Examensarbeit, 2005
62 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen der Preispolitik, Problemstellung
3 Sartorius AG
3.1 Die Sparte Mechatronik – Service
3.2 Preispolitik im Service
3.3 Neue Serviceleistung
4 Strategische Einordnung der neuen Serviceleistung
5 Grundsätzliche Ausrichtungsmöglichkeit der Preisfestsetzung
6 Festlegung eines Orientierungsrahmens zur Preisbildung
6.1 Berücksichtigung unternehmensinterner Einflussgrößen
6.2 Berücksichtigung unternehmensexterner Einflussgrößen
6.2.1 Orientierung an Konkurrenzpreisen
6.2.2 Ermittlung des Kundennutzens
6.2.2.1 Wirtschaftlichkeitsschätzung
6.2.2.2 Ermittlung der Zahlungsbereitschaft
7 Zwischenbetrachtung
8 Strategische Preisentscheidungen
8.1 Preisstrukturen
8.2 Bündelungsstrategien von Produkt- und Serviceleistungspreisen
8.3 Preisdifferenzierung
8.4 Preisstrategien bei der Einführung neuer Serviceleistungen
9 Maßnahmen zur Umsetzung von Preisen
9.1 Transparenz und Kommunikation der Leistungspreise
9.2 Zahlungsbedingungen
9.3 Einsetzung von Attraktionsmerkmalen
9.4 Zeitaspekt der Verrechnung
9.5 Kosten-Nutzen-Prüfung
10 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht preispolitische Strategien und Instrumente zur erfolgreichen Vermarktung industrieller Serviceleistungen am Beispiel des Sartorius Servicezentrums. Ziel ist es, methodische Ansätze für die Preisfindung und -durchsetzung für die neue Serviceleistung „Equipment Qualification Ordner“ aufzuzeigen.
3.3 Neue Serviceleistung
Bei der neuen industriellen Serviceleistung handelt es sich um den Equipment Qualification Ordner (im Folgenden: EQ Ordner), welcher nach einer kurzen Beschreibung zur Gerätequalifizierung noch detaillierter beschrieben wird.
Werden Prüfmittel in einem Qualitätsmanagementsystem eingesetzt, so ist eine detaillierte Beschreibung und Dokumentation der Mess- und Bestätigungsergebnisse erforderlich. Standardabläufe und Prozesse müssen nachvollziehbar dokumentiert und archiviert werden. Die Durchführung dieser Bestimmungen leitet sich aus vielen führenden QM-Systemen wie z.B. GLP/GMP/GAMP, ISO 9000ff., EN 45000ff. ab.
Soweit eine Gerätequalifizierung heute nicht bereits gesetzlich vorgeschrieben ist, kommt ihr zumindest in naher Zukunft vor allem in der Pharma-, aber auch der Lebensmittel- und Kosmetikbranche eine überragende Bedeutung zu. Wobei die Verantwortung für die Gerätequalifizierung beim Kunden liegt.
Die Gerätequalifizierung unterteilt sich in fünf Punkte: - Design Qualification (DQ) Dokumentierter Nachweis, dass das gekaufte Produkt den Kundenanforderungen entspricht. - Installation Qualification (IQ) Dokumentierter Nachweis der planungs- und funktionsgerechten Aufstellung des Gerätes. - Operation Qualification (OQ) Dokumentierter Nachweis der vereinbarten Funktionsfähigkeit durch Inbetriebnahme. - Performance Qualification (PQ) Dokumentierter Nachweis der Funktion unter Betriebsbedingungen. - Maintenance Qualification (MQ) Dokumentierter Nachweis regelmäßiger Wartungen und Instandsetzungen.
1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung industrieller Serviceleistungen und Vorstellung der Problemstellung am Beispiel der Sartorius AG.
2 Grundlagen der Preispolitik, Problemstellung: Theoretische Einordnung der Preispolitik als absatzpolitisches Instrument und Herausforderungen bei der Bepreisung neuer Dienstleistungen.
3 Sartorius AG: Unternehmenspräsentation und Vorstellung der Service-Struktur sowie des spezifischen Beispiels "Equipment Qualification Ordner".
4 Strategische Einordnung der neuen Serviceleistung: Festlegung der preispolitischen Zielsetzungen (Absatzförderung, Kostendeckung oder Gewinnerzielung).
5 Grundsätzliche Ausrichtungsmöglichkeit der Preisfestsetzung: Differenzierung zwischen kosten-, konkurrenz- und nachfrageorientierten Ansätzen der Preisbildung.
6 Festlegung eines Orientierungsrahmens zur Preisbildung: Analyse interner und externer Einflussgrößen sowie Methoden zur Ermittlung des Kundennutzens und der Zahlungsbereitschaft.
7 Zwischenbetrachtung: Ableitung der Stichhaltigkeit der gewählten Zielsetzung auf das Sartorius Servicezentrum basierend auf den zuvor beschriebenen Einflussfaktoren.
8 Strategische Preisentscheidungen: Untersuchung von Preisstrukturen, Bündelungsstrategien, Preisdifferenzierung und Einführungsstrategien für neue Leistungen.
9 Maßnahmen zur Umsetzung von Preisen: Darstellung praktischer Ansätze zur Steigerung der Preisakzeptanz durch Kommunikation, Zahlungsbedingungen und Attraktionsmerkmale.
10 Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über die Komplexität der Preisgestaltung bei neuen industriellen Serviceleistungen und den Nutzen der entwickelten Lösungsansätze.
Preispolitik, Sartorius AG, industrielle Serviceleistung, Equipment Qualification Ordner, Preisbildung, Preisstrategie, Kundennutzen, Zahlungsbereitschaft, Preisbündelung, Preisdifferenzierung, Conjoint Analyse, Expertenbefragung, Preisakzeptanz, Qualitätsmanagement, Servicequalität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Herausforderungen der Preisgestaltung für neue industrielle Serviceleistungen, illustriert durch ein praktisches Beispiel.
Im Fokus stehen Methoden der Preisfindung, strategische Entscheidungen wie Preisbündelung und -differenzierung sowie die Umsetzung von Preisen am Markt zur Erhöhung der Akzeptanz.
Das Ziel ist die Entwicklung von Entscheidungshilfen für eine gewinnorientierte und marktgerechte Preisgestaltung einer neuen, produktbegleitenden Serviceleistung.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie empirische Ansätze wie die Expertenbefragung zur Schätzung von Preis-Absatz-Funktionen.
Der Hauptteil analysiert strategische Einordnungen, Orientierungsrahmen für die Preisbildung, verschiedene Preisstrategien und spezifische Umsetzungsinstrumente.
Zentrale Begriffe sind Preispolitik, industrielle Serviceleistungen, Kundennutzen, Preisbündelung, Preisdifferenzierung und Qualitätsmanagement.
Da es sich um eine neue, innovative Dienstleistung mit mittlerem Innovationsgrad handelt, eignet sie sich hervorragend, um die Schwierigkeiten bei der Bestimmung eines optimalen Angebotspreises zu veranschaulichen.
Aufgrund negativer Erfahrungen, da Kunden den Wert isolierter Teilleistungen schwer beurteilen können und dazu neigen, ihre tatsächliche Zahlungsbereitschaft aus taktischen Gründen zu verheimlichen.
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