Diplomarbeit, 2008
36 Seiten, Note: 1
1. Standard LERNEN UND ENTWICKLUNG
2. ZUSAMMENFASSUNG
3. EINLEITUNG
4. THEORIE
4.1. DEFINITIONEN
4.1.1. Intrinsische Motivation
4.1.2. Kompetenzmotivation
4.1.3. Soziale Aufgabenmotivation
4.1.4. Leistungsmotivation
4.2. MOTIVATIONSPSYCHOLOGIE: FORSCHERPERSÖNLICHKEITEN
4.2.1. Feldtheorie nach Lewin
4.2.2. Heckhausen und Rheinberg: Erweitertes Kognitives Motivationsmodell in handlungstheoretischer Darstellung
4.2.3. Das Risikowahlmodell nach Atkinson
4.2.4. Weinerts Attributionstheorie: Ursachenerklärung von Erfolg und Misserfolg
4.3. EIN NEUROPSYCHOLOGISCHER ZUGANG ZUR MOTIVATIONPSYCHOLOGIE
5. ANWENDUNG DER ERKENNTNISSE IM SCHULISCHEN KONTEXT:
5.1. GESTALTUNG EINER FÖRDERLICHEN LERNUMGEBUNG
5.1.1. Studie zur Motivationsförderung durch Lehrertrainings
5.2. SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG ALS GRUNDPFEILER DER MOTIVATIONSFÖRDERUNG
5.2.1. Einfluss von Autonomieunterstützung und Kontrolle auf die Lernleistung
5.3. GEEIGNETE RÜCKMELDUNGEN IN ANLEHNUNG AN DIE ATTRIBUTIONSTHEORIE NACH WEINERT:
5.4. REATTRIBUTIONSTRAINING NACH ZIEGLER UND HELLER
5.5. VERÄNDERUNG VON STRUKTUREN – EIN ANSATZ NACH CAROLE AMES
6. DISKUSSION
Die Arbeit untersucht theoretische Grundlagen der Motivationspsychologie und deren praktische Anwendbarkeit im schulischen Kontext, um Lehrpersonen Strategien zur Förderung der Lernmotivation und Selbstwirksamkeit von Jugendlichen an die Hand zu geben.
4.2.1. Feldtheorie nach Lewin
Gemäss Rheinberg (2004) ist für die heutige Motivationspsychologie charakteristisch, dass sie Verhalten weder allein aus Merkmalen der Person (Genanlagen, Triebe, Instinkte etc.) noch allein aus Merkmalen der Situation versteht. Einer der wichtigsten Wegbereiter stellt Kurt Lewin mit dem Konzept der „gespannten Systeme“ (Lewin, 1926) dar.
Gemäss diesem Modell bildet jedes Bedürfnis innerhalb der Person ein gespanntes System, das nach Entspannung verlangt. Lewin (1936) hat seine Vorstellungen graphisch darzustellen versucht, wobei es nicht um eine physikalische oder realitätsnahe Fassbarkeit geht, die Darstellungen dienten ihm vielmehr dazu, seine Ideen möglichst einfach erläutern zu können.
Aus der Beschreibung zum Modell durch Rheinberg (2004) wird ersichtlich, dass jedes Feld für ein Handlungsziel der Person steht. Diese Handlungsziele ergeben sich aus echten Bedürfnissen, die im Zentrum der Fläche abgebildet sind. Die peripheren Bereiche stellen Quasi-Bedürfnisse dar, welche weniger wichtig sind.
Entscheidend ist der Umstand, dass jedes Feld unter einer Spannung steht. Die Spannung kann dadurch entstehen, dass situative Gegebenheiten ein Bedürfnis aktivieren. Im Gesamtsystem herrscht die allgemeine Tendenz zum Spannungsausgleich. Der Spannungsabbau kann durch die sensumotorische Grenzzone herbeigeführt werden: Eine Person tut etwas, das zu einer Zielerreichung führt und damit zur Bedürfnisbefriedigung.
STANDARD LERNEN UND ENTWICKLUNG: Definiert das grundlegende Berufsbild einer Lehrperson, die in der Lage ist, Lernprozesse individuell und in Gruppen zu fördern.
