Magisterarbeit, 2002
124 Seiten, Note: 1,7
0. EINLEITUNG
Teil I - Theorie
1. DIE JUGEND
1.1. STRUKTURWANDEL DER JUGENDPHASE
1.2. JUGEND ALS SOZIALE ALTERSGRUPPE
2. DER MODERNE KONSUM
2.1. SOZIALPSYCHOLOGISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE DES MODERNEN KONSUMS
2.1.1. PRESTIGE- UND STATUSSTREBEN
2.1.2. IMAGINATIVER HEDONISMUS
2.1.3. KONSUMSYMBOLIK
2.1.4. ERLEBNISORIENTIERUNG
2.1.5. PSYCHISCHE UND SOZIALE DETERMINANTEN DES KONSUMENTENVERHALTENS
2.2. JUGEND UND KONSUM
2.2.1. SOZIOÖKONOMISCHE RESSOURCEN: EINKÜNFTE UND AUSGABEN JUGENDLICHER
2.2.2. GÜTER- UND DIENSTLEISTUNGSKONSUM VON JUGENDLICHEN
2.3. DAS MOBILTELEFON ALS GEBRAUCHSGUT
2.4. DIE VERWENDUNG DES INTERNETDIENSTES E-MAIL
3. DIE MODERNE IDENTITÄT
3.1. GELUNGENE IDENTITÄTSBILDUNG ODER PATCHWORK-IDENTITÄT?
3.2. IDENTITÄTSARBEIT MITTELS KONSUM
3.3. IDENTITÄTSARBEIT DURCH KOMMUNIKATION
4. DIE MODERNE KOMMUNIKATION
4.1. MEDIENVERMITTELTE INTERPERSONALE KOMMUNIKATION
4.2. HANDY UND SMS IM SPIEGEL REPRÄSENTATIVER UNTERSUCHUNGEN
Teil II - Empirische Analyse der Handynutzung von Jugendlichen
5. FRAGESTELLUNG UND DURCHFÜHRUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
5.1. PROBLEMAUFRIß UND FRAGESTELLUNG
5.2. WAHL DER ERHEBUNGSMETHODE
5.3. DATENBASIS DER UNTERSUCHUNG
5.4. TECHNIK DER AUSWERTUNG
5.5. TYPENBILDUNG
6. ERGEBNISSE
6.1. DARSTELLUNG UND INTERPRETATION WICHTIGER ERGEBNISSE
6.1.1. HANDY-BESITZ, FINANZIELLE AUFWENDUNGEN UND NUTZUNGSINTENSITÄT
6.1.2. BEDEUTUNG IDENTITÄTSRELEVANTER PARAMETER (MARKE, OPTIK, EXPRESSIVE FUNKTION UND ANERKENNUNG)
6.1.3. STELLENWERT, VOR- UND NACHTEILE VON HANDY UND SMS
6.1.4. NUTZUNG VON HANDY UND SMS
6.1.5. HANDYNUTZUNG IN ANWESENHEIT DRITTER (METAKOMMUNIKATION)
6.1.6. AUSWIRKUNGEN DES HANDYS AUF DAS SOZIALE ZUSAMMENLEBEN
6.1.7. MEDIENNUTZUNG ALLGEMEIN
6.1.8. FREUNDE UND SOZIALES NETZWERK
6.1.9. EINSTELLUNGEN ZUM MOBILFUNKMARKT
6.2. TYPENBILDUNG
6.3. REFLEXION DER EMPIRISCHEN ERGEBNISSE
7. SCHLUßBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die soziale und kommunikative Bedeutung des Mobiltelefons im Leben Jugendlicher unter Einbeziehung konsumsoziologischer und identitätstheoretischer Perspektiven, um die Ursachen des ausgeprägten Kommunikationsbedürfnisses und die Auswirkungen medial vermittelter Kommunikation zu ergründen.
2.3. Das Mobiltelefon als Gebrauchsgut
Im folgenden Kapitel steht das Handy im Zentrum. Dieses handliche Telefongerät, das mobile Telekommunikation ermöglicht, trägt eigentlich die Bezeichnung „Mobiltelefon“. Bei seiner Bedeutung als Konsumgut gerät vor allem die Verwendungsebene in den Blick, denn als Gebrauchsgut währt seine Nutzung länger und sie weist verschiedene soziale Implikationen auf. Im folgenden sollen kommunikations- und kultursoziologische Herangehensweisen Beachtung finden, um das Handy als Konsumobjekt soziologisch und sozialpsychologisch zu begreifen.
