Bachelorarbeit, 2022
28 Seiten, Note: 14 Punkte
A. Einführung
B. Hauptteil
I. Kryptowährung als Wirtschaftsgut i.S. von §23 I 1 Nr. 2 1 EstG
1. Sachen und Rechte
a. Sachen
b. Rechte
aa. Currency Token
bb. Security Token; Utility Token
c. Analog, §90 BGB, §§ 414, 398 S. 1 BGB
2. Konkrete Möglichkeiten und tatsächliche Zustände
3. Vermögenswerter Vorteil
4. Selbstständige Bewertbarkeit
5. Längerfristig nutzbar
II. Zwischenergebnis
III. Keine Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs
C. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die steuerrechtliche Einordnung von Kryptowährungen als Wirtschaftsgut im Sinne des § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG. Das Hauptziel besteht darin, zu klären, ob Krypto-Token – insbesondere Currency Token wie Bitcoin – unter die gesetzliche Definition des Wirtschaftsguts subsumiert werden können und welche Konsequenzen sich daraus für die Besteuerung von Veräußerungsgewinnen innerhalb der Spekulationsfrist ergeben.
I. Kryptowährung als Wirtschaftsgut iSv §23 I 1 Nr. 2 1 EStG
Fraglich ist, ob eine Kryptowährung ein Wirtschaftsgut iSv §23 I 1 Nr. 2 1 EstG darstellt.
Grundsätzlich ist der Begriff des Wirtschaftsguts weit zu fassen und auf der Grundlage einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise auszulegen. Unter einem Wirtschaftsgut versteht man Sachen und Rechte sowie konkrete Möglichkeiten als auch tatsächliche Zustände, die einen Vermögenswerten Vorteil des privaten Vermögens darstellen, welcher selbstständig bewertbar ist; desweiteren muss das vermeintliche Wirtschaftsgut längerfristig nutzbar sein und keinen Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs darstellen.
Anschließend findet im Folgenden eine ausführliche Subsumtion der Kryptowährung unter der Definition des Wirtschaftsgut iSd §23 I 1 Nr. 2 1 EStG statt.
A. Einführung: Das Kapitel definiert den Gegenstand der Untersuchung, insbesondere die Abgrenzung verschiedener Krypto-Token-Typen und die Relevanz des Bitcoins als prominentes Beispiel.
B. Hauptteil: Dieser Teil führt eine detaillierte Prüfung der Tatbestandsmerkmale eines Wirtschaftsguts durch, unterteilt in die Analyse von Sachen, Rechten, konkreten Möglichkeiten und der längerfristigen Nutzbarkeit.
C. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die Einordnung von Currency Token als Wirtschaftsgut bejaht und die Bedeutung der aktuellen Rechtsprechung sowie Verwaltungspraxis hervorgehoben wird.
Kryptowährungen, Bitcoin, Wirtschaftsgut, EStG, Spekulationsfrist, Steuerrecht, Currency Token, Blockchain, Vermögenswerter Vorteil, Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs, Finanzgericht, Veräußerungsgewinn, Private Veräußerungsgeschäfte, Rechtsnatur, Tokenisierung
Die Publikation analysiert die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen, spezifisch die Frage, ob diese als privates Wirtschaftsgut gemäß § 23 EStG einzustufen sind.
Zentrale Schwerpunkte bilden die zivilrechtliche Einordnung von digital dargestellten Werteinheiten sowie die tatbestandsmäßige Prüfung der Eigenschaften eines Wirtschaftsguts im Steuerrecht.
Ziel ist die Klärung, ob bei der Veräußerung von Currency Token (insbesondere Bitcoin) innerhalb der einjährigen Haltefrist eine Steuerpflicht nach § 23 EStG besteht.
Der Autor nutzt die klassische juristische Subsumtion unter Berücksichtigung von Gesetzestexten, aktueller finanzgerichtlicher Rechtsprechung und Verwaltungsschreiben.
Der Hauptteil gliedert sich in die schrittweise Prüfung der Tatbestandsmerkmale Sachen, Rechte, Vermögensvorteile, Bewertbarkeit und Nutzbarkeit sowie eine Analyse der Ausnahme für Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs.
Wesentliche Begriffe sind Kryptowährung, Wirtschaftsgut, § 23 EStG, Currency Token, Blockchain und die steuerliche Einordnung beim privaten Handel.
Diese Unterscheidung ist relevant, da nur bei bestimmten Token-Typen die bloße Existenz eines Emittenten die rechtliche Einordnung, etwa als Forderungsrecht, maßgeblich beeinflusst.
Die 51%-Attacke wird als theoretisches Risiko diskutiert, um die technische Stabilität und damit die Eigenschaft der „längerfristigen Nutzbarkeit“ von Kryptowährungen wie dem Bitcoin zu bewerten.
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