Diplomarbeit, 2009
71 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung
1.1 Motivation
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Globaler Klimawandel
2.1 Ursachen des Klimawandels
2.2 Ökonomische Folgen des Klimawandels
2.3 Internationale Klimaabkommen
2.3.1 Internationale Klimaabkommen im Überblick
2.3.1.1 Klimakonferenz von Toronto
2.3.1.2 Klimaschutzkonferenz von Genf
2.3.1.3 Klimaschutzkonferenz von Kioto
2.3.1.4 Klimaschutzkonferenz von Posen
2.3.2 Kioto-Protokoll
2.4 Möglichkeiten zur Lösung des Klimaproblems
2.4.1 Umweltverschmutzung - ein externer Effekt
2.4.2 Internalisierung externer Effekte
3. Preis- vs. Mengenregulierung
3.1 Pigou-Steuer zur Bewältigung des Klimaproblems
3.1.1 Funktionsweise
3.1.2 Vorteile der Pigou-Steuer
3.1.3 Nachteile der Pigou-Steuer
3.2 Emissionszertifikate zur Bewältigung des Klimaproblems
3.2.1 Funktionsweise
3.2.1.1 Vergabe von Zertifikaten
3.2.1.2 Preisbildung auf dem Zertifikatenmarkt
3.2.2 Vorteile des Emissionshandels
3.2.3 Nachteile des Emissionshandels
3.3 Effizienz unter Unsicherheit
3.3.1 Effizienz in der kurzen Frist
3.3.2 Effizienz in der langen Frist
3.3.3 Ergebnisse
3.3.4 Kritik
3.4 Das vergessene Angebot
4. Nationale Klimaschutzstrategien – Beispiel des EU-Emissionshandels
4.1 Einführung in den EU-Emissionshandel
4.2 Entwicklungen des Emissionshandels
4.2.1 Erste Phase des Emissionshandels
4.2.2 Zweite Phase des Emissionshandels
4.2.3 Dritte Phase des Emissionshandels
4.2.4 Trends
4.3 Bewertung des EU-Emissionshandels
4.3.1 Effizienz
4.3.2 Anreizwirkung
4.3.3 Zielkonflikte
4.4 Zusammenfassung
5. Fazit und Ausblick
5.1 Fazit
5.2 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht ökonomische Instrumente zur Internalisierung negativer externer Effekte, die durch den Klimawandel entstehen, mit einem besonderen Fokus auf die Wirksamkeit und Effizienz des EU-Emissionshandels im Vergleich zur Pigou-Steuer.
2.4.1 Umweltverschmutzung - ein externer Effekt
Um die Motive der Umweltverschmutzung aufzuspüren, geht die Wirtschaftstheorie von Externalitäten aus. [Vgl. Frey 1992, S.43] Zunächst soll erläutert werden, was unter Externalitäten bzw. einem externen Effekt verstanden werden kann: „Ein externer Effekt ist eine ökonomische Aktivität, die sich außerhalb marktvermittelter Interdependenzbeziehungen entfaltet. Ein externer Effekt hat keinen Preis.“ [Wigger 2006, S.58] Die Ausprägungen dieser Effekte können sowohl negativ als auch positiv sein. Die Theorie der externen Effekte findet vor allem im Bereich der Umweltökonomik Anwendung. Dieses Konzept soll im weiteren Verlauf anhand eines umweltökonomischen Problems erläutert werden. Dazu betrachten wir ein Modell mit folgender Terminologie: Es existiert ein repräsentativer Produzent, der pharmazeutische Güter produziert sowie ein repräsentativer Haushalt, der diese Güter konsumiert.
Die Grenzkosten (GK) des Produzenten und die marginale Zahlungsbereitschaft (MZ) des Konsumenten werden in Abbildung 2 veranschaulicht. [Vgl. Wigger 2006, S.59ff.] Die Abszisse misst darin die Ausbringungsmenge x des pharmazeutischen Gutes und die Ordinate die marginale Zahlungsbereitschaft in €/x. Bietet der Pharmaproduzent seine Produkte zum Grenzkostenpreis an, so wird der Haushalt die Menge xp nachfragen. Die grüne Fläche zwischen GK-Kurve und MZ-Kurve beschreibt die Konsumentenrente, die ein Konsument realisiert, wenn er die Menge xp nachfragt. Die Konsumentenrente misst dabei den gesamten Geldwertvorteil, den ein Haushalt durch den Konsum von xp realisiert.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Klimawandels und die Notwendigkeit ökonomischer Klimaschutzinstrumente.
2. Globaler Klimawandel: Dieses Kapitel erläutert die Ursachen, Folgen sowie die internationale politische Einbindung des Klimaproblems und definiert die ökonomische Basis für externe Effekte.
3. Preis- vs. Mengenregulierung: Hier werden theoretische Instrumente der Preis- (Pigou-Steuer) und Mengensteuerung (Emissionszertifikate) sowie deren Effizienz unter Unsicherheit und im Zeitverlauf gegenübergestellt.
4. Nationale Klimaschutzstrategien – Beispiel des EU-Emissionshandels: Eine detaillierte Untersuchung der praktischen Umsetzung, Phasen und Zielkonflikte des EU-Emissionshandels.
5. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Potenziale für die Weiterentwicklung zu einem globalen Emissionsmarkt.
Klimawandel, externe Effekte, Internalisierung, Pigou-Steuer, Emissionszertifikate, EU-Emissionshandel, Preismechanismus, Mengenregulierung, Grenzvermeidungskosten, Klimapolitik, Zertifikatenmarkt, Nachhaltigkeit, CO2-Ausstoß, Umweltökonomik, Wohlfahrtstheorie
Die Diplomarbeit analysiert ökonomische Ansätze zur Bewältigung des globalen Klimaproblems, insbesondere durch die Internalisierung externer Effekte im Rahmen der Umweltökonomie.
Die Arbeit behandelt die Theorie der externen Effekte, den Vergleich zwischen Preis- und Mengenregulierungen (Steuern vs. Zertifikate) sowie die praktische Ausgestaltung des EU-Emissionshandels.
Das Ziel ist die Untersuchung und Bewertung der Effizienz von marktgestützten Klimaschutzinstrumenten, um eine kosteneffiziente Emissionsreduzierung zu erreichen.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf ökonomischen Modellen zur Wohlfahrtsökonomik (z.B. Weitzman-Analyse) und einer kritischen Bewertung aktueller umweltpolitischer Umsetzungen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Instrumente (Preis vs. Menge), die Analyse unter Unsicherheit und die spezifische Evaluation der verschiedenen Phasen des EU-Emissionshandels.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Klimawandel, Pigou-Steuer, Emissionszertifikate, EU-Emissionshandel, externe Effekte und Grenzvermeidungskosten.
Die Arbeit zeigt, dass sich die relative Effizienz von Steuern gegenüber Zertifikaten ändert, da sich Grenzkosten und Grenznutzen über den Zeitverlauf unterschiedlich entwickeln (flachere vs. steilere Kurvenverläufe).
Das Konzept (nach Hans-Werner Sinn) deutet darauf hin, dass Klimaschutzmaßnahmen, die nur die Nachfrage regulieren, bei preisunelastischem Angebot der Rohstoffvorkommen wirkungslos sein könnten, was eine zusätzliche Betrachtung der Angebotsseite erfordert.
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