Bachelorarbeit, 2021
118 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorieteil
2.1. Der Unterricht nach Hilbert Meyer
2.1.1.Die Grundformen des Unterrichts
2.1.2.Die Merkmale des Unterrichts
2.1.3.Die Kriterien guten Unterrichts
2.2. Der Präsenzunterricht
2.2.1.Die Strukturen des Präsenzunterrichts
2.2.2.Die Lehr- und Lernmethoden
2.3. Der digitale Fernunterricht
2.3.1.Die Formen des digitalen Fernunterrichts
2.3.2.Die Strukturen des digitalen Fernunterrichts
2.3.3.Die Online-Lernplattformen
2.4. Das Lehren und Lernen in Lernumgebungen
2.4.1.Die Didaktik als Wissenschaft vom Lehren und Lernen
2.4.2.Die Grundbegriffe des Lehrens und Lernens
2.4.3.Digitale und präsente Lernumgebungen
2.4.3.1.Die Strukturen von Lernumgebungen
2.4.3.2.Die Funktionen und Ziele von Lernumgebungen
2.4.3.3.Die Unterschiede zwischen digitalen und präsenten Lernumgebungen
2.5. Synchrones und asynchrones Lehren und Lernen
2.5.1.Die Unterschiede des synchronen und asynchronen Lehrens und Lernens
2.5.2.Die Vor- und Nachteile des synchronen und asynchronen Lehrens und Lernens
2.6. Die Lehrer*innenrolle im Unterricht
2.6.1.Die Rolle der Lehrer*innen im Präsenzunterricht
2.6.1.1.Die Aufgabenbereiche der Lehrer*innen
2.6.1.2.Die Kompetenzanforderungen an Lehrer*innen
2.6.2.Die Rolle der Lehrer*innen im digitalen Unterricht
2.6.2.1.Die Aufgabenbereiche der Lehrer*innen
2.6.2.2.Die Kompetenzanforderungen an Lehrer*innen
2.7. Die Zukunftsaussichten des digitalen Lehrens und Lernens
3. Empirischer Teil
3.1. Schlussfolgerung aus dem theoretischen Teil
3.2. Forschungsfrage und Hypothesen
3.3. Forschungsdesign
3.3.1.Die Methodik
3.3.2.Die Konzipierung des Leitfadeninterviews
3.3.3.Die qualitative Inhaltsanalyse
3.4. Forschungsergebnisse
3.4.1.Die Kategorienhorizonte
3.4.2.Die Ergebnisse
3.5. Auswertung der Forschungsergebnisse
3.5.1.Hypothese H0.1/H1.1
3.5.2.Hypothese H0.2/H1.2
3.5.3.Hypothese H0.3/H1.3
3.5.4.Hypothese H0.4/H1.4
3.6. Schlussfolgerung aus dem empirischen Teil
4. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Umstellung vom Präsenzunterricht auf den digitalen Fernunterricht an Schulen. Dabei steht die Perspektive der Lehrkräfte im Mittelpunkt, um deren Erfahrungen mit synchronen und asynchronen Lehrformaten sowie die daraus resultierenden Erkenntnisse für die Unterrichtsgestaltung zu analysieren.
