Masterarbeit, 2019
189 Seiten, Note: 1
Diese Master-Thesis untersucht das Ernährungsverhalten von Studierenden des Bachelorstudiums der Gesundheits- und Krankenpflege in Wien, um ein aussagekräftiges Bild der tatsächlichen Lebensmittelaufnahme zu gewinnen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie gestaltet sich das Ernährungsverhalten von Wiener Studierenden des Bachelorstudiums Gesundheits- und Krankenpflege?“
2.2.1 Essverhalten und Essensauswahl
Unter Essverhalten wird ein „normales Verhalten“ in Bezug auf Essgewohnheiten, Lebensmittelauswahl und tatsächlich aufgenommenen Nahrungsmittel verstanden (Hermandez et al., 2016: o. S., zit. n. Kabir et al., 2018: 2). Das Essverhalten ist ein wichtiger Aspekt des Lebens, um Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Ungesunde Essgewohnheiten wie etwa die Zufuhr von Lebensmittel mit niedriger Nährstoffdichte, aber hoher Energiedichte, eine unregelmäßige Mahlzeitenfrequenz und hastige Nahrungsaufnahme haben hingegen gesundheitliche Einbußen und ernährungsbedingter Krankheiten zur Folge (Papadaki et al., 2007: 169-170). Eine ausgewogene Ernährung kann dagegen durch einen Verzehr von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, zur Erhaltung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens jedes einzelnen Individuums beitragen (Hilger et al., 2017: 100).
Wie Pudel (2007: 18-19) darlegt, stellt das Ernährungsverhalten eine Vorgehensweise von Menschen dar, die auf Erfüllung seiner Ernährungsbedürfnisse gebunden ist. Diese Essbedürfnisse steuern das Verhalten, was gegessen wird. Die Motive für die Lebensmittelauswahl sind individuell verschieden und sehr vielfältig. Bestimmte Geschmackserlebnisse, ökonomische Bedingungen, kulturelle Einflüsse, emotionale Wirkungen, preiswerte Lebensmittel, figurbewusste Nahrungsmittel, gesundheitliche Wirkungen sind einige Beispiele solcher individuellen Bedürfnisse. Der menschliche Organismus benötigt zur Aufrechterhaltung seiner Körperfunktionen ernährungsphysiologische Bedarfsparameter wie Energie und Nährstoffe. Jedoch wird die Nahrungsaufnahme des Menschen nicht von den Bedarfsparametern gesteuert, sondern durch die individuellen Essbedürfnisse. Somit kommt es zu einem Missverhältnis zwischen Bedarf und Bedürfnis, welche die Basis aller ernährungsassoziierten Erkrankungen ist (Pudel, 2007: 18-19).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Gesundheitskompetenz in der Pflege ein und beleuchtet die Problematik des sich verschlechternden Ernährungsverhaltens von Pflegestudierenden sowie die damit verbundenen gesundheitlichen Folgen.
2 Literaturteil: Der Literaturteil definiert wichtige Begriffe wie Ernährungsverhalten, beleuchtet Einflussfaktoren auf das Essverhalten und stellt die Lebensmittel- und Ernährungsgewohnheiten der österreichischen Bevölkerung im Kontext der Ernährungspyramide dar, inklusive Diätverhalten, Körperselbstbild und BMI.
3 Methodenteil: Dieses Kapitel beschreibt die quantitative Forschungsmethode, die Gütekriterien der Studie, die Stichprobenauswahl, den Ablauf der Untersuchung sowie die verwendeten Erhebungsinstrumente (standardisierter Fragebogen) und die Auswertungsstrategie.
4 Beschreibung und Analyse der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Studie detailliert dargestellt, beginnend mit soziodemographischen Daten der Studierenden, deren BMI, Diät- und Kochverhalten, Ernährungsformen sowie der Konsum verschiedener Lebensmittelgruppen und die gesamte Ernährungsqualität.