Einige Stichworte, die die umfangreichen und ambivalenten Auswirkungen des Handys auf das Sozialleben verdeutlichen, wurden in einem Bericht mit dem Titel „Mode-Droge Telefon“ des Südwestfunks geliefert: Trotz kurzer Gesprächsdauer wird es im öffentlichen Raum häufig als Störenfried wahrgenommen. Sowohl das Klingeln des Handys als auch das laut geführte Telefongespräch empfinden viele Menschen als Belästigung, zumal es in allen gesellschaftlichen Gegebenheiten passieren kann. In der Folge bedarf es einer regulierenden „Handy-Etikette“.
1. DIE JUGEND: Analysiert den Strukturwandel der Jugendphase im Kontext einer individualisierten Gesellschaft und die Bedeutung der Jugend als eigenständige, durch Peer-Beziehungen geprägte Lebensphase.
2. DER MODERNE KONSUM: Beleuchtet die sozialpsychologischen Hintergründe des Konsumverhaltens, bei dem Güter zunehmend als Symbole der Identitätsarbeit und Selbstdarstellung fungieren.
3. DIE MODERNE IDENTITÄT: Setzt sich mit Konzepten der Identitätsforschung auseinander und untersucht, wie Kommunikation und Konsum zur Identitätskonstruktion in einer pluralisierten Welt beitragen.
4. DIE MODERNE KOMMUNIKATION: Führt in die Grundlagen der medienvermittelten interpersonalen Kommunikation ein und bereitet die empirische Analyse durch eine Auseinandersetzung mit dem sozialen Charakter technischer Kommunikationsmedien vor.
5. FRAGESTELLUNG UND DURCHFÜHRUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG: Legt die methodische Grundlage der qualitativen Studie offen, die mittels teilstandardisierter Interviews Erkenntnisse über die Bedeutung des Handys für Jugendliche gewinnt.
6. ERGEBNISSE: Präsentiert und interpretiert die erhobenen Daten, wobei Typologien der Handynutzung entwickelt und die Resultate theoriegeleitet reflektiert werden.
7. SCHLUßBETRACHTUNG: Führt die empirischen Befunde mit der Theorie zusammen und bietet einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich der mobilen Kommunikation.
Jugendphase, Mobiltelefon, Konsumsoziologie, Identitätsbildung, SMS, medienvermittelte Kommunikation, Metakommunikation, Lebensstil, Peergroup, soziale Anerkennung, Qualitatives Interview, Typenbildung, Identität, Soziale Netzwerke
Die Arbeit untersucht das Kommunikationsverhalten Jugendlicher im Kontext der Mobilfunknutzung, speziell Handy und SMS, aus soziologischer und sozialpsychologischer Perspektive.
Die zentralen Themen umfassen den Strukturwandel der Jugend, die Rolle des Konsums als Mittel der Identitätsarbeit und die Bedeutung technisch vermittelter Kommunikation für den sozialen Alltag.
Das primäre Ziel ist es, die soziale Bedeutung des Handys für Jugendliche zu erforschen und aufzuklären, wie dieses Gerät in den Prozess der Identitätsbildung und sozialen Interaktion eingebunden ist.
Die Arbeit verwendet eine qualitative empirische Methodik, basierend auf teilstandardisierten Interviews mit 20 Jugendlichen unterschiedlicher Schulformen und Altersgruppen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zur Jugend-, Konsum- und Identitätssoziologie sowie einen empirischen Teil, der die tatsächliche Handynutzung und -einstellung der befragten Jugendlichen analysiert.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Jugendphase, Identitätsbildung, Handynutzung, SMS, Konsumsoziologie und medienvermittelte Kommunikation.
Die Typenbildung differenziert zwischen geltungsorientierten Nutzern, die das Handy zur Selbstdarstellung und Anerkennungssuche verwenden, und funktional orientierten Nutzern, die den technischen Nutzwert betonen.
Die SMS dient den Jugendlichen häufig als bevorzugtes, kostengünstiges und unverbindliches Mittel zur Kontaktpflege, das insbesondere bei der Organisation von Treffen und im Flirt-Kontext eine zentrale, oft sogar das Telefonat übertreffende Rolle einnimmt.
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