Wissenschaftliche Studie, 2008
46 Seiten
1. Vorbemerkungen
2. Die präkolumbianischen Kulturen in der Hochebene von Mexiko
3. Die spanische Eroberung
4. Die Herrschaft der Spanier in Nueva España
5. Schlussbemerkungen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist eine differenzierte Analyse des historischen Aufeinandertreffens der spanischen Krone und des aztekischen Imperiums im 16. Jahrhundert, wobei insbesondere die Komplexität der kulturellen Begegnung und die Dynamik der nachfolgenden Herrschaftsstrukturen in Neu-Spanien untersucht werden.
Die präkolumbianischen Kulturen in der Hochebene von Mexiko
Als die Spanier mit Hernando Córtes am 12.3.1519 in der heutigen Campeche Bay im mexikanischen Bundesstaat Campeche landeten, fanden sie hochentwickelte und differenzierte Gesellschaften vor, die sich über einen längeren Zeitraum entwickelt hatten. Heute geht man von einer ersten Besiedlung seit ca.13 000 a. C. aus und man teilt die Geschichte der Einwanderung in mehrere Abschnitte ein, aber erst ab einer Zeit von 1800 a. C. bzw. 700 a. C. (2.1). Für die Zeit davor hat man nur wenige archäologische Funde, die kein geschlossenes Bild ergeben. Wir wissen aber, dass seit ca. 3500 a. C. Menschen sesshaft wurden und die Landwirtschaft mit Mais und Bohnen entwickelten und die Haustiere Hund bzw. Truthahn kannten. Transporte wurden nur von Menschen durchgeführt. Die frühen Kulturen von Mesoamerika verfügten nicht über das Rad. Mit Funden ist es nur für Kinderspielzeug überliefert (2.2). Pietschmann unterscheidet für Mexiko das Präklassikum (ca. 700 a. C. – 400 p. C.) mit der Kultur der Olmeken in Gebieten der Bundesstaaten Campeche, Tabasco und Veracruz, das Klassikum (ca. 400 – 900 p. C.) mit den Hochkulturen der Maya in Palenque, Tikal, Cobán, Uxmal und Chichén Itzá sowie der Zapoteken in Monte Albán und natürlich von Teotihuacán, außerdem das frühe Postklassikum (900 – 1200 p. C.) bzw. das späte Postklassikum (1200 – 1520 p. C.) (2.3).
Alle Völker von Mesoamerika haben gemeinsame Kulturtechniken entwickelt, wie die recht differenzierte Landwirtschaft, eine Schrift, fundierte Kalender- und Zahlensysteme und Religionen mit einem breiten Pantheon. In der weiteren Entwicklung erkennen wir auch gegliederte Gesellschaften mit einer klaren, abgegrenzten Hierarchie. Die genannten Zentren waren immer auch von Krisen betroffen, die zu einem Niedergang und nach einer Übergangzeit zum Verlassen derselben führte. Die Neugründung von Zentren war dann auch die Folge. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist dies zurückzuführen auf „Klimaanomalien, Kriege, Wanderungsbewegungen und Überbevölkerung“ (2.4). Die mexikanische Hochebene war auch immer ein Ziel von einwandernden Ethnien, die sicherlich auch einen Beitrag dieser Dynamik auslösten.
1. Vorbemerkungen: Einführung in die Thematik des Zusammentreffens von zwei Großmächten und die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung abseits vereinfachender Eroberungsmythen.
2. Die präkolumbianischen Kulturen in der Hochebene von Mexiko: Beschreibung der Entwicklung hochkomplexer mesoamerikanischer Gesellschaften und ihrer kulturellen Errungenschaften vor der Ankunft der Spanier.
3. Die spanische Eroberung: Analyse des Eroberungszuges durch Hernán Cortés, unter Berücksichtigung der diplomatischen, militärischen und soziokulturellen Faktoren der Interaktion mit indigenen Gruppen.
4. Die Herrschaft der Spanier in Nueva España: Untersuchung des Aufbaus der kolonialen Machtstruktur, des Encomienda-Systems und der Rolle der christlichen Missionierung im neu geformten Neu-Spanien.
5. Schlussbemerkungen: Reflexion über das historische Erbe der Eroberung und deren anhaltende Bedeutung für das moderne mexikanische Selbstverständnis.
Azteken, Spanier, Hernán Cortés, Neu-Spanien, Encomienda, Mesoamerika, Konquista, Missionierung, Moctezuma, Tenochtitlán, Kolonialgeschichte, Indigenas, Kulturkontakt, Geschichte Mexikos, Quetzalcoatl
Die Arbeit befasst sich mit der komplexen historischen Interaktion zwischen dem aztekischen Imperium und den spanischen Eroberern sowie den daraus resultierenden gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in Mexiko.
Zu den Schwerpunkten zählen die präkolumbianischen Hochkulturen, der Prozess der spanischen Eroberung, die Etablierung des kolonialen Herrschaftssystems (Encomienda) und der Einfluss der katholischen Kirche auf die indigene Bevölkerung.
Das Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte Darstellung des Aufeinandertreffens der beiden Großmächte, die über veraltete Eroberungsmythen hinausgeht und die Dynamik der Vermischung sowie der Konflikte beleuchtet.
Die Arbeit stützt sich auf eine interdisziplinäre Auswertung historischer Quellen, archäologischer Befunde und kulturwissenschaftlicher Ansätze, um den historischen Prozess in Nueva España zu rekonstruieren.
Der Hauptteil analysiert detailliert die sozialen Strukturen der Azteken, den Eroberungszug unter Cortés, die Mechanismen der spanischen Herrschaftsausübung und die Rolle religiöser Orden im Transformationsprozess.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Azteken, Spanier, Encomienda, Konquista, Missionierung, Mesoamerika und koloniale Identitätsbildung.
Moctezuma II. agierte als aztekischer Herrscher in einer für sein Reich äußerst kritischen Phase; sein diplomatisches, aber oft rätselhaftes Verhalten gegenüber den spanischen Invasoren bleibt Gegenstand historischer Debatten.
Es handelte sich um ein System zur Verteilung von Land und Arbeitskräften an spanische Eroberer, das zur wirtschaftlichen Einbindung und Ausbeutung der indigenen Bevölkerung diente.
Der Fall des Machtzentrums markierte den Zusammenbruch des aztekischen Imperiums und den Beginn einer neuen Ära, in der die spanische Verwaltung schrittweise die Kontrolle übernahm.
Sie gilt als zentrale Figur des mexikanischen Katholizismus und dient bis heute als Symbol der spirituellen Brückenbildung zwischen der indianischen Kultur und dem Christentum.
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