Bachelorarbeit, 2024
58 Seiten
1. Einleitung
2. Die Presse zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges – Die Vielfalt der Medien durch Zeitungen und Flugblätter beider Seiten und ihre Art und Weise der Informationsverbreitung
3. Das Hessenbild der „unbesiegbaren Feinde“
3.1. Die „amerikanische Bürgerarmee“ gegen hessische Berufssoldaten – Hintergründe der Armeen
3.2. Die vorherrschende Kampfnorm des Linearkampfes und der „Guerilla Warfare“ – wie der Bruch der Norm die Wende brachte und das Bild der „unbesiegbaren Hessen“ abschwächte
4. Das Hessenbild als „morallose Söldner“
4.1. Die Darstellung, der Nutzen und die Auswirkung des „Söldnerbildes“ der Hessen in patriotischen Zeitungen
4.2. Das Söldnerbild der Hessen aus loyalistischer und britischer Sicht - Welche Auswirkungen es hatte und wie es im Vergleich zu den Briten in loyalistischen Zeitungen dargestellt war
4.3. Desertationen als wichtiger Bestandteil des Söldnerbildes – Wie die Patrioten vorgingen und welche Resultate sie erzielten in Bezug auf die zur damaligen Zeit vorherrschenden Normen
5. Das Hessenbild als „Monster und grausame Plünderer“
5.1. Die Ursachen und Gründe für die Entstehung dieses Hessenbildes durch die patriotische und loyalistische Presse
5.2. Der Nutzen und die Auswirkung des Hessenbildes in den patriotischen Zeitungen – Wie die Hessen als „Monster und Plünderer“ Vorteil aber auch Nachteil waren
5.3. Die Auswirkungen von Plünderungen, ihren Darstellungen und Versorgung auf die Disziplin der Soldaten durch die Medien
6. Die Auswirkungen der Schlachten in Trenton und Saratoga – Der Wandel der Hessenbilder in der Presse mit Bezug auf ihren Nutzen
7. Schluss
Diese Bachelorarbeit untersucht die Darstellung hessischer Soldaten in der Presse während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1776–1783). Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie sich das Bild der „Hessen“ durch mediale Propaganda und den Kriegsverlauf – insbesondere durch die Schlacht von Trenton – wandelte und welchen Einfluss diese Konstruktionen auf den Verlauf des Konfliktes hatten.
3. Das Hessenbild der „unbesiegbaren Feinde“
Die patriotische Presse baute das Bild der „unbesiegbaren Feinde“ vergleichsweise schnell auf, da sie es als „unrecht empfanden“, dass die Briten über die Möglichkeit verfügten Truppen anderer Staaten, welche auf Abruf bereit waren, durch Bezahlung zu „mieten“ und auf diese Weise in kurzer Zeit ein großes Heer aufbauen mit welchem sie schnell in die Geschehnisse des Unabhängigkeitskonfliktes eingreifen konnten. Das Hessenbild der „Unbesiegbaren“ sollte dabei vor allem den Zusammenhalt der Bürger der Kolonien gegen die Krone sowie auch den Widerstandswillen und den damit einhergehenden Radikalisierungsprozess der Unabhängigkeit verstärken. Das sich dieses Hessenbild in den Kolonien überhaupt durchgesetzt und in den Köpfen der Kolonisten gefestigt hatte war deshalb verwunderlich, da die Soldatenvermietung im 18. Jahrhundert vor allem in England als „gängige Praxis“ bekannt war, mit welcher kleinere Staaten Geld verdienen und größere Staaten ihr Heer vergrößern konnten.
1. Einleitung: Stellt die historische Relevanz der amerikanischen Revolution dar und definiert die zentrale Fragestellung sowie die wichtigsten Begriffe wie „Hessen“, „Patrioten“ und „Loyalisten“.
2. Die Presse zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges – Die Vielfalt der Medien durch Zeitungen und Flugblätter beider Seiten und ihre Art und Weise der Informationsverbreitung: Analysiert die Rolle der Medien als Instrument der Propaganda und politischen Einflussnahme unter Berücksichtigung von Neutralität und Wirtschaftlichkeit.
3. Das Hessenbild der „unbesiegbaren Feinde“: Untersucht die Hintergründe der Armeen und wie die Kampftaktik der Lineartaktik den Mythos der Unbesiegbarkeit der Hessen begründete.
4. Das Hessenbild als „morallose Söldner“: Erläutert die mediale Konstruktion der Hessen als Söldner und diskutiert die Desertationsthematik als politisches Mittel der Patrioten.
5. Das Hessenbild als „Monster und grausame Plünderer“: Analysiert die Entstehung von Schreckensbildern durch Plünderungsvorwürfe und deren strategischen Nutzen zur Stärkung der patriotischen Sache.
6. Die Auswirkungen der Schlachten in Trenton und Saratoga – Der Wandel der Hessenbilder in der Presse mit Bezug auf ihren Nutzen: Zeigt den Wandel der Hessenbilder nach den militärischen Schlüsselsiegen der Patrioten und die Abnahme ihrer propagandistischen Wirkung.
7. Schluss: Fasst die zentralen Thesen zusammen und betont die langfristigen Auswirkungen der medialen Hessenbilder auf den Verlauf der amerikanischen Unabhängigkeit.
Amerikanische Revolution, Hessen, Söldner, Patrioten, Loyalisten, Kriegspropaganda, Pressefreiheit, Trenton, Lineartaktik, Plünderungen, Soldatenhandel, Radikalisierung, Militärgeschichte, Zeitungsgeschichte, Desertation.
Die Arbeit analysiert die mediale Berichterstattung über hessische Soldaten während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und untersucht die daraus entstandenen Feindbilder.
Zentrale Themen sind die Rolle von Zeitungen und Flugblättern im 18. Jahrhundert, der Einfluss von Propaganda auf die öffentliche Meinung und der Wandel von Fremdbildern durch militärische Ereignisse.
Es soll geklärt werden, welchen Einfluss die Pressesituation auf die Wahrnehmung hessischer Soldaten hatte und wie diese Bilder instrumentalisiert wurden, um den Prozess der amerikanischen Unabhängigkeit voranzutreiben.
Die Arbeit verfolgt einen systematischen und chronologischen Ansatz, der historische Quellen (Zeitungen, Flugblätter, Briefe) analysiert, um die Entwicklung der Hessenbilder im zeitlichen Kontext nachzuvollziehen.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Bildkonstruktionen der Hessen: als „unbesiegbare Feinde“, „morallose Söldner“ sowie „Monster und grausame Plünderer“ und deren Wandel nach Schlüsselereignissen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Konzepte wie Kriegspropaganda, Söldnerbild, Medienöffentlichkeit und den Verlauf der amerikanischen Unabhängigkeit definiert.
Die Schlacht von Trenton markierte einen Wendepunkt, da der Mythos der „Unbesiegbaren“ zerschlagen wurde und sich das Bild der „Söldner“ wandelte, was den Patrioten psychologischen Aufwind verschaffte.
Plünderungen wurden gezielt genutzt, um die Hessen als „Monster“ darzustellen, wobei man bei der patriotischen Berichterstattung häufig eigene Plünderungen ignorierte oder herunterspielte, um das negative Image des Gegners zu stärken.
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