ZUSAMMENFASSUNG: Gibt einen Überblick über die drei Teile der Arbeit: theoretische Grundlagen, praktische Umsetzung durch Studien und eine abschließende Diskussion.
EINLEITUNG: Erläutert die Motivation des Autors, sich mit dem Standard II auseinanderzusetzen, und unterstreicht die Bedeutung des Antriebs für jeden Lernprozess.
THEORIE: Bietet einen Überblick über verschiedene Motivationsarten und führt zentrale Forscher und ihre Modelle ein.
DEFINITIONEN: Klärt die Begriffe intrinsische Motivation, Kompetenz-, soziale Aufgaben- und Leistungsmotivation.
MOTIVATIONSPSYCHOLOGIE: FORSCHERPERSÖNLICHKEITEN: Stellt bedeutende Modelle wie Lewins Feldtheorie, das Modell von Heckhausen und Rheinberg sowie Atkinsons Risikowahlmodell vor.
EIN NEUROPSYCHOLOGISCHER ZUGANG ZUR MOTIVATIONPSYCHOLOGIE: Beleuchtet die Rolle des Frontalkortex und die Auswirkungen der Hirnreifung auf die Motivations- und Kontrollfähigkeit Jugendlicher.
ANWENDUNG DER ERKENNTNISSE IM SCHULISCHEN KONTEXT: Verbindet die Theorie mit der praktischen Unterrichtsgestaltung und empirischen Belegen.
GESTALTUNG EINER FÖRDERLICHEN LERNUMGEBUNG: Diskutiert Ansätze wie Bezugsnormorientierung und den Einsatz von Implementierungsintentionen zur Zielerreichung.
SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG ALS GRUNDPFEILER DER MOTIVATIONSFÖRDERUNG: Analysiert die Bedeutung von Transparenz und konstruktiver Prüfungskonstruktion für das Vertrauen der Lernenden in die eigene Wirksamkeit.
DISKUSSION: Reflektiert die Anwendbarkeit der Theorien im Schulalltag und benennt offene Fragen zur langfristigen Wirksamkeit von Motivationsstrategien.
Motivation, Lernmotivation, Leistungsmotivation, Selbstwirksamkeit, Attributionstheorie, Feldtheorie, Frontalkortex, Lehrertraining, Bezugsnormorientierung, Implementierungsintention, Schulerfolg, Pädagogische Psychologie, Lernumgebung, Unterrichtsgestaltung, Zielsetzung
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Motivationspsychologie und zeigt auf, wie diese Erkenntnisse Lehrpersonen dabei unterstützen können, die Lernfreude und Leistung von Jugendlichen gezielt zu fördern.
Zu den Schwerpunkten gehören psychologische Motivationstheorien, die Rolle des Gehirns (neuropsychologische Perspektive), die Gestaltung einer förderlichen Lernumgebung sowie Strategien zur Unterstützung der Selbstwirksamkeit.
Das Ziel ist es, eine Brücke zwischen wissenschaftlichen Motivationstheorien und dem schulischen Praxisalltag zu schlagen, um angehenden Lehrpersonen konkrete Ansätze für ihre Lehrtätigkeit zu liefern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse renommierter motivationstheoretischer Ansätze und der Auswertung empirischer Interventionsstudien, um die Wirksamkeit pädagogischer Maßnahmen zu untermauern.
Der Hauptteil behandelt die Anwendung theoretischer Modelle im Schulkontext, insbesondere Ansätze zur Prüfungskonstruktion, zum Reattributionstraining und zur Förderung von Implementierungsintentionen.
Schlüsselbegriffe sind Motivationsförderung, Selbstwirksamkeit, Attribution, Lernprozesse, Neuropsychologie und zielorientiertes Handeln.
Die Forschung zeigt, dass der Frontalkortex erst gegen Ende der Adoleszenz ausgereift ist, was bedeutet, dass Jugendliche bei der Selbstregulation und Disziplinierung ihrer Lernprozesse noch gezielte Unterstützung durch Lehrpersonen benötigen.
Durch ein gezieltes Reattributionstraining kann die Lehrperson den Schülern helfen, Misserfolge eher auf mangelnde Anstrengung oder Strategie zu beziehen, statt auf die eigene Begabung, was die Motivation langfristig aufrechterhält.
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