Bachelorarbeit, 2021
125 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung
2 Persönlichkeitsstörungen
2.1 Definition
2.2 Kategorisierung
3 Emotionsregulation
3.1 Emotionen
3.2 Emotionsformen
3.3 Funktionen von Emotionen
3.4 Definition der Emotionsregulation
3.5 Modelle der Emotionsregulation
3.5.1 Prozessmodell und erweitertes Prozessmodell der Emotionsregulation von James J. Gross
3.5.2 Modell zum Training emotionaler Kompetenzen (TEK) nach Berking
3.6 Strategien der Emotionsregulation
3.7 Neuronale Grundlagen
4 Borderline-Persönlichkeitsstörung
4.1 Definition
4.2 Ursachen / Entstehung
4.3 Merkmale des Störungsbildes und seine Ausprägungen
4.3.1 Intrapersonelle Ausprägungen
4.3.2 Interpersonelle Ausprägungen
4.3.3 Neurobiologische Ausprägungen
4.4 Komorbiditäten
4.5 Klassifikation
4.5.1 DSM-5 und DSM-5 alternatives Modell
4.5.2 ICD-10-GM 2021 und Weiterentwicklung ICD-11
4.6 Instrumente zur Diagnostik der Borderline-Persönlichkeitsstörung
4.7 Klinische Stadienmodelle zur Früherkennung der Borderline-Persönlichkeitsstörung
5 Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung am Beispiel der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan
5.1 Konzept der Dialektisch-Behavioralen Therapie
5.2 Trainingsmodule der Dialektisch-Behavioralen Therapie
5.3 Skills in der Dialektisch-Behavioralen Therapie
5.4 Module der Dialektisch-Behavioralen Therapie
5.4.1 Vorbereitungsphase
5.4.2 Therapiephase 1: Behandlung von schweren Problemen auf der Verhaltensebene
5.4.3 Therapiephase 2: Akzeptanz und Veränderung von schwerem Leid auf der emotionalen Ebene
5.4.4 Therapiephase 3: Akzeptanz und Lösung von Problemen der Lebensführung
5.5 Herausforderung Therapeut - Patientenbeziehung
5.6 Evaluation der Dialektisch-Behavioralen Therapie auf neurowissenschaftlicher Basis
6 Persönliches Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) zu geben, insbesondere unter dem Aspekt der Emotionsdysregulation als Kernproblem. Dabei soll durch die Darstellung aktueller wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zum Verständnis, zur Entstehung und zur Wirksamkeit der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) ein Beitrag dazu geleistet werden, den Mythos der Krankheit zu brechen und die Relevanz einer evidenzbasierten Therapie aufzuzeigen.
3.4 Definition der Emotionsregulation
Emotionen lenken die Information, die die Sinnesorgane von außen erhalten (Susskind, 2008, S. 848 Abs. 2). Sie sind maßgeblich bei der Entscheidungsfindung beteiligt (Jungermann, 2009, S. 28 Abs. 3; Brandstätter et al., 2018, S. 177 Abs. 3) und beeinflussen die Fähigkeiten zur Problemlösung (Brandstätter et al., 2018, S. 179 Abs. 2). Im interpersonellen Kontakt dienen sie dazu das Gegenüber einschätzen und „lesen“ zu lernen (Van Kleef, 2017, S. 212 Abs. 9).
Emotionen wirken dann schädlich, wenn sie in ihrer Intensität, Dauer und Art dem Kontext beziehungsweise der Situation nicht angepasst sind und das spezifische Erleben der Emotion belastend ist (Gross & Jazaieri, 2014, S. 389 393). Um in solchen Situationen die Gesundheit zu schützen und prosoziales Verhalten zu zeigen, werden die Emotionen reguliert.
Gross definiert die Emotionsregulation als „… diejenigen Prozesse, die uns ermöglichen, Einfluss darauf auszuüben, welche Emotionen wir haben, wann wir diese haben und wie wir diese erleben und zum Ausdruck bringen“ (2002, zitiert in Brandstätter et al., 2018, S. 222 Abs. 3).