2.6.2. Die Rolle der Lehrer*innen im digitalen Unterricht
Trotz einiger Überschneidungen gibt es Punkte, in denen sich das Rollenbild einer Lehrkraft im Präsenzunterricht von denen im digitalen Unterricht unterscheidet. Die Hauptaufgaben, das Unterrichten und Erziehen bleiben erhalten, ebenso die Rolle der Wissensvermittler*in, der Lernhelfer*in, der Planer*in oder der Prüfer*in. Jedoch erhalten die Rollenbilder neue Ausprägungen. Der Lehrer*die Lehrerin ist beispielsweise weniger als Wissensvermittler*in gefragt, sondern mehr als Lernbegleiter, um die Schüler*innen bei einem produktiven Umgang mit der Informationsflut zu unterstützen. Automatisch verändern sich durch die neuen Lehr-Lern-Arrangements die Rollenbilder einer Lehrkraft. Lehrer*innen fungieren zunehmend als lernbegleitende Mentoren. Zudem wird deutlich, dass Schüler*innen bei der Nutzung neuer Medien mehr Erfahrung als ihre Lehrer*innen haben. Daraus ergibt sich ein neues Rollenbild, indem die Lehrkraft immer häufiger auch von den Schüler*innen lernt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kurzfristige Umstellung des Schulsystems auf Fernunterricht während der Corona-Pandemie, skizziert die resultierende Forschungsfrage und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Theorieteil: Dieser Abschnitt fundiert die Arbeit theoretisch, indem Grundbegriffe des Lehrens und Lernens, Formen des digitalen Unterrichts sowie die Rolle der Lehrkraft im Präsenz- und Fernunterricht nach gängiger Fachliteratur definiert werden.
3. Empirischer Teil: Der empirische Teil dokumentiert die qualitative Untersuchung mittels Experteninterviews an einem Gymnasium, die Methodik, die Auswertung der Hypothesen sowie die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen zur Veränderung des Unterrichts und der Rolle der Lehrkraft.
4. Schluss: Der Schluss fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und betont, dass der Fernunterricht zwar den Digitalisierungsschub vorangetrieben hat, aber den Präsenzunterricht in seiner sozialen Dynamik und persönlichen Lehrer-Schüler-Interaktion nicht ersetzen kann.
Fernunterricht, Präsenzunterricht, Corona-Pandemie, Lehrer*innenrolle, Unterrichtsmethoden, Lernplattformen, Qualitativer Forschungsansatz, Lernumgebungen, Digitale Medien, Lehrer-Schüler-Beziehung, Medienkompetenz, Schulisches Lehren und Lernen, Didaktik, Experteninterviews, Leistungsfeststellung
Die Arbeit befasst sich mit der radikalen Umstellung des schulischen Unterrichts vom gewohnten Präsenzmodus auf digitalen Fernunterricht während der COVID-19-Pandemie und untersucht die Auswirkungen auf die Lehrpraxis.
Zentrale Themen sind die Anforderungen an die Lehrkräfte, die Veränderung der Lehrerrolle, der Einsatz von digitalen Lernplattformen sowie der Vergleich zwischen synchronen und asynchronen Kommunikationsformen.
Das primäre Ziel ist es, die Erfahrungen und Erkenntnisse von Lehrkräften eines Gymnasiums bezüglich der plötzlich notwendigen Transformation ihres Unterrichts zu erheben und deren Auswirkung auf das soziale Gefüge und die methodische Arbeit im Unterricht wissenschaftlich zu reflektieren.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Konkret wurden teilstrukturierte Leitfadeninterviews mit fünf Lehrkräften durchgeführt und diese Daten anschließend mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil widmet sich dem fundierten Verständnis von Unterricht nach Hilbert Meyer, dem Vergleich von Präsenz- und Fernunterricht, der Bedeutung von Lernumgebungen sowie den Aufgaben- und Kompetenzbereichen von Lehrkräften.
Die Arbeit ist insbesondere durch Schlagworte wie Fernunterricht, Lehrer-Schüler-Beziehung, Digitalisierung, qualitative Inhaltsanalyse und Rollenwandel der Lehrkraft geprägt.
Die Studie zeigt, dass durch die räumliche Distanz eine Zunahme an persönlicher Distanz entstanden ist, was von vielen Lehrkräften negativ bewertet wurde, obwohl punktuell auch vertrautere Beziehungen durch gemeinsame Bewältigung der Herausforderungen wahrgenommen wurden.
Die Auswirkungen waren nicht homogen: Während technisch oder naturwissenschaftlich orientierte Fächer teilweise einfacher digital zu organisieren waren, stießen sprachliche und auf direkte Kommunikation angewiesene Fächer auf deutlich größere Schwierigkeiten.
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