Diplomarbeit, 2009
182 Seiten
1 Einführung in die Problemstellung
1.1 Ausgangssituation und Motivation
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begrifflichkeiten zum Technologietransfer
2.1.1 Technologie
2.1.2 Transfer
2.1.3 Technologietransfer
2.1.4 Elemente des Technologietransfers
2.1.4.1 Transferpartner
2.1.4.2 Transferobjekt
2.1.4.3 Transfermittler
2.1.4.4 Transferprozess
2.1.4.5 Transferumwelt
2.1.5 Formen des Technologietransfers
2.1.6 Barrieren des Technologietransfers
2.2 Begrifflichkeiten zum Innovationsprozess
2.2.1 Invention
2.2.2 Innovation
2.2.3 Innovationsprozess
2.2.4 Innovationshemmnisse
2.2.4.1 Externe Hemmnisse
2.2.4.2 Interne Hemmnisse
2.3 Finanzierung der Hochschulforschung
2.4 Gesellschaftlicher Wert öffentlich finanzierter Forschung
2.5 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes und Präzisierung der Erkenntnisziele
3 Gestaltung eines Referenzmodells für den inter-organisationalen Innovationsprozess
3.1 Phasenmodelle des Innovationsprozesses
3.1.1 Einführung
3.1.2 Grundtypen von Innovationsprozessen
3.1.3 Charakterisierung bedeutender Phasenmodelle
3.1.3.1 Dreiphasen-Modell nach Thom bzw. Gerpott
3.1.3.2 Stage-Gate-Prozess nach Cooper
3.1.3.3 Phasenmodell nach Ulrich et al.
3.1.3.4 Phasenmodell nach Trommsdorff
3.1.3.5 Phasenmodell nach Rogers
3.1.3.6 Phasenmodell nach Reichwald et al.
3.1.3.7 Phasenmodell nach Pleschak et al.
3.1.3.8 Phasenmodell nach Vahs et al.
3.1.3.9 Phasenmodell für radikale Innovationen nach Veryzer
3.1.3.10 Phasenmodell für radikale Innovationen nach Scigliano
3.2 Erfolgsbeurteilung und Entwurf des Modellrahmens
3.3 Referenzmodell
3.3.1 Überblick
3.3.2 Suchfeldeingrenzung
3.3.3 Blackbox Hochschulforschung
3.3.4 Technologietransfer
3.3.5 Adaption, Test und Detaildesign
3.3.6 Fertigungsaufbau und Produktionsanlauf
3.3.7 Markteinführung
3.3.8 Innovationscontrolling
3.3.9 Querschnittsfunktionen
3.3.9.1 Innovationsmarketing
3.3.9.2 Transfervermittlung und -controlling
4 Entwicklung eines Prozessmodells für die Phase des Technologietransfers
4.1 Einführung
4.2 Instrumente des Technologietransfers an Hochschulen
4.2.1 Lizenzierung
4.2.2 Ausgründung
4.2.3 Auftragsforschung
4.2.4 Forschungskooperation
4.3 Überblick und Diskussion von Technologietransfermodellen
4.4 Zwischenfazit und Implikationen
4.5 Prozessmodell zum Technologietransfer
4.5.1 Suchphase
4.5.2 Verhandlungsphase
4.5.3 Transferphase
4.5.4 Besonderheiten bei Kooperationsprojekten
Die Arbeit untersucht den Technologietransfer als Schnittstelle im inter-organisationalen Innovationsprozess zwischen Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen, um ein standardisiertes Referenzmodell für diesen Prozess zu entwickeln. Dabei werden existierende Innovationsprozessmodelle auf ihre Eignung für den Technologietransfer hin analysiert, um eine logische Verknüpfung von wissenschaftlicher Invention und wirtschaftlicher Anwendung zu gewährleisten.
2.1.6 Barrieren des Technologietransfers
Ein erfolgreicher Technologietransfer ist für die Volkswirtschaft von besonderer, weil wohlfahrtsmaximierender, Bedeutung. Daher ist es notwendig, dass der Prozess effizient und barrierefrei abläuft. Die Realität offenbart allerdings, dass dies keineswegs selbstverständlich ist und der Transfer durch viele Barrieren behindert wird, die dem Austausch von Wissen, Know-how und Technologien entgegenstehen.