5 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die Studienergebnisse im Vergleich zu nationalen und internationalen Daten, hinterfragt die Diskrepanz zwischen Ernährungswissen und tatsächlichem Verhalten der Studierenden und beleuchtet Einflussfaktoren im Studienalltag.
6 Limitationen: Dieses Kapitel benennt Einschränkungen der Studie, wie die nicht erreichte Stichprobengröße, die fehlende Erfassung bestimmter Lebensmittelgruppen sowie Missverständnisse beim Fragebogen zum Trinkverhalten.
7 Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung leitet gesundheitsfördernde und präventive Strategien ab, mit einem Fokus auf das zweite Studienjahr als optimalen Zeitpunkt für Interventionen, und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Ernährungsverhalten, Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege, Diäten, Body-Mass-Index, Körperselbstbild
Die Arbeit untersucht das Ernährungsverhalten von Wiener Studierenden des Bachelorstudiums der Gesundheits- und Krankenpflege und analysiert den Zusammenhang zwischen Ernährungs- und Diätverhalten, Körperselbstbild und Body-Mass-Index (BMI).
Zentrale Themenfelder sind das Ernährungsverhalten, die Einhaltung der Empfehlungen der österreichischen Ernährungspyramide, Diätversuche, das Körperselbstbild und der BMI bei Gesundheits- und Krankenpflegestudierenden.
Das primäre Ziel ist es, ein aussagekräftiges Ergebnis über das tatsächliche Ernährungsverhalten der Studierenden zu formulieren und Zusammenhänge zu BMI, Körperselbstbild und Diätversuchen aufzuzeigen, um präventive Strategien abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie gestaltet sich das Ernährungsverhalten von Wiener Studierenden des Bachelorstudiums Gesundheits- und Krankenpflege?“
Zur Beantwortung der Forschungsfragen wird eine quantitative Methode angewendet, die eine deskriptive Querschnittstudie mittels eines standardisierten schriftlichen Fragebogens umfasst.
Der Hauptteil der Arbeit behandelt die Beschreibung und Analyse der Studienergebnisse, einschließlich soziodemographischer Daten, BMI, Diätverhalten, Körperselbstbild, Kochverhalten, Ernährungsformen sowie des Verzehrs verschiedener Lebensmittelgruppen und der Gesamt-Ernährungsqualität der Studierenden.
Die Arbeit wird durch folgende Schlüsselwörter charakterisiert: Ernährungsverhalten, Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege, Diäten, Body-Mass-Index, Körperselbstbild.
Die befragten Studierenden ernähren sich bei Obst, Gemüse und Eiern besser als die österreichische Allgemeinbevölkerung, haben aber einen höheren Fleischkonsum und ein schlechteres Essverhalten bei Getreide/-erzeugnissen, Süßem und fetten Snacks.
Die Studie zeigt, dass sich das Ernährungsverhalten mit steigendem Studienjahr nicht verschlechtert; die Studierenden des zweiten Studienjahres weisen im Mittel sogar eine bessere Ernährungsqualität auf als die des ersten und dritten Studienjahres.
Obwohl fast die Hälfte der Studierenden angibt, noch nie eine Diät gemacht zu haben, möchten viele dennoch abnehmen. Es gibt jedoch keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Diätversuche und dem Ernährungsverhalten oder dem BMI. Fast die Hälfte der Studierenden empfindet ihr Körpergewicht als "genau richtig", die Ergebnisse widersprechen der Hypothese, dass Studierende mit einem niedrigeren BMI sich "dicker" wahrnehmen.
Die Studie bestätigt, dass Studierende, die sich selbst als gesund ernährend einschätzen, tatsächlich ein signifikant besseres Ernährungsverhalten aufweisen als jene, die dies nicht tun. Es zeigt sich jedoch, dass trotz ausreichendem Wissen über gesunde Ernährung das tatsächliche Essverhalten oft stark von den Empfehlungen abweicht.
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