Bachelorarbeit, 2024
67 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz der Forschung
1.2 Forschungsfragen und Forschungsziel
1.3 Aufbau und Gliederung der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlagen Künstliche Intelligenz
2.1.1 Definition und Abgrenzung
2.1.2 Leistungsmerkmale und Funktionen
2.1.3 Aktueller Forschungs- und Entwicklungsstand
2.1.4 Herausforderungen im Gesundheitswesen
2.2 Grundlagen (Technik-)Akzeptanz
2.2.1 Definition
2.2.2 TAM und UTAUT
2.2.3 Akzeptanz von künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen
2.3 Grundlagen Kontrollüberzeugung
2.3.1 Definition
2.3.2 Kontrollüberzeugung im Kontext der Technikakzeptanz
2.4 Zwischenfazit und Herleitung der Hypothesen
3. Methodik
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Stichprobe
3.3 Forschungsdesign
3.4 Erhebungsinstrumente
3.5 Datenauswertung
4. Ergebnisse
4.1 Datenscreening und Beschreibung der Rohdaten
4.2 Deskriptive Datenanalyse
4.3 Multiple Regressionsanalysen
4.3.1 Überprüfung der Voraussetzungen
4.3.2 Durchführung der multiplen Regressionsanalysen
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Reflexion der Vorgehensweise
5.3 Limitationen
5.4 Handlungsempfehlungen
6. Ausblick und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Kontrollüberzeugung bei der Akzeptanz von künstlicher Intelligenz durch medizinisches Fachpersonal im Gesundheitswesen. Ziel ist es, die Bedeutung internaler und externaler Kontrollüberzeugungen sowie demografischer Faktoren zu erforschen, um bestehende Technikakzeptanzmodelle zu erweitern und Praxisempfehlungen zur Förderung der Akzeptanz abzuleiten.
2.3.1 Definition
Der Begriff Kontrollüberzeugung (engl. locus of control) wurde von Rotter (1966) geprägt (Westermayer, 2017, S. 22). Die Kontrollüberzeugung bezieht sich auf die subjektive Einschätzung einer Person darüber, in welchem Ausmaß Ereignisse durch ihr eigenes Handeln beeinflusst oder durch äußere Umstände bestimmt sind. Bei dem Konzept geht es jedoch nicht um die tatsächliche Kontrolle, die eine Person besitzt, sondern um die subjektive Wahrnehmung der eigenen Kontrolle (Rehn, 2019, S. 66). Zusätzlich ist zu betonen, dass Kontrollüberzeugung nicht als ein statisches Persönlichkeitsmerkmal gesehen werden kann, sondern als eine teilweise situationsabhängige Variable (Rehn, 2019, S. 65-68). Die Untergliederung der Kontrollüberzeugung erfolgt in zwei Bereiche: in internale Kontrollüberzeugung und externale Kontrollüberzeugung, die nachfolgend erläutert werden (Westermayer, 2017, S. 22).
Unter internaler Kontrollüberzeugung wird verstanden, dass Personen davon ausgehen, dass das Eintreten von Ereignissen in ihrem Leben in ihrer eigenen Verantwortung liegt und von ihnen selbst kontrolliert und gesteuert werden kann (Rehn, 2019, S. 66; Westermayer, 2017, S. 22). Eine ausgeprägte internale Kontrollüberzeugung wird mit positiven Persönlichkeitseigenschaften wie einem hohen positiven Selbstwertgefühl und/oder einer höheren Lebenszufriedenheit in Verbindung gebracht (Raab et al., 2022, S. 349).
Unter externale Kontrollüberzeugung wird verstanden, dass Personen davon ausgehen, dass das Eintreten von Ereignissen in ihrem Leben weniger mit ihrem eigenen Verhalten zu tun hat, sondern von äußeren Faktoren gesteuert und kontrolliert wird, z. B. durch andere Personen, Glück, Zufall, Schicksal oder eine Übermacht (Baltes & Freyth, 2017, S. 222; Rehn, 2019, S. 66; Westermayer, 2017, S. 2). Eine ausgeprägte externale Kontrollüberzeugung wird mit negativen Persönlichkeitseigenschaften wie z. B. allgemeiner Ängstlichkeit in Verbindung gebracht (Raab et al., 2022, S. 349).
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der KI-Integration im Gesundheitswesen dar, identifiziert Forschungslücken hinsichtlich psychologischer Akzeptanzfaktoren und formuliert die Forschungsfragen.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Basiskonzepte von KI, etablierte Technikakzeptanzmodelle (TAM, UTAUT) und das psychologische Konstrukt der Kontrollüberzeugung detailliert erläutert.
3. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Studie, einschließlich des online-Querschnittdesigns, der Datenerhebung über Survio und der verwendeten Messinstrumente.
4. Ergebnisse: Hier werden das Datenscreening, die deskriptiven Analysen und die inferenzstatistische Überprüfung der Hypothesen mittels Multipler Regressionsanalysen präsentiert.
5. Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Forschungskontext, reflektiert die Vorgehensweise, benennt Limitationen und leitet Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.
6. Ausblick und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Technologieakzeptanz, Künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen, Kontrollüberzeugung, medizinisches Fachpersonal, Alter, Bildungsabschluss, Digitale Technologieakzeptanzskala, Regressionsanalyse, Implementation, Nutzerführung, Patientenversorgung, Arbeitspsychologie, psychologische Faktoren, Innovation
Die Arbeit untersucht, welche psychologischen Faktoren, speziell die Kontrollüberzeugung, die Akzeptanz von künstlicher Intelligenz bei medizinischem Fachpersonal im Gesundheitswesen beeinflussen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Anwendung von KI im medizinischen Bereich, klassische Modelle der Technikakzeptanz sowie die Einflüsse von internaler und externaler Kontrollüberzeugung.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie Kontrollüberzeugungen und demografische Variablen zur KI-Akzeptanz beitragen, um bestehende Modelle zu erweitern und effektive Implementierungsstrategien zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt ein quantitatives Untersuchungsdesign, basierend auf einer online-Querschnittsbefragung, deren Daten mittels Multipler Regressionsanalysen in der Software JASP statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der methodischen Durchführung, die Darstellung der Ergebnisse (deskriptiv und inferenzstatistisch) sowie die Diskussion der Implikationen.
Technologieakzeptanz, Künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen, Kontrollüberzeugung, medizinisches Fachpersonal und demografische Einflussfaktoren wie Alter und Bildung.
Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Zusammenhang, bei dem ältere Personen tendenziell eine geringere KI-Akzeptanz aufweisen als jüngere Befragte.
Die Studie identifizierte "Positive KI-Erfahrung" und die Nutzungshäufigkeit als wesentlich stärkere Prädiktoren für die Akzeptanz als die theoretisch angenommenen Kontrollüberzeugungen.
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