Unter dem Begriff Barriere wird allgemein ein Hindernis verstanden, das zwei räumliche Bereiche voneinander trennt. Dieses zu überwinden, ist mit mehr oder weniger Aufwand verbunden. Für die vorliegende Arbeit wird ein breiteres Verständnis abstrahiert. Auch werden darunter sowohl äußerliche als auch innerliche Bedingungen verstanden, die einer Diffusion von Wissen bzw. dem Erreichen spezieller Bedürfnisse oder Ziele entgegenstehen.
Um die Barrieren abzubauen, bedarf es der Detektion jener Faktoren, die auf den Transfer einen entscheidenden Einfluss haben oder haben können. CORSTEN berücksichtigt in seiner Arbeit die sechs Faktoren, die im Transferobjekt selbst begründet sind und auf die im Folgenden kurz eingegangen wird:
Relative Vorteilhaftigkeit
Komplexität
Kompatibilität
Mitteilbarkeit
Teilbarkeit und Erprobbarkeit
Ausreifungsgrad
1 Einführung in die Problemstellung: Die Einleitung beleuchtet die Ausgangssituation und Dringlichkeit eines effizienten Technologietransfers in Deutschland, definiert die Zielsetzung und legt den Aufbau der Arbeit dar.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet das theoretische Fundament durch die Definition und Abgrenzung grundlegender Begriffe wie Technologie, Technologietransfer und Innovationsprozess sowie die Diskussion des gesellschaftlichen Wertes der Hochschulforschung.
3 Gestaltung eines Referenzmodells für den inter-organisationalen Innovationsprozess: Der Hauptteil analysiert bestehende Phasenmodelle des Innovationsmanagements und leitet daraus ein Referenzmodell für den organisationsübergreifenden Innovationsprozess ab.
4 Entwicklung eines Prozessmodells für die Phase des Technologietransfers: Dieses Kapitel fokussiert auf die Schnittstelle des Transfers, diskutiert Instrumente wie Lizenzierung und Kooperation und entwickelt ein spezifisches Prozessmodell für den Technologietransfer.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und ordnet die Bedeutung der Ergebnisse für die praktische Anwendung ein.
6 Kritische Würdigung und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Validität der gewählten Forschungsansätze und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Untersuchungen.
Technologietransfer, Innovationsprozess, Forschungskooperation, Lizenzierung, Ausgründung, Auftragsforschung, Innovationsmanagement, Hochschulforschung, Wissenstransfer, Innovationshemmnisse, Referenzmodell, Prozessmodell, inter-organisationaler Innovationsprozess, Technologietransferprozess, Technologietransferinstrumente.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung des Technologietransfers (TT) von Hochschulen zu Unternehmen und der Frage, wie dieser effizient in den übergeordneten inter-organisationalen Innovationsprozess integriert werden kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Technologietransfers und des Innovationsprozesses, analysiert verschiedene Phasenmodelle aus der Literatur und entwickelt ein eigenes Referenzmodell sowie ein spezifisches Prozessmodell für den Transfer von Technologien.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines standardisierten Referenzmodells für den inter-organisationalen Innovationsprozess, um den Technologietransfer als zentrale Schnittstelle effizienter zu gestalten und für die Praxis handhabbar zu machen.
Die Autoren nutzen eine systematische Literaturanalyse bestehender Modelle, evaluieren diese kritisch nach Kriterien wie Komplexität und Anwendbarkeit, und leiten daraus durch Modellbildung ein eigenes, idealtypisches Referenzmodell ab.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse und Charakterisierung bedeutender Innovations-Phasenmodelle sowie die schrittweise Gestaltung des Referenzmodells und des speziellen Prozessmodells für den Technologietransfer.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Technologietransfer, Innovationsprozess, inter-organisationaler Innovationsprozess, Transferinstrumente, Forschungskooperation und Referenzmodellbildung.
Die Arbeit stellt fest, dass sich die Anforderungen an den Prozessablauf je nach Transferinstrument unterscheiden und bildet daher separate Prozessabläufe für Einzelprojekte (wie Lizenzen oder Ausgründungen) und Kooperationsprojekte (wie Auftragsforschung) ab.
Das Innovationscontrolling wird als unerlässliche Querschnittsfunktion innerhalb des Referenzmodells identifiziert, die den gesamten Prozess durch objektive Bewertung und Entscheidungsgremien ("Tore") begleitet, um den Erfolg sicherzustellen.
Die Arbeit kritisiert, dass lineare Modelle der Realität komplexer Innovationsvorhaben nicht gerecht werden; daher integriert das neue Referenzmodell parallele Abläufe, Feedbackschleifen und Iterationen zwischen den Phasen.
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