Bachelorarbeit, 2023
123 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Berufliche Selbstwirksamkeitserwartung
2.2 Kognitionsbedürfnis
2.3 Betriebsklima
2.4 Einkommen
2.5 Boreout
2.6 Forschungsstand und Ableitung der Forschungsfrage und -hypothesen
2.6.1 Berufliche Selbstwirksamkeitserwartung und Boreout
2.6.2 Kognitionsbedürfnis und Boreout
2.6.3 Betriebsklima und Boreout
2.6.4 Einkommen und Boreout
2.6.5 Ableitung der Forschungsfrage und -hypothesen
3 Methodik
3.1 Stichprobe
3.2 Untersuchungsdesign und -durchführung
3.3 Erhebungsinstrumente
3.3.1 Manifeste Variablen
3.3.2 Berufliche Selbstwirksamkeitserwartung
3.3.3 Need for Cognition
3.3.4 Positives Betriebsklima
3.3.5 Boreout
3.4 Pretest
4 Ergebnisse
4.1 Pretest
4.2 Deskriptive Statistiken
4.2.1 Datenaufbereitung
4.2.2 Deskriptive Statistik der manifesten Variablen
4.2.3 Psychometrische Kennwerte der latenten Variablen
4.2.4 Deskriptive Statistik der Variablen zur Hypothesenprüfung
4.3 Inferenzstatistiken
4.3.1 Berufliche Selbstwirksamkeitserwartung und Boreout
4.3.2 Kognitionsbedürfnis und Boreout
4.3.3 Betriebsklima und Boreout
4.3.4 Einkommen und Boreout
4.4 Explorative Statistiken
4.4.1 Moderatormodelle
4.4.2 Mediatormodelle
4.4.3 Explorative Statistik der manifesten Variablen
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.1.1 Berufliche Selbstwirksamkeitserwartung und Boreout
5.1.2 Kognitionsbedürfnis und Boreout
5.1.3 Betriebsklima und Boreout
5.1.4 Einkommen und Boreout
5.1.5 Beantwortung der Forschungsfrage
5.1.6 Explorative Ergebnisse
5.2 Praktische Implikationen
5.3 Limitation und weiterführende Forschung
6 Literaturverzeichnis
Die Forschungsarbeit untersucht, welche Persönlichkeitseigenschaften und beruflichen Kontextfaktoren mit der Ausprägung des Boreout-Phänomens im Arbeitsalltag zusammenhängen. Das primäre Ziel ist es, durch eine empirisch-quantitative Analyse Zusammenhänge zwischen Unterforderung, Desinteresse und Langeweile sowie Faktoren wie Selbstwirksamkeit, Betriebsklima und Einkommen aufzudecken.
2.3 Betriebsklima
Welche Faktoren beeinflussen das Betriebsklima? Darauf könnte man antworten: „Alle“, denn das Betriebsklima ist etwas Lebendiges. In gewisser Weise ist es mit dem menschlichen Organismus vergleichbar. Es besteht aus so vielen Einzelteilen, die nur funktionieren, wenn sie sich zu einem Ganzen zusammenfügen, quasi in einen Gesamtplan eingliedern. Wie in unserem Körper bestehen gegenseitige Abhängigkeiten. Daher ist es auch so schwierig einen erkrankten oder störenden Teil zu extrahieren. Ob das Betriebsklima im Gesamten gut oder schlecht ist, erkennt man schnell. Doch, warum es das ist meist nicht. (Hennerfeind et al., 2020, S. 131-132)
Ion und Schneider (2022) postulieren, dass das Betriebsklima durch vier Klimazonen geprägt wird, die in einer reziproken Beziehung zueinander stehen. Die Erste ist die unternehmerische Klimazone, die vor allem durch das Unternehmensleitbild und seine Führungsleitlinien, aber auch durch Arbeitszeit- und Gehaltsmodelle ausgezeichnet wird. Die Zweite ist die räumliche Klimazone, die die Raumsituation und die Arbeitsausstattung betrifft. Die Dritte ist die soziale Klimazone, die vor allem durch Führungskräfte und Kolleginnen und Kollegen, aber auch durch den möglicherweise vorhandenen Betriebsrat geprägt ist. Die vierte und letzte Klimazone betrifft die Atmosphäre, also die Kollegialität sowie das Vertrauen untereinander. Da das Einkommen als Teil der unternehmerische Klimazone als separater Prädiktor (Kap. 2.4) betrachtet wird und die Operationalisierung „Positives Betriebsklima“ von Weyer et al. (2014) die Zufriedenheit mit dem sozialen und atmosphärischen Klima erfasst, wird sich im Folgenden primär mit ebendiesen Klimazonen beschäftigt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche und psychologische Relevanz von Unterforderung und Langeweile im Beruf und leitet die Relevanz des Themas Boreout ab.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Konstrukte des Boreout, der Selbstwirksamkeit, des Kognitionsbedürfnisses, des Betriebsklimas sowie des Einkommens vor und leitet daraus die Hypothesen ab.
