Masterarbeit, 2023
61 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
2.1. Visuelle Kultur
2.2. Visuelle Realität (Visual Reality)
2.3. Digitale Sucht
3. Verschwommene Realität der Gesellschaft
3.1. Verschmelzung von digitaler und physischer Welt
3.2. Metaversum und Avatare im Überblick
4. Die Rolle von Algorithmen und Likes in sozialen Medien
4.1. Algorithmen in Facebook und Instagram
4.2. Der Like-Button als Symbolbild in sozialen Medien
4.3. Likes-Sucht
5. Qualitative empirische Analyse
5.1. Darstellung des Forschungsfokus im Rahmen der sozialen Medien
5.2. Methodische Darstellung des Untersuchungsverlaufs
5.2.1. Das narrative Interview als qualitative Forschungsmethode
5.2.2. Verlauf und Auswertung des narrativen Interviews
5.2.2.1. Content Creator
5.2.2.2. Normaler Nutzer
5.2.2.3. Ehemaliger Nutzer
5.2.2.4. Nicht-Nutzerin
5.3. Interpretationsergebnisse der digitalen Sucht in der visuellen Kultur
5.3.1. Content Creator
5.3.2. Normaler Nutzer
5.3.3. Ehemaliger Nutzer
5.3.4. Nicht-Nutzerin
5.4. Zusammenfassung der Interpretationsergebnisse
6. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle der visuellen Kultur in der modernen Gesellschaft und ihren Einfluss auf die Entstehung digitaler Abhängigkeit, insbesondere im Kontext sozialer Medien wie Instagram. Es wird der Frage nachgegangen, wie visuelle Technologien und soziale Netzwerke die Wahrnehmung von Realität verschwimmen lassen und welche psychischen Auswirkungen die Jagd nach Anerkennung durch Likes hat.
Die Rolle von Algorithmen und Likes in sozialen Medien
Heutzutage entscheiden Algorithmen, welche Informationen den Menschen auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook angezeigt werden. Likes und Kommentare bestimmen, welche Inhalte den Nutzern hauptsächlich angezeigt werden. Algorithmen für soziale Medien sind Computermodelle, die Daten in personalisierte Inhalte umwandeln, die in den sozialen Feeds einer Person erscheinen, zum Beispiel in den Newsfeeds von Facebook oder Instagram. Aufkommende Fragen zu Algorithmen in sozialen Netzwerken konzentrieren sich auf die Überschneidung von Algorithmen mit Identität, Zielen und dem täglichen Leben. Auf diese Weise verändern Algorithmen die Kommunikation in sozialen Medien, Beziehungen und eine Generation in ihrer Gesamtheit.
Die Algorithmen strukturieren die Medienquellen nach bestimmten Kriterien und heben die wichtigsten Quellen und Trends hervor. Darüber hinaus erstellen die Algorithmen ein Profil eines bestimmten Nutzers auf der Grundlage einer Analyse seiner Abonnements, Gruppen und Communities, Reposts, Likes und anderer Indikatoren des Online-Verhaltens. An dieser Stelle sollte hinzugefügt werden, dass Algorithmen für die Mehrheit der Benutzer unsichtbar und unzugänglich für die Bearbeitung sind. Sie werden häufig aktualisiert und hängen von den für die Strukturierung verfügbaren Daten ab, die ihrerseits ungenau oder absichtlich verzerrt sein können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Visuellen als Grundlage moderner Kultur ein und stellt die Forschungsfrage zur Rolle der visuellen Kultur bei der digitalen Sucht.
2. Begriffserklärung: Hier werden zentrale Fachbegriffe wie „visuelle Kultur“, „visuelle Realität“ und „digitale Sucht“ definiert und wissenschaftlich voneinander abgegrenzt.
3. Verschwommene Realität der Gesellschaft: Dieses Kapitel thematisiert die zunehmende Verschmelzung von digitaler und physischer Welt sowie die Rolle von Metaversum und Avataren.
4. Die Rolle von Algorithmen und Likes in sozialen Medien: In diesem Abschnitt werden die Funktionsweise von Algorithmen, ihre Manipulationsmöglichkeiten und die Bedeutung des Like-Buttons sowie die daraus resultierende Sucht thematisiert.
5. Qualitative empirische Analyse: Dies ist der Forschungs- und Auswertungsteil, in dem narrative Interviews mit verschiedenen Nutzertypen durchgeführt und inhaltsanalytisch interpretiert werden.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet die Notwendigkeit von „Digital Detox“ und digitaler Hygiene in der zeitgenössischen Medienwelt.
Visuelle Kultur, digitale Sucht, Soziale Medien, Instagram, Algorithmen, Like-Button, Narrative Interviews, Virtuelle Realität, Metaversum, Identität, Digitale Hygiene, Digital Detox, Online-Verhalten, Mediakultur, Bildwahrnehmung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss der visuellen Kultur auf die digitale Sucht und der Rolle von sozialen Medien sowie Algorithmen in der modernen Gesellschaft.
Im Zentrum der Untersuchung steht Instagram, da es als soziales Netzwerk primär auf visuellen Inhalten basiert und eine hohe Relevanz für das Thema Likes und Online-Beziehungen hat.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie visuelle Inhalte zur Entstehung einer digitalen Sucht beitragen und welchen Einfluss die ständige Suche nach Likes auf das psychische Wohlbefinden der Nutzer hat.
Es wurde eine qualitative empirische Analyse in Form von narrativen Interviews mit vier unterschiedlich genutzten Profiltypen (Content Creator, normaler Nutzer, ehemaliger Nutzer, Nicht-Nutzerin) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur visuellen Welt und zu Algorithmen sowie einen praktischen Teil, in dem die Ergebnisse der Nutzerinterviews codiert und interpretiert werden.
Kernelemente sind Begriffe wie digitale Abhängigkeit, visuelle Kultur, Algorithmen-Manipulation, soziale Netzwerke und der Wunsch nach Anerkennung durch Bestätigung.
Avatare werden als Ausdruck der „verschwommenen Realität“ beschrieben, da sie es den Nutzern ermöglichen, in virtuellen Welten Rollen anzunehmen, die sich oft von ihrer physischen Realität distanzieren.
Die Befragung einer Nicht-Nutzerin dient dazu, die digitale Sucht aus einer reflektierten Perspektive ohne direkte Abhängigkeit zu betrachten und alternative Strategien für das Zeitmanagement im Alltag aufzuzeigen.
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