Masterarbeit, 2022
197 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Digitaler Wandel
2.2 Bildung in einer digitalisierten Welt
2.2.1 Der Bildungsauftrag
2.2.2 Kompetenzen für das Leben in einer digitalisierten Welt
2.2.2.1 Zum Begriff der digitalen Kompetenzen
2.2.2.2 Der Kompetenzrahmen Kompetenzen in der digitalen Welt der Kultusministerkonferenz
2.2.3 Die Bedeutung von digitalen Analyse- und Reflexionskompetenzen (in einer postfaktischen Gesellschaft)
2.3 Das Unterrichtsfach Wirtschaft-Arbeit-Technik
3 Methodik
3.1 Auswahl der Unterrichtsmaterialien
3.2 Bewertung der Unterrichtsmaterialien
4 Ergebnisse
4.1 Die Teilnehmenden
4.2 Ergebnisse der Lehrkräftebefragung und der Materialbewertung
4.2.1 Nicht zu bewertende Angaben
4.2.2 Ergebnisse der Materialbewertung
Fakt oder Fake in den Medien
Faktencheck
Bildmanipulation
Jugendliche Bilderwelten im Internet
Digitalisierung und Klima
Websites bewerten
Good News – Bad News – Fake News
Fake News im Netz erkennen
Die Tricks von Fake News-Machern durchschauen
Kommerzielle Fake News: Die Bitcoin-Masche
5 Ergebnisdiskussion
6 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, Schnittstellen zwischen den von der Kultusministerkonferenz (KMK) geforderten digitalen Kompetenzen – insbesondere dem Kompetenzbereich „Analysieren und Reflektieren“ – und dem Unterrichtsfach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) zu identifizieren und zu untersuchen, welche kostenlosen digitalen Materialien Lehrkräfte hierfür nutzen können.
2.1 Digitaler Wandel
Der digitale Wandel – oder wahlweise auch die Digitalisierung, digitale Revolution oder digitale Transformation (siehe bspw. KMK, 2016; Lehmann et al., 2021; Macgilchrist, 2019) – wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, seien sie gesellschaftlicher, kultureller, beruflicher, privater oder politischer Natur und verändert so die Art, wie wir leben und arbeiten (De Florio-Hansen, 2020). Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19-Pandemie lassen sich zwei prägnante Beispiele finden, die diese Veränderungen besonders verdeutlichen: Die virtuelle Zusammenarbeit via Videokonferenzen im beruflichen Alltag aus dem Home-Office wurde zum Standard (Voss, 2020) und das Bestellen von Lebensmitteln im Internet, um das Zusammentreffen mit vielen Menschen im Supermarkt zu vermeiden, erlebte eine Konjunktur (Clodius, 2020).
Bevor dargelegt wird, wie sich die Welt im Zuge der Digitalisierung verändert und was dies für die Gesellschaft bedeutet, soll an dieser Stelle zunächst der Begriff Digitalisierung konkretisiert werden. Ursprünglich wurde der Terminus Digitalisierung verwendet, um die Umwandlung analoger Informationen in Formate zu beschreiben, die sich für die Verarbeitung in digitaltechnischen Systemen – wie beispielsweise dem Computer – nutzen lassen. Als Beispiel ist kann die Umwandlung analoger Bilder, Texte oder Videos mithilfe einer binären Codierung in digitale Signale genannt werden (De Florio-Hansen, 2020). Heute wird der Begriff Digitalisierung allerdings meist in einem erweiterten Wortsinn genutzt. Digitalisierung meint im deutschsprachigen Raum vorrangig die ubiquitären Veränderungen, die mit der Verbreitung und Verwendung von elektronischen Technologien in allen Lebensbereichen einhergehen. Die Bezeichnung bezieht sich also auf den „grundlegenden Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik sowie im Alltagsleben“ (De Florio-Hansen, 2020, S. 22).
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz digitaler Kompetenzen für heutige Schülerinnen und Schüler dar und leitet die Forschungsfrage bezüglich online verfügbarer Materialien für den WAT-Unterricht ab.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den digitalen Wandel, den Bildungsauftrag in diesem Kontext und konkretisiert den KMK-Kompetenzrahmen sowie die spezifischen Anforderungen des Faches Wirtschaft-Arbeit-Technik.
3 Methodik: Es wird das Vorgehen der Lehrkräftebefragung zur Ermittlung von Online-Materialien sowie die Anwendung eines Bewertungsrasters zur qualitativen Prüfung dieser Materialien beschrieben.
4 Ergebnisse: Hier werden die durch die Lehrkräfte identifizierten Unterrichtsmaterialien tabellarisch aufgeführt und detailliert nach ihrem didaktischen und inhaltlichen Einsatzpotenzial im WAT-Unterricht bewertet.
5 Ergebnisdiskussion: Die Resultate werden interpretiert, Limitationen der Untersuchung reflektiert und Anregungen für künftige Forschungsansätze formuliert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und konstatiert den Mangel an direkt einsetzbaren, qualitativ hochwertigen Materialien zur Förderung digitaler Reflexionskompetenzen im WAT-Unterricht.
Digitalisierung, digitale Kompetenzen, Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT), Unterrichtsmaterialien, Analysieren und Reflektieren, Kultusministerkonferenz (KMK), Medienkompetenz, Lehrkräftebefragung, Fake News, digitale Transformation, Medienkritik, Verbraucherbildung, Kompetenzrahmen, Online-Unterricht, Bildungsauftrag
Die Arbeit untersucht, welche kostenlosen Online-Materialien WAT-Lehrkräfte zur Förderung digitaler Analyse- und Reflexionskompetenzen finden und wie diese auf ihre Eignung für den Unterricht geprüft werden können.
Zentrale Felder sind der digitale Wandel, die Definition und Bedeutung digitaler Kompetenzen nach dem KMK-Rahmen sowie die fachdidaktische Integration dieser Inhalte in das Unterrichtsfach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT).
Ziel ist es, Schnittstellen zwischen dem KMK-Kompetenzbereich „Analysieren und Reflektieren“ und dem WAT-Unterricht aufzuzeigen und die Qualität vorhandener frei verfügbarer Unterrichtsmaterialien zu evaluieren.
Es wird eine Lehrkräftebefragung durchgeführt, bei der WAT-Lehrkräfte in einer konstruierten Situation online nach passenden Materialien suchen, die anschließend anhand eines Bewertungsrasters analysiert werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung der Digitalisierung, den Anforderungen des Berliner Rahmenlehrplans für WAT und der detaillierten Auswertung der von Lehrkräften gefundenen Materialien (z. B. zu Themen wie Fake News oder Bildmanipulation).
Die Arbeit zeigt, dass es Lehrkräften schwerfällt, geeignete, direkt einsetzbare und qualitativ hochwertige Materialien zu finden, die den spezifischen KMK-Anforderungen an digitale Reflexionskompetenzen im WAT-Unterricht gerecht werden.
Statt einer reinen Literaturanalyse bietet diese Arbeit eine empirische, praxisnahe Bestandsaufnahme aus Sicht von Lehrkräften, kombiniert mit einer strukturierten Qualitätsbewertung der gefundenen Online-Ressourcen.
Obwohl viele Materialien zu Fake News existieren, sind diese oft eher für Politik- oder Deutschunterricht konzipiert und erfordern für den WAT-Fachbereich meist inhaltliche Anpassungen, um einen fachspezifischen Mehrwert zu generieren.
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