Die Emotionsregulation läuft „… auf einem Kontinuum von bewusster, mühsamer und kontrollierter Regulation zu unbewusster, müheloser und automatischer Regulation …“ (In-Albon, 2013, S. 19 Abs. 2) ab.
Sie ist intrinsisch beziehungsweise intrapersonell orientiert, wenn Menschen versuchen ihre eigenen Emotionen zu steuern, als auch extrinsisch und damit interpersonell gerichtet, wenn die Regulation die Emotionen anderer beeinflussen soll (Gross & Jazaieri, 2014, S. 388 Abs. 4).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik und die Komplexität der Borderline-Persönlichkeitsstörung ein und verdeutlicht die Notwendigkeit einer wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung.
2 Persönlichkeitsstörungen: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert Persönlichkeitsstörungen in verschiedenen Klassifikationssystemen und legt damit die theoretische Basis für die Untersuchung der BPS.
3 Emotionsregulation: Hier werden der Begriff der Emotion, deren Funktionen und Modelle der Emotionsregulation (insbesondere nach Gross und Berking) detailliert beleuchtet und mit neuronalen Grundlagen verknüpft.
4 Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kernkapitel analysiert Ursachen, Symptome, Komorbiditäten, Diagnoseinstrumente und klinische Stadienmodelle der BPS.
5 Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung am Beispiel der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan: Das Kapitel stellt die DBT als Gold-Standard der Therapie vor, erläutert die verschiedenen Module, Therapiestadien sowie die Bedeutung der Patienten-Therapeuten-Beziehung und evaluiert sie auf neurowissenschaftlicher Basis.
6 Persönliches Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die aktuelle Versorgungslage in Deutschland und regt zu weiterem Nachdenken über die Aufklärung und das therapeutische Angebot an.
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Die Arbeit befasst sich mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und untersucht, wie Emotionsdysregulation als zentrales Merkmal dieser Störung auftritt und wie betroffene Patienten durch therapeutische Ansätze, insbesondere die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), unterstützt werden können.
Der inhaltliche Fokus liegt auf der Definition und Klassifikation der BPS, den emotionalen und neuronalen Grundlagen der Emotionsregulation sowie der detaillierten Vorstellung der DBT mit ihren spezifischen Trainingsmodulen und Stadien.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Krankheitsbild der BPS zu schaffen, die Rolle der Emotionsdysregulation hervorzuheben und aufzuzeigen, wie durch evidenzbasierte Ansätze, wie die DBT, eine erfolgreiche Regulation von Emotionen erlernt und die psychische Gesundheit verbessert werden kann.
Der methodische Ansatz basiert auf einer systematischen Literaturarbeit, bei der bestehende Forschungsstände sowie neurowissenschaftliche Erkenntnisse analysiert, ausgewertet und im Kontext der BPS und ihrer Therapie zusammengeführt werden.
Im Hauptteil liegt ein besonderes Gewicht auf der Funktionsweise der Emotionsregulation, den neurobiologischen Korrelaten bei Borderline-Patienten, der Klassifikation nach DSM-5 und ICD-10/11 sowie der detaillierten Anwendung der DBT inklusive ihrer Skills und Therapiestadien.
Die wichtigsten Schlagworte sind Borderline-Persönlichkeitsstörung, Emotionsregulation, Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), Psychopathologie, Neurobiologie und therapeutische Behandlungsmethoden.
Die Arbeit stellt heraus, dass die Beziehung zwischen Therapeut und Patient in der Behandlung der BPS sowohl der wichtigste Verstärker für den Therapieerfolg als auch eine immense Herausforderung darstellt, da Patienten aufgrund ihrer Störung häufig zu (unbewussten) manipulativen Verhaltensmustern oder einer verzerrten Wahrnehmung neigen.
Selbstverletzendes Verhalten wird in der Arbeit als maladaptive Strategie zur kurzfristigen Spannungsreduktion und Emotionsregulation bewertet. Es dient den betroffenen Patienten als Ausweg in Extremsituationen, in denen alternative, funktionale Regulationsstrategien (noch) nicht greifen.
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