Diplomarbeit, 2007
65 Seiten, Note: 3,0
1. Aufbau der Arbeit
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Gesundheit
2.2 Krankheit
2.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.4 Führungsstile und Führungsverhalten
3. Grundlagen betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Altenhilfe
3.1 Arbeitssicherheits- und Arbeitsschutzgesetze
3.2 Ottawa-Charta der “World Health Organisation” (WHO)
3.3 Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung
3.4 Maßnahmen des Arbeitgebers
3.4.1 Situation der Mitarbeiter und deren Maßnahmen
3.4.2 Ursachen aus Sicht des Arbeitgebers
4. Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.1 Führungsmanagement als Grundsatz betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.1.1 Leitbild und Unternehmenskultur
4.1.2 Führungsgrundsätze und –regeln
4.2 Anforderungen und Rahmenbedingungen
4.2.1 Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung und Organisation
4.3 Schnittstellen zum Pflegemanagement
4.3.1 Sach- und Personenaufgaben
4.4 Pflichten des Altenheims
5. Ziele betrieblichen Gesundheitsmanagements
5.1 Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter
5.1.1 Kommunikation und Zusammenarbeit
5.1.2 Organisation und Rahmenbedingungen
5.1.3 Senkung der Fehlzeitenrate und deren Kosten
5.1.4 Gesundes Verhalten der Mitarbeiter
5.2 Bedeutende Faktoren zu Problematiken operationaler Gesundheitsmanagementziele
6. Maßnahmen zum Führungsmanagement zur Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmanagements
6.1 Fachliche und soziale Mitarbeiterintegration
6.1.1 Abgrenzung von Tätigkeitsbereichen
6.1.2 Arbeitszeit
6.1.3 Weiterbildung
6.1.4 Hospitation
6.2 Auswirkungen eines veränderten Führungsmanagements
7. Zusammenfassung
7.1 Resümee
Die Arbeit untersucht, wie durch ein verändertes Führungsmanagement die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern in der Altenhilfe langfristig erhalten werden kann, um den steigenden Anforderungen und einer hohen Krankheitsbelastung entgegenzuwirken.
3.4.1 Situation der Mitarbeiter und deren Maßnahmen
Jeweils zu Anfang des Jahres 2005 und 2006, erkrankten eine stark erhöhte Anzahl an Mitarbeitern (25 %) innerhalb eines kurzen Zeitraumes für mehrere Wochen hintereinander (3 Wochen und mehr). Insbesondere die examinierten qualifizierten Pflegemitarbeiter waren davon betroffen. Diese mussten unter veränderten, baulichen Bedingungen arbeiten. Aufgrund von massiven baulichen Sanierungsmaßnahmen des betroffenen Altenheimes, hatten die Mitarbeiter in einem Zeitraum von 15 Monaten u. a. verlängerte Laufwege in Kauf zu nehmen. Zudem waren 23 Bewohner auf fünf Wohnetagen verteilt. Die anderen 41 Bewohner waren in einem anderen Altenheimtrakt eines anderen Hauses ausgelagert worden. Der Zusammenhalt beider Stationen und das gemeinsame Wir – Gefühl (corporate identity) wurde in dieser Zeit nachhaltig gestört. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen und Umzug Mitte Dezember 2005 in das neue Altenheim, musste sich bei den Mitarbeitern wieder ein neues Gemeinschaftsgefühl entwickeln und neue Arbeitswege innerhalb des Hauses und den Wohnbereichen einpendeln.
Dabei mussten sie, während ihrer täglichen Routinearbeit, lange Laufwege aufgrund von vermehrten Einzelzimmern in Kauf nehmen. Die gesunden Mitarbeiter kompensierten die krankheitsbedingt fehlenden Mitarbeiter mit ihren vermehrten körperlichen und psychischen Leistungen sowie Mehrarbeitsstunden. Durch die psychische und vermehrt körperliche Belastung sowie durch einen vermehrten Arbeitseinsatz, konnten sich psychotische Erkrankungen wie Depression, Burnout und chronische Leiden wie Muskel- und Skeletterkrankungen entwickeln. Der wechselnde Schichtdienst, ein verändertes Bewohnerklientel mit erhöhten Ansprüchen und Anforderungen, sowie deren Angehörigen mit individuellen psychischen Komponenten, trugen zur erhöhten, physischen und psychischen Belastungen bei. Hinzu kommt, dass der Pflegeberuf vorwiegend ein Frauenberuf ist und sich dadurch private zusätzliche Belastungen ergeben.
1. Aufbau der Arbeit: Einführung in die Problematik der steigenden Anforderungen in der Altenhilfe und Begründung der Relevanz für das betriebliche Gesundheitsmanagement.
2. Begriffsbestimmungen: Definition der zentralen Begriffe Gesundheit, Krankheit, betriebliches Gesundheitsmanagement sowie verschiedene Führungsstile.
3. Grundlagen betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Altenhilfe: Darstellung gesetzlicher Rahmenbedingungen, der Ottawa-Charta und der Luxemburger Deklaration im Kontext der Altenpflege.
4. Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren betrieblichen Gesundheitsmanagements: Analyse von Unternehmenskultur, Führungsgrundsätzen und den Anforderungen an eine gesundheitsgerechte Organisation.
5. Ziele betrieblichen Gesundheitsmanagements: Fokus auf Mitarbeiterzufriedenheit, Kommunikation, Senkung der Fehlzeiten und Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens.
6. Maßnahmen zum Führungsmanagement zur Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Konkrete Strategien zur Mitarbeiterintegration, Arbeitszeitgestaltung und Qualifizierung.
7. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die Ergebnisse und das persönliche Resümee der Autorin.
Altenhilfe, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Führungsmanagement, Mitarbeitergesundheit, Arbeitsfähigkeit, Unternehmenskultur, Pflegemanagement, Fehlzeiten, Gesundheitsförderung, Kommunikation, Mitarbeiterzufriedenheit, Führungsgrundsätze, Arbeitsorganisation, Demografischer Wandel, Personalentwicklung
Die Arbeit behandelt die Erhaltung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern in der stationären Altenhilfe durch die gezielte Optimierung des Führungsmanagements.
Die zentralen Felder umfassen die Unternehmenskultur, gesundheitsgerechte Führung, Arbeitsorganisation, Kommunikation sowie die Maßnahmen zur Mitarbeiterintegration und Fehlzeitenreduzierung.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie ein verändertes Führungsmanagement durch einen ganzheitlichen Ansatz die Gesundheit der Mitarbeiter schützen und die Arbeitszufriedenheit sowie die Qualität der Pflege steigern kann.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung in Form einer Mitarbeiterbefragung sowie einer fundierten Literaturanalyse zu Management- und Gesundheitskonzepten.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen, Voraussetzungen, Erfolgsfaktoren sowie spezifische Maßnahmen zum Führungsmanagement, inklusive der Schnittstellen zum Pflegemanagement.
Die wichtigsten Schlagworte sind Altenhilfe, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Führung, Mitarbeitergesundheit, Unternehmenskultur und Arbeitsfähigkeit.
Eine gelebte, positive Unternehmenskultur fördert die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Betrieb, reduziert Angst und Stress und ist somit ein wesentlicher Faktor für die psychische und physische Gesundheit.
Aufgrund hoher körperlicher und psychischer Belastungen bei knappen Personalressourcen ist eine gute Führung entscheidend, um Burnout und hohe Krankheitsausfallraten zu minimieren und den Konkurrenzkampf um Fachkräfte zu bestehen.
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