Diplomarbeit, 2007
73 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Servicemarketing
2.2 Investive Serviceleistungen
2.3 Technischer Kundendienst
2.4 Servicemerkmale
2.5 Servicespezifische Besonderheiten aus Sicht der Nachfrager
3 Komponenten einer Service-Konzeption
3.1 Ziele
3.2 Situationsanalyse
3.3 Strategien
3.4 Marketing-Mix
3.4.1 Leistungspolitik
3.4.2 Kommunikationspolitik
3.4.3 Kontrahierungspolitik
3.4.3.1 Preisdifferenzierung
3.4.3.2 Preisbündelung/Entbündelung
3.4.3.3 Gestaltung von Serviceverträgen
3.4.4 Distributionspolitik
3.4.5 Personalpolitik
4 Praxisbeispiel der Investitionsgüterindustrie
5 Schlussbetrachtung
6 Ausblick
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung und operativen Gestaltung von Serviceleistungen in der Investitionsgüterindustrie, um vor dem Hintergrund gesättigter Märkte Wettbewerbsvorteile durch professionelles Servicemanagement zu erzielen.
2.4 Servicemerkmale
Vor der Übertragung grundsätzlicher Marketingprinzipien und -methoden auf das Servicemarketing ist zu klären, welche spezifischen Charakteristika Serviceleistungen aufweisen, wobei auch die Unterschiede zu Investitionsgütern von Interesse sind. Serviceleistungen sind jedoch schwierig zu charakterisieren, weil sie sehr unterschiedlich sind. Trotz der Vielfalt der Serviceformen lassen sich jedoch zwei besonders starke Leistungseigenschaften erkennen, welche bei ihrer Entwicklung, ihrer Vermarktung und ihrem Einsatz beachtet werden müssen.
Immateriellität: Das unmittelbare Ergebnis einer immateriellen Serviceleistung ist überwiegend nicht fassbar. Es kann folglich nicht gefühlt, gesehen oder auf andere Weise sinnlich wahrgenommen werden. Bereits in der Angebotsphase kann lediglich ein Leistungsversprechen gegeben werden. Die Leistung kann nicht, wie bei einem Sachgut, angeschaut oder angefasst werden. Das kann zu einem Problem bei der Preisfindung und Rechnungsstellung führen. Eine mögliche Lösung ist, die Serviceleistung zu visualisieren und materialisieren, z.B. durch Aushändigung einer Programmierhilfe. Durch das Merkmal der Immateriellität ist ein erheblicher Aufwand für die Dokumentation, Präsentation, Kommunikation und Vertrauensbildung in Bezug auf das Leistungsangebot erforderlich.
Aus der Immateriellität resultieren u.a. die Merkmale der Nichtlagerfähigkeit und der Nichttransportfähigkeit von Serviceleistungen. Weil Serviceleistungen immateriell sind und ein enger zeitlicher, räumlicher und personeller Transaktionsverbund besteht, können diese in der Regel nicht gelagert und auf Vorrat produziert werden. Durch den zeitlichen Zusammenfall von Produktion und Konsum sind Serviceleistungen in ihrem Arbeitsanfall fremdbestimmt.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die wachsende Bedeutung von Serviceleistungen in der Investitionsgüterindustrie als Differenzierungsmerkmal und Erfolgsfaktor.
2 Grundlagen: Es erfolgt die Definition und Abgrenzung zentraler Begriffe wie Servicemarketing, investive Serviceleistungen und Technischer Kundendienst sowie eine Analyse spezifischer Leistungsmerkmale.
3 Komponenten einer Service-Konzeption: Dieser Hauptteil beschreibt den Prozess der Service-Strategieentwicklung, unterteilt in Zielsetzung, Situationsanalyse, Strategieformulierung und die konkrete Ausgestaltung des operativen Marketing-Mixes.
4 Praxisbeispiel der Investitionsgüterindustrie: Die theoretischen Erkenntnisse werden anhand der Service-Strategie und Programme (z.B. "FACTS") der Sartorius AG konkretisiert und veranschaulicht.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit einer ganzheitlichen Integration von Serviceleistungen in die Unternehmensstrategie.
6 Ausblick: Analyse zukünftiger Marktentwicklungen und der steigenden Relevanz von Servicekompetenz gegenüber reiner Produktkompetenz.
Servicemarketing, Investitionsgüterindustrie, Technischer Kundendienst, Marketing-Mix, Immateriellität, Kundenintegration, Prosumer, Servicekonzeption, Preisdifferenzierung, Serviceverträge, Sartorius AG, After-Sales-Service, Dienstleistungsmanagement, Wettbewerbsvorteil, Strategisches Marketing.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen der Investitionsgüterindustrie Serviceleistungen strategisch und operativ vermarkten können, um sich von Wettbewerbern abzuheben.
Im Fokus stehen die Grundlagen des Servicemarketings, die Besonderheiten von Dienstleistungen (Immateriellität, Kundenintegration) und die systematische Entwicklung von Service-Konzeptionen.
Das Ziel ist es, einen kompakten Überblick über die Besonderheiten des Dienstleistungsmarketings zu geben und aufzuzeigen, wie diese in der Investitionsgüterindustrie erfolgreich umgesetzt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung der Marketinginstrumente kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudienanalyse der Sartorius AG.
Der Hauptteil erörtert die Komponenten einer Service-Konzeption, angefangen bei der Zielfindung über Situationsanalysen bis hin zur detaillierten Gestaltung des Marketing-Mixes (Leistung, Kommunikation, Kontrahierung, Distribution, Personal).
Die wichtigsten Begriffe sind Servicemarketing, Investitionsgüterindustrie, Technischer Kundendienst, Service-Konzeption und Marketing-Mix.
Der Kunde wird als „Prosumer“ bezeichnet, da er durch die notwendige Kundenintegration aktiv an der Erstellung der Serviceleistung mitwirkt.
Die Arbeit beschreibt das Service-Programm „FACTS“ der Sartorius AG, das in verschiedene Module unterteilt ist, um Kunden während des gesamten Produktlebenszyklus umfassend zu betreuen.
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