Examensarbeit, 2010
39 Seiten
1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
1.3 Legitimation
1.4. Lehrerfunktionen
2. Selbstgesteuertes Lernen in Übungsphasen
2.1 Begriff und Anforderungen (Prinzipien)
2.2 Die Bedeutung des Übens im Lernprozess
2.3 Lernwirksames Üben im Rechnungswesen
3. Unterstützung des selbstgesteuerten Lernprozesses mit Moodle
3.1 Wissenswertes über Moodle und seine Funktionsweise
4. Das Konzept
4.1 Vorbereitungen
4.2 Planung
4.2.1 Überlegungen zur Zielgruppe
4.2.2 Verlaufsplanung
4.2.3 Rolle des Lehrers
4.2.4 Erstellung von Übungsmaterialien
4.3 Hinweise zur Durchführung
4.4 Hinweise zur Evaluation
5. Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts zur Förderung des selbstgesteuerten Lernens im Fach Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen (BWR) an der Höheren Handelsschule durch den Einsatz der Lernplattform Moodle. Es soll untersucht werden, wie durch ein ergänzendes virtuelles Lernangebot bestehende Lernschwierigkeiten binnendifferenziert angegangen und die Übungsphasen intensiviert werden können.
2.3 Lernwirksames Üben im Rechnungswesen
„Das Rechnungswesen ist die Abbildung eines Betriebes durch Wörter, Zahlen und Symbole.“ Es kann als „geschlossenes Netzwerk mit kausalen Zusammenhängen und Regelkreisen“ beschrieben werden.
„Um Inhalte zu festigen, muss eine sinnvolle Beziehung zwischen der Stoffstruktur des Rechnungswesens und dem Aufbau des menschlichen Gedächtnisses hergestellt werden.“ Das Gedankengebäude des Rechnungswesens hat einen hohen Reproduktionsanteil mit vielen Fachbegriffen, die in einem inneren logischen Zusammenhang stehen. „Buchführung verlangt Zahlen und schematische Darstellungen in einer ordentlichen Form zu präsentieren.“
Die Schüler müssen Handlungsabläufe wie Buchungstechnik, Kontenführung, Saldentechnik etc. verinnerlichen, um sie anwenden zu können. Über die Beherrschung der Grundfertigkeiten hinaus ist allerdings auch ein umfassendes Verständnis des in sich logischen Systems der Buchhaltung notwendig. Weil unterschiedliche Wissensbestände nicht unverbunden bleiben ist es entscheidend, die Informationen in ihren Zusammenhängen und Strukturen zu verstehen und sich ein Überblickswissen über den gesamten Bereich des Rechnungswesens anzueignen. Aufeinander aufbauende Wissensbestände können so sinnhaft miteinander verknüpft und in ein breites Verständnis des Faches eingeordnet werden. Da die einzelnen Inhalte i. d. R. miteinander verwoben sind und in Beziehung stehen, ist ein kontinuierlicher Lern- und Verstehensprozess notwendig.
Wie in der Problemstellung angesprochen wurde, führen Wissenslücken und Verständnisprobleme in grundlegenden Teilbereichen des Rechnungswesens zu Verständnisproblemen der Schüler in weiterführenden Themen. Für den Unterricht im Rechnungswesen sind somit intensive Übungsphasen von hoher Bedeutung, um einen langfristigen Lernerfolg zu sichern. Dies kann in der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts erfolgen.
Um zu einer vertiefenden Verarbeitung des Gelernten (der Informationen) zu erlangen, ist der Prozess des Elaborierens notwendig.
1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Herausforderungen des Fachs BWR und Begründung für den Einsatz von Moodle als Ergänzung zum Präsenzunterricht.
2. Selbstgesteuertes Lernen in Übungsphasen: Theoretische Auseinandersetzung mit den Prinzipien selbstgesteuerten Lernens und der Relevanz von Übungsprozessen im Fach Rechnungswesen.
3. Unterstützung des selbstgesteuerten Lernprozesses mit Moodle: Vorstellung der technischen Lernplattform Moodle und ihrer Funktionen zur Unterstützung von individuellen Lernprozessen.
4. Das Konzept: Konkrete Planung, Vorbereitung und Umsetzung des Moodlekurses inklusive didaktischer Hinweise und Evaluationsvorschläge.
5. Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung des Mehrwerts von digitalen Lernumgebungen für Schüler und Lehrkräfte sowie Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des Konzepts.
Selbstgesteuertes Lernen, Rechnungswesen, Moodle, Betriebswirtschaftslehre, Binnendifferenzierung, Übungsphasen, Lernplattform, Medienkompetenz, kognitive Lernstrategien, E-Learning, Blended Learning, Lehrerfunktionen, Fachhochschulreife, Unterrichtsqualität, digitale Lernumgebung.
Die Arbeit entwickelt ein didaktisches Konzept, um Schüler der Höheren Handelsschule im Fach Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen durch den Einsatz der Plattform Moodle beim selbstgesteuerten Lernen und Üben zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die Förderung selbstgesteuerter Lernprozesse, der methodische Einsatz der Lernplattform Moodle sowie die didaktische Gestaltung von Übungsmaterialien zur Festigung betriebswirtschaftlicher Grundkenntnisse.
Ziel ist es, durch die Schaffung eines zusätzlichen virtuellen Lernraums den Lernprozess der Schüler zu individualisieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, Wissenslücken außerhalb des Unterrichts gezielt zu schließen.
Es wird ein theoretischer Rahmen für selbstgesteuertes Lernen erarbeitet, der auf kognitionstheoretischen Ansätzen basiert und auf die spezifischen Anforderungen des Rechnungswesenunterrichts angewendet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des selbstgesteuerten Lernens, die technische Einführung der Lernplattform Moodle und die praktische Konzeption des Kursangebots, inklusive Planung, Durchführungshinweisen und Evaluation.
Charakteristische Begriffe sind Selbstgesteuertes Lernen, Rechnungswesen, Moodle, Binnendifferenzierung, Übungsphasen und Medienkompetenz.
Moodle dient als „Vehicle“, also als Werkzeug, das den Schülern zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf speziell entwickelte Übungsmaterialien ermöglicht und ihnen hilft, ihr eigenes Lerntempo besser zu kontrollieren.
Das Konzept zielt besonders auf schwächere Schüler ab, indem durch binnendifferenzierte Angebote und automatisierte Rückmeldungen (z. B. durch Lückentexte oder Tests) zusätzliche Lernanreize und Erfolgserlebnisse geschaffen werden.
Der Autor empfiehlt einen behutsamen Start mit einfachen Foren oder Aufgaben, eine gute inhaltliche Planung sowie den Austausch mit Kollegen, um den zeitlichen Mehraufwand der Einarbeitung effizient zu bewältigen.
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