Masterarbeit, 2010
98 Seiten, Note: 1,0
Diese Masterarbeit befasst sich mit dem Einfluss der Anthropotechnik auf die conditio humana und die damit verbundenen Herausforderungen für die Pädagogik. Sie analysiert den Begriff der Anthropotechnik, wie er von Peter Sloterdijk geprägt wurde, und untersucht die ethischen und pädagogischen Implikationen der neuen biotechnischen Möglichkeiten.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, die den Wandel des Menschen im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit beleuchtet. Kapitel 2 untersucht die anthropotechnische Dämmerung und die damit verbundenen Veränderungen im pädagogischen Diskurs. Es analysiert die von Peter Sloterdijk im Rahmen seiner Rede ‚Regeln für den Menschenpark' vorgebrachten Thesen und diskutiert die ethischen und pädagogischen Implikationen der anthropotechnischen Entwicklungen. Kapitel 3 vertieft die Thematik der Anthropotechnik und untersucht, wie sich die veränderte Menschwerdung auf das Leben und die Gesellschaft auswirken wird. Es beleuchtet die Rolle der Pädagogik im Kontext der neuen biotechnischen Möglichkeiten und setzt sich kritisch mit dem Begriff des ‚neuen Menschen' auseinander.
Anthropotechnik, Pädagogik, Gentechnik, Posthumanismus, Menschwerdung, Biomacht, Biopolitik, Eugenik, Mensch als Maschine, Leben unter Vertikalspannung, Homo Immunologicus, ethische Unterscheidung, Subjekt, Selbstgestaltung, Übung, Kulturtechnik.
Der von Peter Sloterdijk geprägte Begriff bezeichnet Techniken zur Formung und Gestaltung des Menschen, von der klassischen Pädagogik bis hin zur modernen Gentechnik und Biotechnologie.
Die Arbeit untersucht, wie die traditionelle Menschenformung durch Erziehung durch die technische Veränderung des Erbguts (Posthumanismus) ergänzt oder infrage gestellt wird.
Sloterdijk thematisierte die Züchtung und Selektion des Menschen durch Biotechnik, was eine heftige Debatte über die Grenzen des Humanismus und die Ethik der Gentechnik auslöste.
Er beschreibt den modernen Menschen, der versucht, sich durch technische und biologische Schutzsysteme (Immunität) gegen äußere Einflüsse und Risiken abzusichern.
Die Arbeit hinterfragt, ob der Mensch noch ein autonomes Subjekt ist, wenn seine biologischen Grundlagen technisch manipulierbar und „designbar“ werden.
Dies bezieht sich auf das menschliche Streben nach Selbstübersteigerung und Optimierung, ein zentrales Motiv in der anthropotechnischen Diskussion.
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