung von Pensionsrückstellungen
2.3.2 Liquiditätsplanung und Bilanzmanagement
2.4 Finanzierung und Insolvenzsicherung
2.4.1 Finanzierungsformen
2.4.2 Insolvenzsicherung
2.5 Flexibilität und Anpassung der betrieblichen Altersversorgung
2.5.1 Unverfallbarkeit
2.5.2 Arbeitgeberwechsel und vorzeitige Altersleistung
2.5.3 Anpassung der laufenden Leistungen
3 Empirische Analyse zur betrieblichen Altersversorgung
3.1 Zielsetzung sowie Vorbereitung der Empirie
3.1.1 Zielgruppendefinition
3.1.1.1 Merkmalskriterien der befragten Unternehmen
3.1.1.2 Regionale Abgrenzung des Einzugsgebietes
3.1.2 Studienfragebogen
3.1.3 Durchführung der Studie
3.1.4 Teilnehmerquote
3.2 Analyseergebnisse der Anwenderunternehmen
3.2.1 Ergebnisanalyse aller teilnehmenden Anwenderunternehmen
3.2.2 Ergebnisanalyse nach Größenklassen
3.2.3 Ergebnisanalyse nach regionaler Abgrenzung
3.2.4 Zusammenfassung
3.3 Analyseergebnisse der Produktanbieterunternehmen
3.3.1 Ergebnisanalyse aller teilnehmenden Produktanbieterunternehmen
3.3.2 Zusammenfassung
3.4 Analyseergebnisse der Beratungsunternehmen
3.4.1 Ergebnisanalyse aller teilnehmenden Beratungsunternehmen
3.4.2 Zusammenfassung
4 Fazit
4.1 Zusammenfassung empirische Analyse
4.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Verbreitung und Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) in großen norddeutschen Unternehmen, analysiert die Informationsbedürfnisse der Praxis und identifiziert Optimierungspotenziale bei Informationsveranstaltungen sowie die Auswirkung rechtlicher Rahmenbedingungen.
1.1 Problemstellung
Unter Beachtung des demographischen Wandels sowie der aktuellen Situation des deutschen Alterssicherungssystems wird die betriebliche Altersversorgung (bAV) eine wesentliche Rolle bei der Ergänzung der Leistungsversorgungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) spielen und somit zur Aufrechterhaltung des Lebensstandards im Alter einen erheblichen Beitrag leisten können. Die Gewährleistung der langfristigen Finanzierung der sozialstaatlichen Sicherungssysteme als Zielsetzung der Bundesregierung erfordert eine höhere Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge. Das Grundproblem, dass die Beiträge der heutigen Beitragszahler die Renten der jetzigen, nicht der zukünftigen Rentenbezieher finanzieren, ist dem Gesetzgeber bekannt und mit neuen Rechten und Förderungsmaßnahmen, basierend auf den letzten Rentenreformen, wurde diesbezüglich eine Neuausrichtung eingeleitet.
Die hieraus resultierenden Chancen und Stärken, Besonderheiten sowie individuellen Förderungen sind oftmals auf Grund der hohen Komplexität für Arbeitgeber sowie für Arbeitnehmer schwer zugänglich und gelangen daher nur langsam in das Bewusstsein und Interesse der Öffentlichkeit. Die erforderliche individuelle Ausgestaltung und Beratung hinsichtlich der vielfältigen Gestaltungsansätze ist von enormer Bedeutung. Oftmals existieren in der Praxis keine unternehmenseigenen Beratungszentren und –fachkräfte, sodass die erforderlichen Informationen im Rahmen von Teilnahmen an Kongressen, Fachtagungen und Informations- sowie Beratungsveranstaltungen den Unternehmen übermittelt werden.
Damit jedes Unternehmen auf eine optimale, auf die speziellen Bedürfnisse ausgerichtete, Informationsbasis zurückgreifen kann und die Teilnahme an einer Informationsrunde den gewünschten Erfolg bewirkt, ist es erforderlich die Informationsbedürfnisse der Praxis zu kennen, die Notwendigkeit dieser Vorsorgemöglichkeit zu verdeutlichen, die Vor- aber auch Nachteile sowie die steuer-, arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen und Anforderungen zu konkretisieren. Nur so lässt es sich ermöglichen das seit Ende 2001 stetige Wachstum des Erwerbs von Anwartschaften zu erhalten bzw. weiter auszubauen.
