Bachelorarbeit, 2024
80 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Die Lebensphase Alter
2.1 Alter
2.2 Altern
2.3 Alte Menschen
3 Altersbilder und Diskriminierung von älteren Menschen
3.1 Definitionen
3.1.1 Stereotyp, Vorurteil, Diskriminierung
3.1.2 Altersstereotyp und Altersvorurteil
3.1.3 Altersdiskriminierung und Ageism
3.2 Altersbilder
3.2.1 Definition
3.2.2 Erscheinungsformen
3.2.3 Vorherrschende Altersbilder in der Gesellschaft
3.2.4 Altersbilder in den Medien
3.2.5 Theoretische Ansätze zur Entstehung von Altersbildern
3.3 Formen von Altersdiskriminierung
3.3.1 Interpersonelle Altersdiskriminierung
3.3.2 Institutionelle und strukturelle Altersdiskriminierung
3.3.3 Selbstdiskriminierung
3.4 Auswirkungen von negativen Altersbildern und Altersdiskriminierung
4 Abbau von negativen Altersbildern und Altersdiskriminierung
4.1 Maßnahmen auf öffentlicher Ebene
4.2 Maßnahmen auf individueller Ebene
5 Beurteilung der Maßnahmen aus Perspektive der Sozialen Arbeit
5.1 Definition: Soziale Arbeit
5.2 Kriterien zur Beurteilung der Maßnahmen
5.3 Beurteilung ausgewählter Maßnahmen
5.3.1 Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus
5.3.2 The Aging Game
5.3.3 Neue Bilder vom Alter
6 Fazit
Das primäre Ziel dieser Bachelorthesis ist es, auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche das Phänomen Altersbilder sowie Diskriminierung gegenüber älteren Menschen zu erforschen und ausgewählte Ansätze zu deren Überwindung aus der spezifischen Perspektive der Sozialen Arbeit kritisch zu bewerten.
3.1.2 Altersstereotyp und Altersvorurteil
Altersstereotype beinhalten den kognitiven Aspekt individueller Vorstellungen über das Alter. (Kessler/Warner 2023: 21) Menschen verknüpfen also den Zustand alt mit bestimmten Eigenschaften, wie zum Beispiel vergesslich, herzlich oder einsam. Dabei entwickeln sich derartige Alterstereotype durch unterschiedliche Erfahrungen mit Personengruppen, die der Kategorie alt angehören und können somit als Wissensansammlung betrachtet werden. Die Zuordnung zur Kategorie geschieht dabei automatisch durch unterschiedliche Hinweisreize, beispielsweise bereits durch eine kurze Personenbeschreibung, in der lediglich der Name und das Alter bekannt sind (Gerda, 79 Jahre) oder durch kurze Begegnungen in der Bahn. Welche Altersstereotype aktiviert werden ist stark kontextabhängig. Die eigenen Großeltern würden wahrscheinlich eher als liebevoll oder fürsorglich beschrieben werden, die Bewohner eines Altenheims hingegen eher als gebrechlich oder verbittert. (Rothermund 2009: 139ff.)
Rothermund (2009) gibt eine treffende Definition des Begriffs und beschreibt die zentralen Wirkmechanismen von Altersstereotype wie folgt:
Allgemeines Wissen über typische Merkmale und Eigenschaften einer sozialen Gruppe wird auch dann aktiviert, wenn im jeweiligen Einzelfall gar keine Evidenz für das Vorliegen dieser Eigenschaften und Merkmale besteht. Genau in dieser Übertragung eines typischen und allgemeinen Bildes der Mitglieder einer sozialen Gruppe auf ein einzelnes Individuum besteht der Kern stereotypen Denkens und Wahrnehmens. Wir betrachten die uns gegenüberstehende Person nicht mehr als Individuum, sondern als Exemplar einer sozialen Kategorie, und wir gleichen unser Bild der Person dem allgemeinen Bild dieser Gruppe an. (Rothermund 2009: 141)
Mit dieser Definition werden potenzielle Gefahren verdeutlicht, die von Stereotypen hervorgehen können. Menschen orientieren sich trotz hoher Fehlannahmen an Altersstereotype und ordnen die Eigenschaften allen Personen der sozialen Gruppe zu. Diese Mechanismen werden in den nächsten Definitionen beschrieben.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik von Altersdiskriminierung ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und entwirft den Aufbau zur Beantwortung der Forschungsfrage.
