Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 1
2 EINLEITUNG
3 METHODIK
3.1 SUCHSTRATEGIEN UND DATENQUELLEN
3.2 SELEKTIONSKRITERIEN
4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
4.1 AUSWIRKUNGEN AUF DAS METABOLISCHE SYNDROM
4.2 AUSWIRKUNGEN BEI DIABETES MELLITUS TYP 2
4.3 AUSWIRKUNGEN AUF HERZ-KREISLAUF-ERKRANKUNGEN, KREBS UND MORTALITÄT
4.4 AUSWIRKUNGEN AUF DIE NIERENFUNKTION
5 DISKUSSION
6 ZUSAMMENFASSUNG
Diese Arbeit untersucht systematisch die gesundheitlichen Risiken und Nebenwirkungen von eiweißreichen Diäten. Dabei wird analysiert, welche Auswirkungen eine erhöhte Proteinzufuhr auf Parameter des metabolischen Syndroms, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Mortalität sowie insbesondere die Nierenfunktion bei gesunden und vorerkrankten Personen hat.
Die Einleitung
Die D-A-CH-Gesellschaft für Ernährung empfiehlt unter Berücksichtigung von individuellen Schwankungen und einer unterschiedlichen Verdaulichkeit in verschiedenen Kostformen die Zufuhr von 0,8 g Protein pro kg Körpergewicht am Tag [Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Vereinigung für Ernährung, 2015]. Der in der Regel empfohlene Proteingehalt wird durch die minimale tägliche Aufnahme bestimmt, die zur Aufrechterhaltung des Stickstoffhaushaltes erforderlich ist. Das bedeutet, dass genug Protein von einer ausreichend hohen Qualität aufgenommen werden sollte, um den Katabolismus von eigenen Proteinspeichern zu verhindern [Paddon-Jones, 2008, zitiert nach Astrup et al., 2015].
Die Empfehlung der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt eine Aufnahme von 0,83 g hochwertigem Eiweiß pro kg Körpergewicht am Tag [EFSA, 2012].
WHO, FAO und UNU haben 0,66 g pro kg Körpergewicht am Tag auf Basis von Stickstoffbilanz-Studien festgelegt. Die empfohlene Nahrungsergänzung beträgt ebenso 0,83 g Protein pro kg Körpergewicht am Tag für gesunde Erwachsene beiderlei Geschlechts und jeglichen Alters [WHO/FAO/UNU, 2007]. Dies entspricht etwa 8 E% bis 10 E% Protein in einer Diät mit der empfohlenen Einnahme. Keine der oben genannten Behörden hat eine höhere Proteineinnahme festgelegt, aber sie scheinen zuzustimmen, dass eine tägliche Einnahme von mehr als 2 bis 3 g pro kg Körpergewicht gesundheitliche Probleme verursachen kann. Diese Vorsichtsmaßnahme steht im Gegensatz zur eindeutigen Lobpreisung von Ernährungsweisen mit hohem Proteingehalt, die von Vertretern verschiedener populärer Ernährungsideologien und Diätmoden weitergeleitet werden. Insbesondere werden proteinreiche Diäten mit einem Proteingehalt von mindestens 25 E%, die mehr als täglich 2,0 g Protein pro kg Körpergewicht entsprechen, häufig zur Gewichtsreduktion und als bester Weg zur Gesunderhaltung empfohlen [Santesso et al., 2012].
2 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die offiziellen Empfehlungen zur täglichen Proteinzufuhr und stellt diese dem Trend zu proteinreichen Diäten als Strategie zur Gewichtsabnahme gegenüber.
3 METHODIK: Das Kapitel erläutert das Vorgehen bei der systematischen Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken und definiert die Einschluss- sowie Ausschlusskriterien für die untersuchten Studien.
4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Hier werden die Ergebnisse der 14 selektierten Studien bezüglich metabolischer Parameter, moderner Diätformen und spezifischer Gesundheitseffekte tabellarisch und diskursiv aufbereitet.
5 DISKUSSION: Die Diskussion wertet die Forschungsergebnisse kritisch aus, differenziert zwischen kurz- und langfristigen Effekten und ordnet die Diäten nach Evidenzklassen ein.
6 ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel liefert eine kompakte Übersicht über den wissenschaftlichen Hintergrund, die angewandte Methodik, die zentralen Ergebnisse der Studie und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen.
Eiweißreiche Diät, Proteinzufuhr, metabolische Risikofaktoren, Nierenfunktion, Nierensteine, Gewichtsreduktion, Diabetes mellitus Typ 2, Mortalität, systematische Übersichtsarbeit, körperliche Gesundheit, Makronährstoffe, Stoffwechselparameter, Adipositas, körperliche Fitness, klinische Studien.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis eines systematischen Reviews die potenziellen Risiken und Nebenwirkungen von eiweißreichen Diäten auf die menschliche Gesundheit wissenschaftlich zu untersuchen.
Zentral sind der Einfluss auf das metabolische Syndrom, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Mortalität sowie die spezifischen Auswirkungen auf die Nierenfunktion.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Risiken und Nebenwirkungen können sich aus einer eiweißreichen Diät ergeben?“
Die Arbeit basiert auf einem systematischen Review, bei dem relevante Literatur aus den Jahren 2012 bis 2017 aus verschiedenen Datenbanken identifiziert und nach expliziten Kriterien bewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ergebnisse unterteilt nach medizinischen Indikationsgebieten und einer anschließenden kritischen Diskussion der Evidenzqualität.
Wichtige Begriffe sind Eiweißreiche Diät, Nierengesundheit, metabolische Parameter, klinische Metaanalysen und Langzeitsicherheit von Ernährungsinterventionen.
Die Arbeit zeigt, dass es bisher keine endgültigen Beweise dafür gibt, dass proteinreiche Diäten die Nierengesundheit bei gesunden Personen ohne Vorerkrankungen direkt beeinträchtigen.
Die Daten deuten darauf hin, dass insbesondere eine proteinreiche Ernährung auf Basis von Fleisch und Milchprodukten das Risiko für Harnsteinbildung und metabolische Belastungen erhöhen kann, während pflanzliche Proteinquellen abweichende Zusammenhänge zeigen.
Es zeigt sich, dass kurzfristige positive Effekte (z.B. auf den Blutdruck) bei langfristiger Anwendung (über 6-12 Monate) oft nicht mehr signifikant nachweisbar sind.
Die Autorin hebt hervor, dass die unterschiedliche Dauer der untersuchten Studien maßgeblich zu widersprüchlichen Ergebnissen beiträgt und die Durchführung hochwertiger, langjähriger randomisierter Studien für fundiertere Aussagen notwendig ist.
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