Masterarbeit, 2010
206 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung
1.3 Gliederung der Arbeit
2 Integration von MockUp-Konzepten in das Vorgehensmodell von Entwicklungsprojekten
2.1 Was sind MockUp-Konzepten?
2.2 Das Vorgehensmodell der Capgemini sd&m AG
2.3 Die Spezifikationsmethodik von Capgemini sd&m Research
2.4 Enterprise Architect in der Spezifikationsphase
2.5 Abgrenzung zu verwandten Arbeiten
2.5.1 Methoden und Werkzeuge für das Prototyping und ihre Integration
2.5.2 Vorgehensweisen und Werkzeuge für ein Ineinandergreifen von Modellierung und Prototyping
3 Entscheidungsverfahren zur Auswahl des MockUp-Tools
3.1 Allgemeine Entscheidungsverfahren
3.2 Eigenes Entscheidungsverfahren
4 Analyse des Spezifikationsprozesses von grafischen Oberflächen und Analyse der Anforderungen von MockUp-Tools
4.1 Vorgehen
4.2 Ziele der Interviews
4.3 Durchführung der Interviews
4.4 Fragebogen zur Durchführung der Interviews
4.4.1 Ziel: Spezifikationsprozess und verwendete Werkzeuge und Methoden
4.4.2 Ziel: Integration des MockUp-Tools in den Spezifikationsprozess
4.4.3 Ziel: Kriterien für die Evaluierung der MockUp-Tools finden
4.5 Auswertung der Interviews
4.5.1 Ergebnisse: Spezifikationsprozess und verwendete Tools und Methoden
4.5.2 Ergebnisse: Integration des MockUp-Tools in den Spezifikationsprozess
4.5.3 Ergebnisse: Kriterien für die Evaluierung der MockUp-Tools finden
5 Evaluierung der MockUp-Tools
5.1 Aufbau der Entscheidungsmatrix
5.1.1 Die Kriterien
5.1.2 Gewichtung, Bedingungsformeln und Aggregationsformeln der Kriterien
5.2 Arten von MockUp-Tools
5.3 Ergebnisse der Evaluierung
5.4 Entscheidung
6 Architektur zur Integration eines MockUp-Tools in ein Modellierungswerkzeug
6.1 Analyse
6.1.1 Anforderungen an die Architektur
6.1.2 Anwendungsfälle
6.1.2.1 Anwendungsfall - MockUp importieren
6.1.2.2 Anwendungsfall - MockUp editieren
6.1.2.3 Anwendungsfall - MockUp exportieren
6.2 Die entworfene Architektur
6.2.1 Komponenten
6.2.2 Das Common Dialog Model
6.2.3 Modelltransformationen zur Synchronisation der Daten
6.2.4 Vorteile der entworfenen Architektur
7 Technische Umsetzung der entworfenen Architektur
7.1 Technische Grundlagen
7.1.1 Balsamiq Mockups
7.1.2 Enterprise Architect
7.2 Verwendete Programmiersprachen und Technologien
7.3 Implementierung
7.3.1 Implementierung der MockUp-Komponente
7.3.2 Implementierung der Modellierungs-Komponente
7.3.3 Implementierung der Synchronisations-Komponente
7.4 Installer für das entwickelte System
8 Einsatz und Erweiterbarkeit des entwickelten Systems
8.1 Installation des Systems
8.2 Szenarien zum Einsatz des Systems
8.2.1 Erstellen eines neuen MockUps
8.2.2 Editieren eines MockUps
8.2.3 Exportieren eines MockUps
8.2.4 Importieren eines MockUps
8.3 Szenarien zum Erweitern des Systems
8.3.1 MockUp-Tool wechseln
8.3.2 MockUp-Tool hinzufügen
8.3.3 Modellierungswerkzeug wechseln
9 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Verbesserung des Spezifikationsprozesses von grafischen Benutzeroberflächen (GUI) bei der Capgemini sd&m AG durch die Integration von MockUp-Konzepten in das bestehende Modellierungswerkzeug "Enterprise Architect". Die Forschungsfrage adressiert dabei, wie ein geeignetes MockUp-Tool gefunden, bewertet und technisch so nahtlos in das System integriert werden kann, dass eine effiziente Synchronisation zwischen MockUp-Design und Systemspezifikation gewährleistet ist.
1.1 Motivation
Die Qualität einer Software wird schnell mit dem Verständnis, dem Aussehen und dem Workflow ihrer grafischen Bedienoberfläche (engl. Graphical User Interface - GUI) gleichgesetzt. Der Grund hierfür ist, dass der Benutzer meist nur die GUI einer Software zu sehen bekommt und die grafische Oberfläche somit der Teil der Anwendung ist, mit dem der Benutzer direkt konfrontiert wird. Je benutzerfreundlicher sie ist, umso besser schätzt der Benutzer die Qualität der Software ein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Dialoge und der Arbeits-Workflow einer Anwendung frühzeitig nach den Wünschen des Kunden definiert und gestaltet werden. Für den Entwurf der grafischen Oberfläche ist der fachliche Designer zuständig. Er könnte hierfür verschiedene Programme verwenden. Zum Zeichnen des Layouts einer Anwendung könnte er zum Beispiel Microsoft PowerPoint oder Microsoft Visio nehmen und damit die GUI mit dem Kunden abstimmen. Doch kann der Kunde so den Workflow einer Anwendung schlecht nachvollziehen, da er nicht vorher testen kann, wie sich die Anwendung „anfühlt“ und er nicht sieht, wie er damit arbeiten kann.