2 Die Lebensphase Alter: Hier werden die Vielschichtigkeit und Mehrdimensionalität von „Alter“ und „Altern“ beleuchtet, wobei soziale Konstruktionen und individuelle Entwicklungsprozesse gegenüber biologischen Definitionen abgegrenzt werden.
3 Altersbilder und Diskriminierung von älteren Menschen: Das Kapitel liefert eine fundierte theoretische Basis zu Stereotypen, Vorurteilen und Ageism sowie deren Erscheinungsformen und tiefgreifenden Auswirkungen auf die Betroffenen.
4 Abbau von negativen Altersbildern und Altersdiskriminierung: Hier werden Strategien auf öffentlicher und individueller Ebene vorgestellt, die von gesetzlichen Rahmenbedingungen bis hin zu intergenerationellen Kontaktprogrammen reichen.
5 Beurteilung der Maßnahmen aus Perspektive der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel prüft ausgewählte Interventionsmodelle (Mehrgenerationenhaus, The Aging Game, Neue Bilder vom Alter) anhand von Kriterien wie Partizipation, Empowerment und Sozialraumorientierung.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der Forschungsergebnisse, stellt den dringenden Handlungsbedarf für die Soziale Arbeit fest und diskutiert das Potenzial einer ganzheitlichen Strategie gegen Altersdiskriminierung.
Altersdiskriminierung, Altersbilder, Altersstereotype, Ageism, Soziale Arbeit, Partizipation, Empowerment, Sozialraumorientierung, Altenhilfe, Intergenerationeller Kontakt, Lebenslanges Lernen, Diskriminierungsprävention, Gerontologie, Gesundheitsförderung, Demografischer Wandel.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Altersdiskriminierung und die damit verbundenen negativen Altersbilder in der Gesellschaft sowie Maßnahmen zur deren Überwindung.
Neben den theoretischen Grundlagen von Stereotypen und Diskriminierung fokussiert die Arbeit auf öffentliche und individuelle Interventionsstrategien sowie deren fachliche Eignung für die Soziale Arbeit.
Das primäre Ziel ist es, ausgewählte Maßnahmen gegen negative Altersbilder und Diskriminierung wissenschaftlich zu erforschen und aus der Perspektive der Sozialen Arbeit zu beurteilen.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen, systematischen Literaturrecherche und der Analyse von Praxisbeispielen, welche anhand spezifischer Kriterien der Sozialen Arbeit bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Altersbegriffen und Diskriminierung, eine Analyse von Interventionsmöglichkeiten und schließlich die Beurteilung konkreter Maßnahmen wie dem Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus.
Wichtige Begriffe sind Altersdiskriminierung, Ageism, Soziale Arbeit, Partizipation, Empowerment sowie intergenerationelle Kontaktprogramme.
Sie nutzt ein speziell entwickeltes Kriterienraster aus der internationalen Definition der Sozialen Arbeit, um die Wirksamkeit von Programmen hinsichtlich Partizipation, Sozialraumorientierung und Bildung zu bewerten.
Die Kontakthypothese ist zentral: Sie besagt, dass direkter und qualitätsvoller Austausch zwischen den Generationen Vorurteile abbauen und ein positiveres Menschenbild fördern kann.
Die Autorin hebt hervor, dass viele Programme zwar existieren, aber oft schwer zugängliche Zielgruppen nicht erreichen oder die soziale Interaktion im realen Sozialraum der Betroffenen vernachlässigen.
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