Bachelorarbeit, 2023
42 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung: Menzel und die Revolution – Befürworter, Gegner oder neutraler Beobachter?
2. Forschungsstand
2.1 Zur Berliner Märzrevolution 1848
2.2 Menzels politische Einstellung und seine Haltung zur Revolution
3. Adolph von Menzel in der Märzrevolution in Berlin
3.1 Leben und Werk Menzels
3.2 Revolutionsverlauf und Rolle des Königs
3.3 Überführung der Revolution in die Verfassungsberatung
4. Quellenanalyse Teil I: „Aufbahrung der Märzgefallenen“
4.1 Entstehung und Überlieferung des Gemäldes
4.2 Bildgattung und Beschreibung des Gemäldes
4.3 Interpretation und Deutung des Gemäldes
5. Quellenanalyse Teil II: Menzels Brief an Carl Heinrich Arnold vom 23. März 1848
5.1 Entstehung und Überlieferung des Briefs und sein Adressat
5.2 Methodik der Briefanalyse
5.3 Analyse des Briefs im Hinblick auf politische Ereignisse
5.4 Analyse des Briefs im Hinblick auf Menzels Haltung zur Revolution
5.5 Bedeutung des Briefs im Kontext der Zeitgeschichte
6. Fazit: Ergriffen, doch nicht euphorisch. Ambivalenz in Bild und Text
Die Arbeit analysiert das Verhältnis des Künstlers Adolph von Menzel zur Berliner Märzrevolution 1848 anhand zweier zentraler Quellen: seines Gemäldes "Die Aufbahrung der Märzgefallenen" sowie seines Revolutionsbriefs vom 23. März 1848. Ziel ist es, Menzels politische Haltung und persönliche Einstellung zu den revolutionären Ereignissen zu ergründen und die Diskrepanz zwischen künstlerischer Darstellung und schriftlichem Zeugnis kritisch zu beleuchten.
Die Aufbahrung der Märzgefallenen
Das Gemälde zeigt die titelgebende Aufbahrung der Särge der Märzgefallenen vor der Neuen Kirche auf dem Gendarmenmarkt in Berlin, der Menzel am Morgen des 21. März beiwohnte. Etwas oberhalb des Zentrums des Bildes fällt der Blick auf die schwarze Masse der Särge, die zu einer Pyramide am Ende des Platzes vor der Front der Neuen Kirche aufgebaut wurden. Diese ragt hinter der Pyramide hervor und ist in dunklen Brauntönen gehalten. Ihre Kolonnade ist mit schwarzen Bändern drapiert und ihre Kuppel wird vom Bildrahmen abgeschnitten. Ihr gegenüber steht der Betrachter etwas erhöht auf den Treppenstufen des Französischen Doms, den Platz und die Menge vor sich leicht überblickend.
Zwischen den im Hintergrund links neben der Kirche abgebildeten Häusern, aus deren Fenstern Schwarz-Rot-Goldene Flaggen wehen, lässt sich eine dunkel gehaltene Menschenmenge erkennen. Vor den Häusern zieht ein Trauerzug von links in das Bild und der Sargpyramide entgegen. Von rechts ragen die Treppen des Königlichen Schauspielhauses in das Gemälde hinein, auf dessen Podesten sich viele Menschen versammelt haben, die ihren Blick auf die Kirche und die Särge richten.
1. Einleitung: Menzel und die Revolution – Befürworter, Gegner oder neutraler Beobachter?: Diese Einführung umreißt den historischen Rahmen des 19. Jahrhunderts und stellt die Forschungsfrage nach Menzels politischer Positionierung anhand von Bild und Brief in den Mittelpunkt.
2. Forschungsstand: Das Kapitel bietet einen Überblick über unterschiedliche wissenschaftliche Einschätzungen zur Berliner Märzrevolution und Menzels politischer Einstellung.
3. Adolph von Menzel in der Märzrevolution in Berlin: Hier werden die biografischen Grundlagen Menzels sowie die politischen Prozesse der Märzrevolution und der späteren Verfassungsberatungen in Berlin dargestellt.
4. Quellenanalyse Teil I: „Aufbahrung der Märzgefallenen“: Der Abschnitt widmet sich der Entstehung, Beschreibung und kunstgeschichtlichen Interpretation von Menzels Gemälde.
5. Quellenanalyse Teil II: Menzels Brief an Carl Heinrich Arnold vom 23. März 1848: Dies ist eine detaillierte historische Briefanalyse, die den persönlichen und politischen Erkenntniswert des Schreibens untersucht.
6. Fazit: Ergriffen, doch nicht euphorisch. Ambivalenz in Bild und Text: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die zentrale Erkenntnis der Ambivalenz in Menzels Werk und Haltung unterstrichen wird.
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Die Arbeit untersucht Adolph von Menzels Verhältnis zur Berliner Märzrevolution 1848 anhand zweier spezifischer Quellen: seines Gemäldes "Die Aufbahrung der Märzgefallenen" und eines persönlichen Briefes vom 23. März 1848.
Neben der politischen Geschichte der Revolution von 1848 sind dies die Kunstgeschichte (speziell Menzel als Realist) sowie die historische Quellenanalyse von Bild- und Textdokumenten.
Ziel ist es zu klären, ob Menzel als Befürworter, Gegner oder neutraler Beobachter der Revolution einzustufen ist und wie sich seine politische Haltung in seinen Werken widerspiegelt.
Die Arbeit nutzt die geschichtswissenschaftliche Quellenanalyse, wobei sie interdisziplinär kunstgeschichtliche Forschungsliteratur einbezieht, um die Quellen in ihren historischen Kontext einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick zur Revolution, eine detaillierte Quellenanalyse des Gemäldes sowie eine methodisch fundierte Briefanalyse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Menzel, Märzrevolution, Aufbahrung der Märzgefallenen, Quellenanalyse, Realismus und politische Haltung.
Diese Figur wird in der Forschung unterschiedlich gedeutet; der Autor diskutiert sie als mögliches Symbol für einen geschlagenen Adel oder als Repräsentanten des Bildungsbürgertums mit ambivalenter Einstellung.
Aufgrund der sichtbaren Skizzen in der linken unteren Ecke gilt das Bild als unvollendet, wobei der Autor argumentiert, dass die Platzierung der Signatur darauf hindeutet, dass es dennoch als abgeschlossen betrachtet werden kann.
Der Brief gilt als ein unmittelbares, authentisches Zeugnis der Erschütterung und der Stimmung in Berlin unmittelbar nach den blutigen Straßenschlachten und wird häufig als Quelle für Menzels persönliche Sicht herangezogen.
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