Bachelorarbeit, 2022
54 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Zielsetzung
2 Daten und Grundlagen für die Berechnungen
2.1 PV-Anlage
2.2 Ertragskurve
2.3 Standardlastprofil
3 Energetische Betrachtung
3.1 PV-Anlage ohne Speicher
3.2 PV-Anlage mit Batteriespeicher
3.3 PV-Anlage mit gekoppeltem Batterie- und Wasserstoffspeicher
4 Wirtschaftliche Berechnung
4.1 Stromkosten
4.2 Einspeisevergütung
4.3 Grundkosten
4.4 Kosten PV-Anlage
4.5 Kosten Batteriespeicher
4.6 Kosten gekoppelter Batterie- und Wasserstoffspeicher
4.7 Wirtschaftlichkeitsanalyse
5 Energiespeicher in der Praxis
5.1 Batteriespeicher
5.1.1 Europäischer Markt
5.1.2 Marktführer
5.2 Wasserstoffspeicher
5.2.1 HPS Home Power Solutions
5.2.2 LAVO Hydrogen Storage Technology
6 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht und vergleicht verschiedene Energiespeichersysteme für PV-Anlagen in Privathaushalten hinsichtlich ihrer energetischen Effizienz und wirtschaftlichen Rentabilität. Das primäre Ziel ist es, die Eignung einfacher Batteriespeicher sowie gekoppelter Batterie-Wasserstoff-Systeme zur Steigerung des Autarkiegrades bis hin zur vollständigen Unabhängigkeit (100 %) zu bewerten.
3.3 PV-Anlage mit gekoppeltem Batterie- und Wasserstoffspeicher
Um die energetische Berechnung und anschließend die Autarkiegrade abhängig von der Kapazität eines Wasserstoffspeichers bestimmen zu können, wurde das System des deutschen Marktführers HPS Home Power Solutions GmbH verwendet. Dieser Hersteller baut serienfertige Wasserstoffspeicher für Einfamilienhäuser. Dabei wird die überschüssige Solarenergie, welche nicht für den Eigenverbrauch verwendet werden kann, in eine Batterie eingespeist. Diese wird als Kurzzeitspeicher für das Wasserstoffsystem verwendet. Ist der Batteriespeicher vollständig geladen, so wird die elektrische Energie verwendet, um über einen Elektrolyseur Wasserstoff zu erzeugen. Ist die Batterie entladen und im Wasserstoffspeicher ist noch Gas vorhanden, wird der Wasserstoff über eine Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt und die Batterie damit geladen.
Bei der Berechnung wurde ein Wirkungsgrad der Brennstoffzelle von 60% und einem Wirkungsgrad des Elektrolyseurs von 70% angenommen. Diese Werte stammen aus dem Datenblatt des Produktes der Home Power Solution GmbH. Für die Batterie wird in diesem Beispiel eine Blei-Säure Batterie verwendet, diese besitzt einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 85 %. [7], [6] S. 357
Im folgenden Tabellenausschnitt ist die Berechnung dargestellt, hierbei wird nach dem vollständigen Laden der Batterie der Wasserstoffspeicher mit der überschüssigen Energie befüllt. Da dieser Tabellenausschnitt aus dem zweiten Jahr der Anlagennutzug stammt, wurde bereits der jährliche prozentuale Verlust der Batteriekapazität berücksichtigt. Der Wasserstoff wird anschließend erst wieder in elektrische Energie umgewandelt, wenn die Batterie leer ist. Bei der Umwandlung der Energie werden die Energieverluste, welche durch die oben beschriebenen Wirkungsgrade Zustandekommen, berücksichtigt.
1 Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Problematik steigender Strompreise und die Notwendigkeit von Energiespeichern zur Erhöhung der Rentabilität von PV-Anlagen.
2 Daten und Grundlagen für die Berechnungen: Definition der Berechnungsgrundlagen, einschließlich Standort, PV-Anlagendaten, Ertragskurve und des verwendeten Standardlastprofils.
3 Energetische Betrachtung: Analyse der Speicherkapazitäten von Batterie- und Wasserstoffsystemen zur Erreichung verschiedener Autarkiegrade.
4 Wirtschaftliche Berechnung: Detaillierte Untersuchung der Rentabilität, Amortisationszeiten, Stromgestehungskosten und Förderstrategien für beide Speichervarianten.
5 Energiespeicher in der Praxis: Betrachtung des Marktes für Batterie- und Wasserstofflösungen sowie Analyse spezifischer Herstellerkompetenzen.
6 Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerung zur wirtschaftlichen und energetischen Sinnhaftigkeit der verschiedenen Speicherkonzepte.
Photovoltaik, PV-Anlage, Energiespeicher, Batteriespeicher, Wasserstoffspeicher, Autarkiegrad, Eigenverbrauch, Stromkosten, Wirtschaftlichkeit, Amortisation, Elektrolyseur, Brennstoffzelle, Sektorenkopplung, Ertragskurve, Energiewende.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und dem Vergleich von Energiespeichersystemen für PV-Anlagen in Privathaushalten, um deren energetische Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu evaluieren.
Zentrale Themen sind die energetische Dimensionierung von Speichern, die wirtschaftliche Analyse der Amortisation unter Berücksichtigung realer Strompreisentwicklungen sowie die Marktanalyse aktueller Speicherhersteller.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, welche Speicherkombinationen (einfache Batterie oder gekoppelter Wasserstoffspeicher) für den Endverbraucher langfristig wirtschaftlich sind und wie verschiedene Autarkiegrade bis zu 100 % erreicht werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine quantitative Analyse, bei der auf Basis von Standardlastprofilen, realen Ertragskurven und Stromgestehungskosten ein Modell zur Berechnung der Amortisation und des Gewinns über 20 bis 30 Jahre erstellt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die energetische Betrachtung der Anlagensysteme, die detaillierte wirtschaftliche Kalkulation inklusive Förderungen und abschließend die Marktbewertung führender Anbieter.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Photovoltaik, Autarkiegrad, Batteriespeicher, Wasserstoffspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch und Amortisationsanalyse.
Da Wasserstoffspeichersysteme physikalisch bedingt durch Umwandlungsverluste (Elektrolyse/Brennstoffzelle) Wärme erzeugen, führt die Nutzung dieser Abwärme für die Heizungsunterstützung zu einer signifikanten Verbesserung des Gesamtnutzungsgrades.
Ein Wasserstoffspeicher ist dann von Vorteil, wenn das Ziel des Anlagennutzers eine vollständige Autarkie (Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz) ist, wobei hohe Investitionskosten in Kauf genommen werden.
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