Bachelorarbeit, 2023
73 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
2. Was ist Beratung?
3. Abgrenzung Therapie und Beratung
4. Einführendes zu Menschenbildern
4.1. Das Humanistische Menschenbild
4.2. Systemisches Menschenbild
4.3. Fazit zu Menschenbildern
5. Der Systemische Ansatz
5.1. Von der Systemtheorie zu praktischen Systemischen Ansätzen
5.2. Grundhaltung in der Systemischen Beratung
5.2.1. Neutralität
5.2.2. Allparteilichkeit
5.2.3. Respekt gegenüber Personen / Respektlosigkeit gegenüber Ideen
5.2.4. Wertschätzung
5.2.5. Transparenz und Offenheit
5.2.6. Respektvolle Neugierde
5.2.7. Ressourcen-, Kompetenz- und Lösungsfokus
5.2.8. Konstruktivistische Grundannahme
5.2.9. Kontext-Abhängigkeit, Zirkularität und Wechselwirkungen
5.3. Methoden der Systemischen Beratung
5.3.1. Würdigung und Bestätigung
5.3.2. Komplimente
5.3.3. Vereinbarungen
5.3.4. Reflektierendes Zuhören
5.3.5. Zusammenfassen
5.3.6. Genogramme
5.3.7. Soziogramme
5.3.8. Reflecting Team
5.3.9. Reframing
5.4. Fragetechniken in der Systemischen Beratung
5.4.1. Offene Fragen
5.4.2. Zielfragen
5.4.3. Fragen nach Ausnahmen
5.4.4. Skalierungsfragen
5.4.5. Wunderfrage
5.4.6. Bewältigungsfragen
5.4.7. Zirkuläre Fragen
5.4.8. Hypothetische Fragen
5.5. Phasen in der Systemischen Beratung
5.6. Zusammenfassung des Systemischen Ansatzes
6. Der Personzentrierte Ansatz
6.1. Ursprung des Personzentrierten Ansatzes
6.2. Haltung in der Personzentrierten Beratung
6.2.1. Kongruenz oder Echtheit
6.2.2. Empathie – Einfühlendes Verstehen
6.2.3. Wertschätzung oder positive Zuwendung
6.2.4. Das bedingungsfreie Akzeptieren – bedingungslose positive Zuwendung
6.2.5. Die Wahrnehmungswelt des Klienten
6.2.6. Nicht-Direktivität
6.3. Methoden und Techniken in der Personzentrierten Beratung
6.3.1. Positive Zuwendung oder Wertschätzung
6.3.2. Empathie
6.3.3. Kongruenz
6.3.4. Spiegeln von Gefühlen
6.3.5. Einfühlendes Verstehen
6.3.6. Aktives Zuhören
6.3.7. Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte
6.4. Phasen von Personzentrierten Beratungsgesprächen
6.5. Zusammenfassung des Personzentrierten Ansatzes
7. Vergleich des Systemischen und Personzentrierten Ansatzes
7.1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Menschenbilder
7.1.1.Gemeinsamkeiten der Menschenbilder
7.1.2. Unterschiede der Menschenbilder
7.1.3. Zwischenfazit zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Menschenbilder
7.2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Grundhaltung
7.2.1. Gemeinsamkeiten in der Grundhaltung
7.2.2. Unterschiede in der Grundhaltung
7.2.3. Zwischenfazit zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Haltung
7.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Methoden
7.3.1. Gemeinsamkeiten in den Methoden
7.3.2. Unterschiede in den Methoden
7.3.3. Zwischenfazit zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Methoden
7.4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Beratungsphasen
7.4.1. Gemeinsamkeiten in den Beratungsphasen
7.4.2. Unterschiede in den Beratungsphasen
7.4.3. Fazit zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Beratungsphasen
8. Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob sich der systemische und der personzentrierte Beratungsansatz in der Praxis ausschließen oder ob sie eine sinnvolle, ganzheitliche Kombination bilden können.