Die vorliegende Arbeit soll den Gedanken unterstreichen, dass eine betriebliche Altersversorgung zwar kein Muss, aber ein großes Plus ist. Es gilt Informationsdefizite aufzudecken und diese zu beseitigen sowie eine beiderseitig stärkere Interessenbereitschaft hervorzurufen, sodass die zu erwartende Rentenlücke der heutigen Erwerbstätigen durch die mittlere Säule der Alterssicherungsstruktur in Deutschland weitgehend geschlossen werden kann.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage der bAV vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und definiert das Ziel der Arbeit, Informationsdefizite in der Unternehmenspraxis zu identifizieren.
2 Theoretischer Teil zur betrieblicher Altersversorgung: Erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, verschiedene Durchführungswege der bAV sowie deren bilanzielle und finanzielle Auswirkungen auf Unternehmen.
3 Empirische Analyse zur betrieblichen Altersversorgung: Detaillierte Auswertung der erhobenen Daten von Anwender-, Produktanbieter- und Beratungsunternehmen bezüglich ihrer bAV-Nutzung und Informationsbedürfnisse.
4 Fazit: Fasst die Ergebnisse der Studie problemorientiert zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der bAV.
betriebliche Altersversorgung, bAV, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, Direktzusage, Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse, Unterstützungskasse, Insolvenzsicherung, Entgeltumwandlung, Informationsveranstaltungen, Anwenderunternehmen, empirische Analyse, Rentenlücke
Die Arbeit analysiert die betriebliche Altersversorgung (bAV) in großen norddeutschen Unternehmen, wobei der Fokus sowohl auf der theoretischen Darstellung der verschiedenen Durchführungswege als auch auf einer empirischen Untersuchung zum Informations- und Beratungsbedarf der Unternehmen liegt.
Die zentralen Themen umfassen die arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Aspekte der fünf Durchführungswege der bAV, deren bilanzielle Auswirkungen sowie das Entscheidungsverhalten von Unternehmen bei der Wahl und Teilnahme an Informationsveranstaltungen.
Das Ziel ist es, Informationsdefizite in der Unternehmenspraxis aufzudecken und ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit sowie die Vor- und Nachteile der bAV-Gestaltung zu schaffen, um so das Wachstum bei der betrieblichen Altersvorsorge zu unterstützen.
Der Autor führt eine empirische Analyse mittels quantitativer Befragungen durch, an denen Anwenderunternehmen sowie Produktanbieter- und Beratungsunternehmen teilgenommen haben.
Der theoretische Teil erläutert die rechtlichen Grundlagen (u.a. BilMoG, AGG), die Funktionsweise der Durchführungswege (Direktzusage, Direktversicherung, Pensionskasse, Unterstützungskasse, Pensionsfonds) sowie deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss und die Insolvenzsicherung.
Zu den prägenden Begriffen gehören betriebliche Altersversorgung (bAV), Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), Durchführungswege der bAV, Entgeltumwandlung sowie die empirische Analyse von Informationsbedürfnissen in Unternehmen.
Das BilMoG führt zu einer realistischeren, aber auch aufwendigeren Bewertung von Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz durch die Anwendung marktbezogener Abzinsungssätze, was die bilanzielle Belastung für Unternehmen erhöhen kann.
Die Analyse zeigt, dass Beratungsunternehmen eine deutlich höhere Zahlungsbereitschaft für professionelle Informationsveranstaltungen aufweisen als Anwenderunternehmen, was durch deren wirtschaftliches Interesse an der Kundenakquise begründet ist.
Die Studie konzentriert sich primär auf norddeutsche Großunternehmen und vergleicht verschiedene Postleitzahlregionen, um regionale Unterschiede in der Inanspruchnahme der bAV und der Informationsbereitschaft der Unternehmen aufzuzeigen.
Für Produktanbieter und Berater dienen diese Veranstaltungen als essenzielle Plattform für das Networking, die Präsentation ihrer Dienstleistungen und die direkte Kontaktpflege zu potenziellen Anwenderunternehmen zur Förderung von Neuvertragsabschlüssen.
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