3 Methodik: Der methodische Abschnitt beschreibt das Untersuchungsdesign, die Stichprobengewinnung sowie die verwendeten psychometrischen Erhebungsinstrumente für eine quantitative Analyse.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die deskriptive Statistik der Stichprobe sowie die Inferenzstatistik zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Korrelationsanalysen.
5 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die statistischen Befunde unter Rückbezug auf die theoretischen Annahmen und leitet praktische Implikationen für Unternehmen ab.
6 Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten Quellen und Studien vollständig aufgeführt.
Boreout, Unterforderung, Arbeitspsychologie, Selbstwirksamkeit, Kognitionsbedürfnis, Betriebsklima, Einkommen, Arbeitszufriedenheit, Motivation, Zwei-Faktoren-Theorie, Quantitative Forschung, Person-Job-Fit, Arbeitsbelastung, Job Enrichment, Stressforschung.
Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Boreout" im Arbeitskontext, welches durch Unterforderung, Desinteresse und Langeweile charakterisiert ist, und analysiert die Zusammenhänge mit verschiedenen persönlichen und beruflichen Faktoren.
Zentral sind die Persönlichkeitseigenschaften "Berufliche Selbstwirksamkeitserwartung" und "Kognitionsbedürfnis" sowie die beruflichen Kontextfaktoren "Betriebsklima" und "Einkommen".
Ziel ist es zu klären, ob und inwieweit die genannten psychologischen und sozioökonomischen Variablen linear mit der Ausprägung von Boreout korrelieren.
Es handelt sich um eine empirisch-quantitative Beobachtungsstudie im Querschnittsdesign, bei der Daten mittels eines Online-Fragebogens bei 256 berufstätigen Personen erhoben wurden.
Nach einem ausführlichen theoretischen Rahmen, der die Konstrukte fundiert, werden in der Methodik die Skalen validiert und in den Ergebnissen Korrelationsanalysen sowie Moderations- und Mediatormodelle zur Klärung der Variablenzusammenhänge präsentiert.
Wichtige Begriffe sind Boreout, Selbstwirksamkeit, Betriebsklima, Kognitionsbedürfnis, Person-Job-Fit und Arbeitszufriedenheit.
Die Untersuchung weist einen schwach negativen Zusammenhang nach, was bedeutet, dass ein höheres Einkommen statistisch mit einer geringeren Ausprägung von Boreout-Symptomen korreliert, wobei das Einkommen als Hygienefaktor im Sinne der Zwei-Faktoren-Theorie betrachtet wird.
Die statistische Analyse des vorliegenden Datensatzes kann keinen signifikanten Unterschied in der Ausprägung der Boreout-Werte zwischen männlichen und weiblichen Befragten stützen.
Die Daten zeigen einen moderaten, sehr signifikanten Unterschied zwischen Gruppen mit und ohne Führungsverantwortung, wobei Befragte ohne Führungsverantwortung tendenziell höhere Boreout-Werte angeben.
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