Bachelorarbeit, 2024
98 Seiten, Note: 1,0
1. Hintergrund
1.1 Beratung
1.1.1 Der Beratungsprozess
1.1.2 Beratungsangebote
1.2 Pflegende Eltern
1.2.1 Beratungsbedarf pflegender Eltern
1.2.2 Aktuelle Beratungssituation
1.2.3 Das pflegebedürftige Kind
1.3 Beratung in der Kinderkrankenpflege
1.4 Aktueller Forschungsstand
1.4.1 Auswahl der Suchbegriffe
1.4.2 Kriterien und Auswahl der Studien
1.4.3 Ergebnisse der Studien
2. Methodik
2.1 Gütekriterien
2.2 Erhebungsmethode
2.2.1 Interviewleitfaden
2.2.2 Pretest und Auswertung des Pretests
2.2.3 Auswahl der Stichprobe
2.3 Ethische Aspekte und Datenschutz der Forschungsarbeit
2.4 Durchführung der Interviews
2.5 Transkription der Interviews
2.6 Datenauswertung
3. Darstellung der Ergebnisse
3.1 Verständnis von Beratung
3.2 Vorstellungen und Wünsche einer guten Beratung
3.3 Individuelle Beratungserfahrungen
3.4 Verbesserungsvorschläge
4. Diskussion
4.1 Diskussion der Ergebnisse
4.2 Diskussion der Methodik und Grenzen der Forschung
5. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Forschungsarbeit ist die Erfassung der individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen von pflegenden Eltern im Hinblick auf eine adäquate Beratung in der Kinderkrankenpflege, um daraus wissenschaftliche Grundlagen für eine verbesserte Unterstützung dieser Familien abzuleiten.
1.1.1 Der Beratungsprozess
„Der Beratungsprozess ist das zentrale Element [einer] Beratung. Im Rahmen eines Beratungsprozesses vollzieht sich ein Perspektivwechsel, findet Wissensvermittlung, Lernen, Weiterentwicklung und Beziehungsbildung statt – und es entwickelt sich die Problemlösung“ (Büscher, et al., 2016, 15). Ziel des Beratungsprozesses ist es, die Selbsthilfebereitschaft, die Selbststeuerungsfähigkeit sowie die Handlungskompetenz der ratsuchenden Person zu stärken und zu fördern, um Ratsuchende zu befähigen, eigenständig eine Problemlösung zu finden. Es soll eine Erweiterung und Differenzierung der Handlungsoptionen der ratsuchenden Personen stattfinden. Jeder Beratungsprozess ist eine einmalige Intervention, die durch den Beratungsprozessleitfaden unterstützt und begleitet wird (vgl. ebd., 15ff.). Der Beratungsprozess gliedert sich in fünf Schritte und durchläuft folgende Phasen (vgl. ebd., 16).
1. Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den pflegerischen Beratungssektor, definiert Beratung zentral und beleuchtet die spezifischen Lebenslagen sowie den Beratungsbedarf pflegender Eltern.
2. Methodik: Hier wird der qualitative Forschungsansatz mittels problemzentrierter Interviews beschrieben, inklusive der Gütekriterien, Rekrutierung der Probanden, Durchführung der Interviews und deren systematische Datenauswertung nach Kuckartz.
3. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die vier zentralen Hauptkategorien der Interviews: das generelle Beratungsverständnis, Wünsche an die Beratung, individuelle Erfahrungen sowie konkrete Verbesserungsvorschläge aus Sicht der betroffenen Eltern.
4. Diskussion: Die Forschungsergebnisse werden hier in den bestehenden Wissenskontext eingeordnet, methodische Stärken und Grenzen der Studie reflektiert sowie der nachgewiesene gravierende Beratungsbedarf unterstrichen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Dringlichkeit einer bedarfsgerechten Ausgestaltung von Beratungsstrukturen zusammen und gibt Impulse für zukünftige Forschungsansätze zur Individualisierung von Hilfsleistungen.
Kinderkrankenpflege, Elternberatung, pflegende Eltern, Beratungsbedarf, beeinträchtigte Kinder, Beratungsdefizite, qualitative Forschung, problemzentriertes Interview, Familienorientierung, Unterstützungssysteme, Gesundheitsversorgung, Beratungsprozess, Fallkompetenz.
Die Arbeit untersucht die Qualität und das Angebot an Beratungsleistungen für Eltern, die Kinder mit Beeinträchtigungen in der Kinderkrankenpflege zu Hause betreuen.
Im Zentrum stehen die Bedürfnisse pflegender Eltern, die Barrieren im aktuellen Beratungssystem sowie Wünsche an eine professionelle, wertschätzende Unterstützung.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen haben Eltern beeinträchtigter Kinder im Hinblick auf eine adäquate Beratung?“
Es wurde eine qualitative Forschungsstudie mittels leitfadengestützter problemzentrierter Interviews nach Witzel durchgeführt und nach Kuckartz ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Background über Beratung und Pflegesituationen, eine detaillierte methodische Beschreibung und die empirische Darstellung der Interviewergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Kinderkrankenpflege, pflegende Eltern, Beratungsbedarf, Beratungsdefizite und individuelle Unterstützung.
Die Befragten gaben an, dass Zeitmangel und Zeitdruck seitens der Beratenden ein wesentliches Hindernis für eine vertrauensvolle Bindung und echte Hilfe darstellen.
Die Eltern fühlen sich oft allein gelassen und kritisieren eine mangelnde Vernetzung zwischen Krankenhaus, Kinderarzt und Pflegediensten sowie fehlende Wegweiser.
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