Diplomarbeit, 2006
89 Seiten, Note: 1,0
Die Diplomarbeit untersucht die europäische Währungsunion aus spieltheoretischer Perspektive, insbesondere im Hinblick auf den Stabilitäts- und Wachstumspakt. Ziel ist es, die rationale Entscheidungsfindung von Regierungen im Kontext der Währungsunion zu analysieren und zu erklären, warum einige Staaten das Konvergenzkriterium des Paktes missachten. Die Arbeit konzentriert sich auf die Anwendung des Gefangenendilemmas als Modell für die Interdependenzen zwischen den Mitgliedstaaten und die Auswirkungen auf die Haushaltspolitik.
Die Einleitung stellt das Problem der Verletzung des Konvergenzkriteriums im Stabilitäts- und Wachstumspakt dar und führt in die Thematik der Diplomarbeit ein. Kapitel II erläutert die theoretischen Grundlagen der Arbeit, indem es den Rational-Choice-Ansatz und die Spieltheorie als analytische Werkzeuge vorstellt. Kapitel III entwickelt ein spieltheoretisches Modell der europäischen Währungsunion, das die Haushaltspolitik einer einzelnen, rationalen Regierung und die Interdependenzen zwischen den Mitgliedstaaten im Kontext des Gefangenendilemmas analysiert. Kapitel IV überprüft die Aussagen des Modells empirisch, indem es die Haushaltspolitik europäischer Regierungen vor und nach Inkrafttreten der dritten Stufe der Währungsunion untersucht.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die europäische Währungsunion, den Stabilitäts- und Wachstumspakt, das Gefangenendilemma, die Rational-Choice-Theorie, die Spieltheorie, die Haushaltspolitik, das Konvergenzkriterium, die Interdependenzen zwischen den Mitgliedstaaten und die empirische Überprüfung der theoretischen Aussagen.
Weil es für einzelne Staaten rational sein kann, hohe Defizite zu machen, während dies kollektiv für die Stabilität des Euro schädlich ist.
Ein Regelwerk der Eurozone, das die Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten begrenzt, um die Stabilität der gemeinsamen Währung zu sichern.
Sie analysiert Regierungen als rationale Akteure, die ihre Entscheidungen an Zustimmungsgewinnen und politischen Kosten ausrichten.
Die Arbeit argumentiert spieltheoretisch gegen eine Flexibilisierung und stattdessen für eine Verschärfung, um übermäßige Verschuldung zu verhindern.
Ein Zustand in der Spieltheorie, in dem kein Spieler durch einseitige Änderung seiner Strategie einen Vorteil erlangt, was hier zu einer suboptimalen Defizitpolitik führen kann.
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