Examensarbeit, 2010
83 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Ziel und Gliederung der Arbeit
2. Definition von „Unterrichtsstörungen“ und Erklärungsansätze
2.1 Arten und Einordnung von Unterrichtsstörungen
2.2 Ursachen für Unterrichtsstörungen
2.2.1 Schülerbezogene Ursachen und Ziele von Unterrichtsstörungen
2.2.2 Unterrichtsbezogene Ursachen für Unterrichtsstörungen
2.2.3 Gesellschaftliche Ursachen für Unterrichtsstörungen
2.2.4 Institutionelle Ursachen für Unterrichtsstörungen
2.2.5 Lehrerbezogene Ursachen für Unterrichtsstörungen
3. Störungspräventionen
4. Interventionen - Pädagogische Methoden und Maßnahmen bei Unterrichtsstörungen
Zusammenfassung des Theoretischen Teils
5. Methodenwahl und Durchführung
5.1 Problematik und Fragestellung
5.2 Erhebungsmethode
5.3 Beschreibung des Beobachtungsfeldes
5.4 Beschreibung der Beobachtungseinheit
5.5 Beschreibung der Auswertungsmethode
6. Analyse der Stunde
6.1 Sequenzanalye
1. Sequenz
2. Sequenz
3. Sequenz
4. Sequenz
6.2 Die Formulierung einer Fallstrukturhypothese
6.3. Auswertung der Sequenzanalyse mit Rückblick auf die gesamte Unterrichtsstunde
Fazit
Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht die Ursachen und Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen sowie die Wirksamkeit pädagogischer Konzepte in der Schulrealität, um zu klären, inwieweit didaktisches Handeln selbst zu Störungen beitragen kann.
6. Analyse der Stunde
In diesem Abschnitt wird die beobachtete Unterrichtsstunde analysiert. Dazu werden vorerst einige Sequenzen bzw. Interaktionen gemäß der objektiven Hermeneutik systematisch und unabhängig vom Gesamtzusammenhang analysiert. Im Anschluss wird diese Analyse ausgewertet, in den Gesamtzusammenhang eingeordnet und die Ergebnisse mit den theoretischen Konzepten (aus den Kapiteln 3 und 4) verglichen.
Kurze Erläuterung zum Tranksript:
Aus Datenschutzgründen dürfen die Namen der Schüler und der Lehrperson nicht angegeben werden deshalb:
Lw = Lehrerin
Sm = Schüler
Sw = Schülerin
SS = mehrere Schüler
Einleitung: Einführung in das Thema Unterrichtsstörungen durch den historischen Rückbezug auf Sokrates und die Darstellung der aktuellen Relevanz sowie psychischen Belastung für Lehrkräfte.
1. Ziel und Gliederung der Arbeit: Darlegung der Forschungsabsicht, die pädagogischen Konzepte kritisch auf ihre praktische Umsetzbarkeit und Totalität hin zu untersuchen.
2. Definition von „Unterrichtsstörungen“ und Erklärungsansätze: Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Begriff durch verschiedene theoretische Ansätze und deren Abgrenzung.
2.1 Arten und Einordnung von Unterrichtsstörungen: Systematisierung der Störungsformen anhand verschiedener Einteilungskriterien.
2.2 Ursachen für Unterrichtsstörungen: Detaillierte Analyse der Auslöser von Störungen aus schüler-, unterrichts-, gesellschaftlicher, institutioneller und lehrerbezogener Sicht.
3. Störungspräventionen: Darstellung präventiver Maßnahmen zur Gestaltung eines störungsarmen Unterrichts und die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung.
4. Interventionen - Pädagogische Methoden und Maßnahmen bei Unterrichtsstörungen: Vorstellung von Handlungsstrategien beim akuten Auftreten von Unterrichtsstörungen.
Zusammenfassung des Theoretischen Teils: Abschluss der theoretischen Vorüberlegungen mit dem Fokus auf die Diskrepanz zwischen Literatur und Schulpraxis.
5. Methodenwahl und Durchführung: Beschreibung des Forschungsdesigns der qualitativen Videoanalyse.
6. Analyse der Stunde: Konkrete Anwendung der hermeneutisch-objektiven Methode auf Sequenzen einer gefilmten Englischstunde.
Fazit: Resümee der Ergebnisse mit Bewertung der theoretischen Ansätze in Bezug auf ihre praktische Validität.
Schlussbemerkung: Reflexion über den Forschungsprozess und die methodischen Herausforderungen.
Unterrichtsstörungen, Didaktik, Lehrer-Schüler-Interaktion, Störungsprävention, Interventionsmethoden, objektive Hermeneutik, Sequenzanalyse, Lehrerrolle, Kommunikationsdefizite, Schulpraxis, Fallstrukturhypothese, Unterrichtsqualität, soziale Interaktion, pädagogisches Handeln, Schulklima
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Unterrichtsstörungen, ihre Ursachen und den Umgang mit ihnen, wobei der Fokus auf dem Vergleich theoretischer Konzepte mit der realen Unterrichtssituation liegt.
Zentrale Themen sind die Definition von Störungen, verschiedene Erklärungsmodelle (Ursachenforschung), präventive Strategien sowie konkrete Interventionsmaßnahmen im Schulalltag.
Das Ziel ist die kritische Analyse, ob die in der pädagogischen Literatur postulierten Konzepte im Schulalltag realisierbar sind und inwieweit die Lehrperson durch ihr eigenes didaktisches Handeln Störungen provoziert.
Die Untersuchung ist als qualitative Studie angelegt und nutzt die hermeneutisch-objektive Methode zur Sequenzanalyse von Videomaterial einer Englischstunde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick über Konzepte zum Umgang mit Störungen und einen praktischen Teil, der eine konkrete Unterrichtssequenz detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind Unterrichtsstörungen, Didaktik, Kommunikation, Störungsprävention, Lehrer-Schüler-Interaktion und Fallrekonstruktion.
Sie zeigt durch stockende Sätze, eine geringe räumliche Bewegung im Klassenraum und das Ausbleiben einer klaren, konsequenten Struktur Anzeichen von Überforderung und mangelnder Autorität.
Viele theoretische Ansätze bieten zwar Ratschläge, vernachlässigen aber die Komplexität der situativen Bedingungen und den hohen Zeitaufwand, der für eine praktische Umsetzung im Schulalltag notwendig wäre.
Die Inkonsequenz schwächt die Autorität der Lehrkraft, da angedrohte Konsequenzen nicht umgesetzt werden, was dazu führt, dass Schüler die Regeln nicht ernst nehmen und Störungen zunehmen.
Die Metakommunikation wird als ein wirksames, realistisches Mittel bewertet, um Bedürfnisse abzustimmen, erfordert jedoch eine partnerschaftliche und ehrliche Haltung der Lehrkraft.
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