Bachelorarbeit, 2022
56 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 (Wahre) Kriminalfälle im Fernsehen
3 Modus des Dokumentarischen
3.1 Gattung des Dokumentarfilms
3.1.1 Realitätsbezug
3.1.2 Authentizität
3.1.3 Nicht-Fiktionalität
3.2 Dokumentation
3.2.1 Doku-Drama
3.2.2 Doku-Soap
3.3 Reality-TV
3.3.1 Realitätsanspruch
3.3.2 Inszenierungsstrategien
3.3.3 Grenzüberschreitung
4 Analyse ausgewählter True Crime Formate
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Analyse Katharina Kleinschmidt
4.2.1 Inhalt und Repräsentation
4.2.2 Narration und Dramaturgie
4.2.3 Figuren und Akteure
4.2.4 Ergebnissicherung
4.3 Analyse Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere
4.3.1 Inhalt und Repräsentation
4.3.2 Narration und Dramaturgie
4.3.3 Figuren und Akteure
4.3.4 Ergebnissicherung
4.4 Analyse Aktenzeichen XY...gelöst! vom 30. Juni 2021
4.4.1 Inhalt und Repräsentation
4.4.2 Narration und Dramaturgie
4.4.3 Figuren und Akteure
4.4.4 Ergebnissicherung
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das Genre "True Crime" hinsichtlich seiner Beschaffenheit und prüft die These, dass es sich dabei um ein hybrides Genre zwischen Dokumentation und Reality-TV handelt. Das primäre Ziel ist die Einordnung dieser hybriden Formate durch die Analyse ausgewählter Fallbeispiele.
3.3.2 Inszenierungsstrategien
Wie bereits in Kapitel 3.1.3 dargestellt wurde, ist jede mediale Produktion inszeniert. Die Inszenierung in Reality-TV erfolgt durch die Nutzung bestimmter Stilmittel, die sich in Anlehnung an Klaus und Lücke in folgende der fünf Kategorien Personalisierung, Intimisierung, Stereotypisierung, Emotionalisierung und Dramatisierung unterteilen lassen.
In Reality-TV-Formaten werden die ProtagonistInnen als Persönlichkeiten inszeniert, indem insbesondere ausdrucksvolle, einprägsame und interessante Charaktereigenschaften der ProtagonistInnen hervorgehoben werden. Dieser Blick in das private Leben soll das Interesse der RezipientInnen wecken. Durch die Personalisierung wird den ZuschauerInnen eine subjektive Sicht auf die Ereignisse gegeben und zugleich auch die authentische Darstellung verstärkt. Den RezipientInnen wird durch die Darstellung äußerst intimer und privater Informationen der ProtagonistInnen das Gefühl vermittelt, die Beteiligten bei einem persönlichen Lebensabschnitt begleiten zu können. Die ProtagonistInnen werden somit nicht nur als Figuren eines Fernsehformates, sondern vielmehr als Individuen inszeniert.
Zudem lässt sich innerhalb des Genres des Reality-TV häufig eine moralisierende Bewertung hinsichtlich der ProtagonistInnen und ihrer Handlungen wiederfinden. Diese erfolgt beispielsweise durch indirekte Kritik in Form von humorvollen Äußerungen. Eine moralische Wertung kann aber auch ausdrücklich durch Aussagen anderer ProtagonistInnen oder Voice-Over-Kommentaren erfolgen. Auf ästhetisch-visueller Ebene kann solche eine Inszenierung bewusst durch den gezielten Einsatz von hellen und dunklen Lichtverhältnissen verstärkt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas "True Crime" ein, erläutert den aktuellen Boom des Genres und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Hybridität zwischen Dokumentation und Reality-TV.
2 (Wahre) Kriminalfälle im Fernsehen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Vorläufer sowie die heutige Bedeutung und Vielfalt der Darstellung von Kriminalfällen in medialen Unterhaltungsformaten.
3 Modus des Dokumentarischen: Hier werden die theoretischen Grundlagen für die Gattung des Dokumentarfilms sowie die Genres Dokumentation und Reality-TV mit ihren jeweiligen Konventionen definiert.
4 Analyse ausgewählter True Crime Formate: Dieser Hauptteil widmet sich der konkreten Untersuchung dreier Fallbeispiele, um die anfangs aufgestellten Thesen zur Genrehybridität durch die Anwendung von Filmanalysen zu überprüfen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, bestätigt die Einstufung von True Crime als hybrides Genre und ordnet die Erkenntnisse in den aktuellen medienwissenschaftlichen Kontext ein.
True Crime, Dokumentation, Reality-TV, Genrehybridität, Filmanalyse, Inszenierung, Authentizität, Narration, Dramaturgie, Unterhaltungsfernsehen, Medienwissenschaft, Rezipientenverhalten, Kriminalfälle, Fernsehproduktion, Bildsprache
Die Arbeit untersucht das Genre "True Crime" und dessen hybride Struktur, die sich aus Merkmalen der Dokumentation und des Reality-TV zusammensetzt.
Im Zentrum stehen die filmische Umsetzung von wahren Verbrechen, die Anwendung von Inszenierungsstrategien wie Personalisierung oder Dramatisierung sowie die Gattungsdefinitionen von Dokumentar- und Reality-Formaten.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: "Inwiefern lässt sich True Crime als hybrides Genre zwischen der Dokumentation und dem Reality-TV einordnen?"
Die Autorin nutzt eine methodische Filmanalyse nach Lothar Mikos, wobei insbesondere die Kategorien Inhalt und Repräsentation, Narration und Dramaturgie, Figuren und Akteure betrachtet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition der Genres sowie einen umfangreichen Analyseteil, der drei konkrete Medientitel (Ich liebe meinen Mörder, Tiger King, Aktenzeichen XY...gelöst!) untersucht.
Besonders prägend sind Begriffe wie True Crime, Genrehybridität, Inszenierung, Authentizität, Dramaturgie und die mediale Darstellung realer Kriminalfälle.
Obwohl sie dokumentarische Elemente wie Interviews nutzt, zeichnet sie sich durch eine serielle, hochgradig dramaturgisch aufbereitete Erzählweise aus, die Spannung durch Cliffhanger und eine spezifische Charakterinszenierung erzeugt, was eher für Reality-TV-Formate typisch ist.
Die Analyse verdeutlicht, dass selbst ein historisch fundiertes Format wie Aktenzeichen XY durch die Mischung aus Sachinformation und dramaturgisch nachgestellten Szenen (Doku-Drama) eine Dokumentarfilm-Gattung darstellt, die jedoch gleichzeitig Unterhaltungsaspekte bedient.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

