Examensarbeit, 2024
108 Seiten, Note: 1,0
0 Einleitung
1 Digitalisierung - eine Transformation der Gesellschaft
1.1 Bedeutung für Bildung und Schule
1.2 Schnittpunkt Schule und Gesellschaft
2 Der Einsatz digitaler Lernmittel in der Schule
2.1 Die bezweckte Selbstständigkeit – Individualisiertes Lernen
2.2 Digitales Lernen am Beispiel einer kooperativen Gesamtschule in Hessen
2.3 Die digitale Lernapp ,,scobees“
2.4 Auswertung eines Interviews im ,,Lernhaus“ und Reflexionsgedanken
3 Bildung heute: Chancen und Risiken
3.1 Verantwortung im digitalen Alltag
3.2 Die Entwicklung des Gehirns von Kindern- und Jugendlichen
3.3 Bindung - ein menschlicher Erfahrungswert für Bildung
3.4 Maschinelles Lernen: Mikroebene, Mesoebene, Makroebene
4 Künstliche Intelligenz und ästhetisches Lernen
4.1 Menschliches Denken und KI zwischen Intelligenz, Gefühl und Werteorientierung
4.2 Die digitalisierte Jugend - Digitale Verkennung statt Anerkennung?
4.3 Fragen von KI und Kunst
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie sich Bildungsprozesse im Zuge der digitalen Transformation und der zunehmenden Integration von Künstlicher Intelligenz verändern. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit digitale Lernmittel – insbesondere am Beispiel der App "scobees" – tatsächlich individuelle Entwicklung fördern und ob sie dabei das Risiko einer sozialen Isolation bergen.
3.2 Die Entwicklung des Gehirns von Kindern- und Jugendlichen
Im Hinblick auf die Schule als Lernort und Ort der Bildung ist es wichtig, auch einen Blick auf die Arbeits- beziehungsweise Funktionsweise des Gehirns von Kindern- und Jugendlichen zu werfen. Laut Hüther (2012) sei das Gehirn eines Kindes noch sehr ,,unfertig“ und dementsprechend sehr aufnahmefähig. Es bestehe ein sogenannter Überschuss an Verschaltungen im Gehirn, der dafür sorge, dass jede neue Erfahrung sehr gut und vor allem schnell abgespeichert werde. Sehr interessant ist, dass das Volumen des Großhirns, der Hirnbereich, in dem neues Wissen in Form bestimmter Beziehungsmuster zwischen den Nervenzellen verankert wird, im ersten Lebensjahr sogar verdreifacht ist.
Mit der genetischen Grundausstattung, die jegliche Prozesse des Gehirns steuert, liege es auf der Hand, dass Kinder fast alles lernen können. Das liege daran, dass in einzelnen Bereichen der Großhirnrinde ein Überangebot an Nervenzellverbindungen und –kontakten entstehe. Erst später werden diese fest verknüpft. Eine wichtige Grundvoraussetzung des Lernens sei nach Hüther (2012) auch gerade bei jüngeren Kindern die bestehende Lust, immer etwas Neues zu erleben und dadurch zu lernen. Jegliche Erfahrungen werden gesammelt und dienen der Festlegung von Grundmustern des Gehirns, auf die zurückgegriffen werden kann.
Für die nutzungsabhängige Herausformung bestimmter Verschaltungsmuster sei das kindliche Gehirn außerdem auf ein möglichst breites Spektrum unterschiedlichster Anregungen angewiesen. Diese Lust, die Welt zu entdecken, mache sich bei Kindern leicht bemerkbar durch die wahrnehmbare Unruhe und Neugierde. Die geeignetsten Anregungen zur Verschaltung des Gehirns seien die, die das Kind aus sich selbst heraus entwickle. Dies geschehe auf der Grundlage bereits gelernter Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der Lernprozess bahnt sich maßgeblich durch den Beginn des ,,selbst wählens“ an. Selbst gewählt werde von den Kindern individuell, was sie auf Basis des bereits Vorhandenen an Neuem suchen.
0 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den digitalen Wandel in Schulen und untersucht, wie Bildung zwischen jugendlicher Lebenswelt und KI neu gestaltet werden kann.
1 Digitalisierung - eine Transformation der Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Digitalisierung und untersucht deren umfassenden Einfluss auf gesellschaftliche Strukturen und schulische Prozesse.
2 Der Einsatz digitaler Lernmittel in der Schule: Es wird das Konzept des individualisierten Lernens mittels der App "scobees" an einer kooperativen Gesamtschule vorgestellt und durch eine praktische Interviewauswertung kritisch beleuchtet.
3 Bildung heute: Chancen und Risiken: Dieses Kapitel analysiert die zwiespältige Rolle digitaler Hilfsmittel, beleuchtet neurologische Entwicklungsaspekte und unterstreicht die fundamentale Bedeutung menschlicher Bindungen für den Lernerfolg.
4 Künstliche Intelligenz und ästhetisches Lernen: Die Auseinandersetzung mit KI in Schule und Kunst zeigt die Notwendigkeit auf, menschliche Kreativität und ethische Werte als unersetzbare Kernelemente der Bildung zu wahren.
5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass Maschinen die Pädagogik nicht ersetzen können und Bildung vorrangig eine Frage der gelingenden menschlichen Interaktion und Identitätsentwicklung bleibt.
Digitalisierung, Bildung, Künstliche Intelligenz, scobees, Individualisierung, soziales Lernen, Medienkompetenz, Gehirnentwicklung, Lehrerrolle, Selbstständigkeit, ästhetische Erfahrung, Bindung, Transformation, Menschsein, Schule.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Untersuchung, wie sich Lehren und Lernen unter dem massiven Einfluss der Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz verändern und welche Auswirkungen dies auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden hat.
Zentrale Themen sind der soziokulturelle Wandel durch Digitalisierung, die praktische Umsetzung digitaler Lernkonzepte in Schulen, die neurologischen Grundlagen des Lernens sowie die Rolle von ethischen Werten und ästhetischer Erfahrung in einer technisierten Bildungslandschaft.
Die zentrale Frage lautet, ob der Einsatz digitaler Plattformen (am Beispiel von "scobees") in Lernhäusern tatsächlich zu einem "verbesserten individualisierten Bildungsprozess" führt oder eher zur Vereinsamung der Lernenden beiträgt.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlicher Literatur mit einer qualitativen Auswertung eines Interviews, das sie mit einer Lernbegleiterin in einer kooperativen Gesamtschule geführt hat.
Der Hauptteil befasst sich explizit mit der "neuen Lernkultur" in sogenannten "Lernhäusern", der Funktionsweise der App "scobees" sowie einer tiefgehenden Analyse der Chancen und Risiken durch KI, insbesondere im Hinblick auf das Belohnungssystem des menschlichen Gehirns und die Bedeutung zwischenmenschlicher Bindung.
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Bildung, Künstliche Intelligenz, Individualisierung, soziale Interaktion, Selbstständigkeit und die Unersetzbarkeit menschlicher Bindung.
Sie bewertet den Einsatz derzeit als "neutral". Die Plattform diene zur Organisation, schaffe es aber nicht, die Motivation oder Lernerfolge signifikant zu steigern, wenn die soziale Komponente und echte Interaktion fehlen.
Die Autorin schlussfolgert, dass KI zwar faszinierende Ergebnisse liefern kann, es ihr jedoch an echtem Antrieb, Einmaligkeit und emotionaler Tiefe fehlt – KI fungiert somit eher als "neuer Pinsel" oder Werkzeug, kann aber nicht die künstlerische Seele ersetzen.
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