Ähnliche Probleme befinden sich auch außerhalb der Softwareentwicklung. Beispielsweise beim Kauf einer Küche ist folgende Situation vorstellbar: Der Käufer beschreibt dem Verkäufer welche Küche er haben möchte, woraufhin der Verkäufer einen statischen Bauplan der Küche zeichnet. Aus Sicht des Käufers ist es jedoch anschaulicher, die Küche in 3D präsentiert zu bekommen, damit er sich eine bessere Vorstellung in den eigenen Räumen machen kann. Die Entscheidungsfindung des Käufers, ob er die Küche kaufen möchte und welche Küche er nimmt, wird so erheblich erleichtert.
Die Situation eines Küchenkaufs lässt sich leicht auf den Entwurf grafischer Oberflächen übertragen: Es wäre sicher hilfreich, sowohl für den Kunden als auch für den fachlichen Designer, schon beim Entwurf der GUI durch MockUp-Konzepte zu erleben, wie die Software sich später präsentiert. Dies erleichtert das frühzeitige Auffinden von Designfehlern, Usability-Problematiken und fehlende Funktionalitäten. GUI-MockUps sind Prototypen der Oberfläche, die ihr Layout visualisieren und ihr Verhalten simulieren, ohne dabei die dahinter steckende fachliche Funktionalität zu implementieren.
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Notwendigkeit von MockUp-Konzepten für eine benutzerfreundliche Spezifikation und umreißt die Problemstellung sowie die Gliederung der Arbeit.
2 Integration von MockUp-Konzepten in das Vorgehensmodell von Entwicklungsprojekten: Es werden die Grundlagen von MockUp-Konzepten definiert und das Vorgehensmodell der Capgemini sd&m AG sowie die Spezifikationsmethodik im Kontext von Enterprise Architect analysiert.
3 Entscheidungsverfahren zur Auswahl des MockUp-Tools: Dieses Kapitel stellt gängige Entscheidungsmethoden vor und beschreibt ein eigenes Verfahren zur systematischen Auswahl des MockUp-Tools.
4 Analyse des Spezifikationsprozesses von grafischen Oberflächen und Analyse der Anforderungen von MockUp-Tools: Hier werden die Ergebnisse aus Experten-Interviews ausgewertet, um spezifische Anforderungen an das zu findende MockUp-Tool abzuleiten.
5 Evaluierung der MockUp-Tools: Es erfolgt eine Marktanalyse und Bewertung verschiedener Tools anhand der im Kriterienkatalog definierten Anforderungen, woraus die Wahl auf Balsamiq Mockups fällt.
6 Architektur zur Integration eines MockUp-Tools in ein Modellierungswerkzeug: Dieses Kapitel entwirft eine Architektur, die den Austausch von Tools ermöglicht und eine Synchronisation über ein "Common Dialog Model" vorsieht.
7 Technische Umsetzung der entworfenen Architektur: Die praktische Implementierung der Architektur wird detailliert erläutert, inklusive der Adapter-Entwicklung und der Modelltransformationen.
8 Einsatz und Erweiterbarkeit des entwickelten Systems: Anhand von praktischen Anwendungsszenarien wird die Funktionsweise und Erweiterbarkeit des Systems demonstriert.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Kapitel rekapituliert die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf potenzielle Weiterentwicklungen, wie die Generierung von Quellcode oder Testfällen.
GUI-Spezifikation, MockUp, Enterprise Architect, Capgemini sd&m, Softwareentwicklung, Prototyping, Anforderungsanalyse, Entscheidungsmatrix, Modelltransformation, Common Dialog Model, Benutzerschnittstelle, Usability, Balsamiq Mockups, Systemintegration.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von sogenannten "MockUp-Konzepten" in den Spezifikationsprozess für grafische Bedienoberflächen bei der Capgemini sd&m AG.
Zentrale Themen sind die Anforderungsanalyse für GUI-Tools, die Evaluierung von Prototyping-Software, die Architektur von Synchronisationssystemen zwischen verschiedenen Tools und deren technische Implementierung.
Das Ziel ist es, ein geeignetes MockUp-Tool auszuwählen und eine Softwarearchitektur zu implementieren, die es ermöglicht, MockUps effizient und synchronisiert in den Spezifikationsprozess mittels "Enterprise Architect" zu integrieren.
Die Autorin nutzt qualitative Forschungsmethoden wie leitfadenorientierte Interviews mit Software-Ingenieuren und Usability-Experten, sowie ein strukturiertes Entscheidungsverfahren mittels gewichteter Entscheidungsmatrizen zur Tool-Auswahl.
Der Hauptteil umfasst die Analyse des Ist-Zustands, die Definition eines Kriterienkatalogs, die Evaluierung verschiedener MockUp-Tools, den Entwurf einer flexiblen Systemarchitektur und deren technische Realisierung durch Adapter und XML-Modelltransformationen.
Wesentliche Begriffe sind GUI-Spezifikation, MockUp, Enterprise Architect, Prototyping und Modelltransformation.
Balsamiq Mockups schnitt in der technischen Evaluierung am besten ab, da es als einziges Tool zum Zeitpunkt der Arbeit die Anforderungen an die Screen-Generierung erfüllte und eine API bzw. eine einfache XML-Struktur (BMML) für die Daten-Synchronisation bereitstellte.
Die Synchronisation erfolgt über ein eigens entworfenes "Common Dialog Model" im XML-Format, wobei Groovy-Skripte für die notwendigen Modelltransformationen zwischen dem Tool-spezifischen Format und dem gemeinsamen Dialogmodell sorgen.
Ja, das System wurde modular konzipiert, sodass durch die Bereitstellung neuer Adapter und entsprechender Transformationsskripte sowohl das MockUp-Tool als auch das Modellierungswerkzeug ausgetauscht oder ergänzt werden können.
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