Bachelorarbeit, 2020
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
2.1. Der geschichtliche Hintergrund der Autismus-Spektrum-Störung
2.2. Definition Autismus-Spektrum-Störung
2.2.1. Der frühkindliche Autismus (F84.0)
2.2.2. Das „Asperger-Syndrom“ (F84.5)
2.2.3. Der atypische Autismus (F84.1)
2.3. Ursachendiskussion – Ätiologie und Störungskonzept
2.4. Prävalenz und Komorbidität
2.5. Die Diagnose von Autismus-Spektrum-Störung
3. Fördermaßnahmen
3.1. Die Applied Behavior Analysis (ABA)
3.2. Das Picture Exchange Communication System (PECS)
3.3. ‚Außenseitermethoden‘ – ein Exkurs
3.4. Der TEACCH-Ansatz
3.4.1. Der TEACCH-Grundgedanke
3.4.2. Das Structured Teaching als Kern des Ansatzes
3.4.2.1. Der Raum
3.4.2.2. Die Zeit
3.4.2.3. Arbeitsorganisation bzw. Arbeitssystem
3.4.2.4. Aufgaben und Tätigkeiten
3.4.2.5. Routinen
3.4.3. Evidenz und Kritikpunkte des TEACCH-Ansatzes
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, über Autismus-Spektrum-Störungen aufzuklären und gängige Fehlannahmen zu revidieren, während sie gleichzeitig die Wirksamkeit und praktische Anwendung des TEACCH-Ansatzes (Treatment and Education for Autistic and Communications handicapped Children) als zentrales Förderprogramm untersucht.
3.4. Der TEACCH-Ansatz
Der Begriff TEACCH leitet sich vom Englischen „Treatment and Education for Autistic and Communiations handicapped CHildren“ ab und bedeutet übersetzt „Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise Kommunikationsbehinderter“ (Häußler 2016: 13) bedeutet. TEACCH wurde durch Eric Schopler begründet und ist ein ganzheitlicher pädagogischer und verhaltenstherapeutischer Ansatz, der zur Förderung von Kommunikationsbeeinträchtigungen bei Menschen mit autistischer Störung eingesetzt werden kann (vgl. Paschke-Müller et al. 2017: 11). Der Name TEACCH mit der Aussprache ‚teach‘ (=englisch für „unterrichten“) wurde sehr bewusst so gewählt, denn er macht deutlich, dass der Schwerpunkt der Hilfen im pädagogischen Bereich liegt (vgl. Häußer 2016: 13).
Es versteht sich als Ansatz des strukturierten Lehrens und Lernens für Menschen mit schwerwiegenden Problemen in den Bereichen Wahrnehmung, Kommunikation und Interaktion. TEACCH ist somit keine Therapiemethode, sondern ein Rahmengerüst zur Förderung und Erziehung von autistischen Menschen (Kamp-Becker, Bölte 2014: 80).
TEACCH ist keine Therapie einzelner Symptome, sondern eine ganzheitliches pädagogisches Entwicklungskonzept (vgl. Häußer 2016: 13). Die Grundkonzeption des Ansatzes eignet sich für Menschen jeder Altersgruppe und Kompetenzstufe und kann sowohl im therapeutischen und pädagogischen Rahmen, wie Kindergarten, Schule oder Krippe, als auch im häuslichen Alltag angewandt werden. Das übergeordnete Ziel von TEACCH ist es, den Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung eine größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstentfaltung zu ermöglichen. Um dies zu erreichen soll ein Umfeld geschaffen werden, das für die jeweiligen Bedürfnisse jedes Einzelnen ideale Voraussetzungen bietet, um strukturiert zu leben, zu lernen, zu arbeiten und sich sozial integrieren zu können (vgl. Hartmann 2018: 124f.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Medienpräsenz von Autismus ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Förderansätzen, insbesondere dem TEACCH-Programm.
2. Autismus-Spektrum-Störung (ASS): Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext, die medizinische Definition sowie die Ursachen und Diagnostik der verschiedenen Subgruppen innerhalb des Autismus-Spektrums.
3. Fördermaßnahmen: Hier werden verschiedene therapeutische und pädagogische Interventionsmöglichkeiten vorgestellt, wobei ein detaillierter Schwerpunkt auf der methodischen Analyse des TEACCH-Ansatzes liegt.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die ganzheitliche Bedeutung einer individuellen Förderung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung im gesellschaftlichen Kontext.
Autismus-Spektrum-Störung, TEACCH-Ansatz, Structured Teaching, Frühförderung, Kommunikation, Sozialpädagogik, Diagnostik, Inklusion, Verhaltensauffälligkeiten, visuelle Strukturierung, Autonomie, Therapieansätze, Angewandte Verhaltensanalyse, Pädagogisches Konzept, Lebenszufriedenheit
Die Arbeit befasst sich mit dem Erscheinungsbild der Autismus-Spektrum-Störung, deren theoretischen Grundlagen, Diagnostik und den verschiedenen Möglichkeiten der pädagogischen Förderung und Unterstützung.
Die zentralen Themen umfassen die historische Einordnung, die klinische Symptomatik und Klassifikation laut ICD-10/DSM-5 sowie eine fundierte Analyse verschiedener Interventionsmethoden bei Autismus.
Das Ziel ist es, über Autismus aufzuklären, falsche Stereotypen abzubauen und zu untersuchen, inwieweit der TEACCH-Ansatz zur Selbstständigkeit und sozialen Integration Betroffener beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer theoretischen Schwerpunktanalyse des TEACCH-Programms sowie dessen Prinzipien der "strukturierten Förderung".
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Autismus-Spektrum und eine detaillierte Untersuchung der Behandlungsmethoden Applied Behavior Analysis (ABA), Picture Exchange Communication System (PECS) und schwerpunktmäßig des TEACCH-Ansatzes.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Autismus-Spektrum-Störung, TEACCH, strukturierte Förderung, Selbstständigkeit, Autismus-Diagnostik und Unterstützungssystems definiert.
Es handelt sich um ein didaktisches Instrument, das durch visuelle Strukturierung und klare Organisation von Raum, Zeit und Aufgaben dem autistischen Menschen Sicherheit und Orientierung geben soll.
Die Forschung zeigt, dass Eltern als Co-Therapeuten maßgeblich zum Therapieerfolg beitragen können und die Einbindung ihre eigene Belastung und ihr Kompetenzempfinden im Umgang mit der Störung deutlich verbessert.
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