4.1. Das Humanistische Menschenbild
Die GründerInnen der Humanistischen Psychologie (Charlotte Bühler, Abraham Maslow und Carl Rogers) entwarfen Anfang der 1960er-Jahre ein Humanistisches Menschenbild. Dieses sollte einen Gegenentwurf zum pessimistischen Menschenbild der Psychoanalyse Freuds darstellen. Im pessimistischen Menschenbild wird der Mensch als egozentrisches, trieb- und lustorientiertes Wesen beschrieben. Zudem wollte man sich ebenfalls von dem mechanischen Menschenbild des Behaviorismus abgrenzen, wo der Mensch sich durch seine Umwelt stark eingeschränkt sieht und keinen Freiheitanspruch hat. (Korf, Socialnet. 2022)
Das Humanistische Menschenbild sieht den Menschen als beziehungsorientiertes, freiheits- und entscheidungsfähiges, verantwortungsvolles, bildsames und nach persönlicher Entfaltung strebendes Wesen. Nach Tim-Nicolas Korf (Socialnet. 2022) sollte das Humanistische Menschenbild allerdings als Meta-Menschenbild verstanden werden. In der Psychotherapie, der Sozialen Arbeit und auch in der Heilpädagogik gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, welche sich mit dem Humanistischen Menschenbild identifizieren. Es lässt sich also nicht nur auf die Humanistische Psychologie einschränken, sondern mit ihm verbinden sich auch die
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob der systemische und der personzentrierte Ansatz eher gegensätzlich oder komplementär zu betrachten sind.
2. Was ist Beratung?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Definitionen von Beratung und fasst die zentralen Aufgabengebiete und Qualitätsmerkmale einer professionellen Beratung zusammen.
3. Abgrenzung Therapie und Beratung: Hier werden die feinen Unterschiede zwischen therapeutischen Interventionen und beratendem Handeln anhand von Kriterien wie Anlass, Ziel und Fokus verdeutlicht.
4. Einführendes zu Menschenbildern: Das Kapitel führt in das Konzept der Menschenbilder ein und erörtert, warum diese das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit maßgeblich beeinflussen.
5. Der Systemische Ansatz: Der Ursprung, die Grundhaltungen, Methoden und Phasen der systemischen Beratung werden erläutert, wobei ein Fokus auf der systemtheoretischen Basis liegt.
6. Der Personzentrierte Ansatz: Dieses Kapitel stellt das von Carl Rogers entwickelte humanistische Verfahren dar, inklusive seiner zentralen Haltungen und der Methodik der Gesprächsführung.
7. Vergleich des Systemischen und Personzentrierten Ansatzes: Dies ist der Kernteil der Arbeit, in dem beide Ansätze auf vier Ebenen kritisch miteinander verglichen und auf Synergiepotenziale hin geprüft werden.
8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei das Potenzial einer Kombination beider Ansätze für die Soziale Arbeit betont wird.
Systemischer Ansatz, Personzentrierter Ansatz, Beratung, Soziale Arbeit, Menschenbild, Kongruenz, Empathie, Grundhaltung, Methodenvielfalt, Beratungsprozess, Konstruktivismus, Problemlösung, Selbstexploration, Interaktion, Ressourcenfokus.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Systemischer und Personzentrierter Beratung, um herauszufinden, ob diese Ansätze vereinbar sind oder sich gegenseitig ausschließen.
Die Arbeit fokussiert auf vier Hauptebenen: Menschenbilder, professionelle Grundhaltung, angewandte Methoden und die Struktur der Beratungsphasen.
Die Forschungsfrage lautet, ob man die beiden etablierten Ansätze (Systemisch und Personzentriert) miteinander kombinieren kann, um einen flexibleren und individuelleren Beratungsansatz für die Soziale Arbeit zu schaffen.
Der Autor führt eine qualitative Literaturanalyse durch, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede fundiert herauszuarbeiten und die Ansätze im Vergleich auf ihre Praxistauglichkeit hin zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen, den spezifischen Haltungen und Methoden beider Ansätze sowie einen anschließenden komparativen Vergleich.
Wichtige Begriffe sind systemische Grundhaltung, personzentrierte Echtheit, Interaktion, konstruktivistische Wirklichkeitskonstruktion, Selbstexploration und ressourcenorientiertes Handeln.
Während der Personzentrierte Ansatz auf einem expliziten, humanistischen Menschenbild basiert, ist beim Systemischen Ansatz kein einheitliches Menschenbild vorhanden, weshalb der Autor für die Konsistenz der Arbeit ein eigenes systemisches Menschenbild ableitet.
Es zeigt sich, dass der Personzentrierte Ansatz eher als eine Haltung verstanden wird, die methodisch durch einfühlsames Zuhören geprägt ist, während der Systemische Ansatz eine breite Palette an spezifischen Techniken wie Genogramme, Reflecting Teams oder zirkuläre Fragen bietet.
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