Bachelorarbeit, 2024
57 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Hauptteil
2.1 Die Auswirkungen tierischer Lebensmittel auf die Umwelt
2.1.1 Aktuelle Trends und Tendenzen im Konsum tierischer Lebensmittel
2.1.2 Massentierhaltung
2.1.3 Fischfang
2.1.4 Zwischenfazit
2.2 Alternative Ernährungssysteme
2.2.1 Vegetarismus und Veganismus
2.2.2 Fleisch- und Milchersatzprodukte
2.2.3 Nachhaltiger Fleischkonsum
2.2.4 Alternativen zum konventionellen Fischfang
2.2.5 Ausblick
2.3 Relevanz von Ernährung und Umwelt im Unterricht
2.3.1 Bildungsplan
2.3.2 Schulbücher
3 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss des Konsums tierischer Lebensmittel auf die Umwelt und analysiert dabei ökologische Auswirkungen von Massentierhaltung und Fischfang sowie das Potenzial alternativer Ernährungssysteme. Zudem wird kritisch geprüft, welchen Stellenwert diese Thematik im Geographie-Unterricht der Sekundarstufe 1 einnimmt.
2.1.2 Massentierhaltung
Unter dem Begriff ‚Massentierhaltung‘ wird im Allgemeinen die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere, wie z.B. Schweine, Rinder und Geflügel, gleicher Gattung und gleichen Alters in großen Beständen auf limitiertem Raum verstanden (vgl. BML 1997, S. 1). Neben dem bereits genannten angestiegenen Konsum tierischer Produkte, war ein „ausschlaggebendes Moment für die Einführung der Massentierhaltung [...] der marktwirtschaftliche Druck, kostengünstig produzieren zu müssen und wettbewerbsfähig zu bleiben“ (ebd., S. 1 f). Aus diesem Grund erfolgt die Tierhaltung so zeit-, arbeits- und raumeffizient wie möglich (vgl. ebd., S. 2). Außerdem wird in der Fütterung extrem nährstoffreiche Nahrung verabreicht, um in kurzer Zeit eine maximale Mastleistung zu erreichen (vgl. ebd.). Ein Problem, welches daraus resultiert ist, dass kleine Höfe mit geschlossenen Stoffkreisläufen durch große Produzenten abgelöst werden, die auf den Zukauf von Futter sowie die Verwendung von Düngern und Pestiziden angewiesen sind, um ihre Produktion zu intensivieren (vgl. GERBER et al. 2010, S. 157).
Diese Art der Tierhaltung bzw. -produktion hat multiple Auswirkungen auf die Umwelt. Die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere beansprucht den größten Teil des verfügbaren Landes, verbraucht einen erheblichen Anteil an Frischwasser und ist verantwortlich für die anhaltende Entwaldung sowie den Artenverlust (vgl. SCHLATZER 2011, S. 15). Des Weiteren sind „Verschmutzung von Land- und Wasserwegen, Bodenerosionen [und] die Verbreitung zoonotischer Krankheiten [...] Symptome des fortschreitenden Raubbaus an unserem Planeten“ (ebd.). Nachfolgend soll auf die einzelnen Umwelt- bzw. Klimaauswirkungen näher eingegangen werden.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der Relevanz für den Klimawandel und Definition des Forschungsziels dieser Arbeit.
2 Hauptteil: Analyse der ökologischen Folgen von Massentierhaltung und Fischfang, Diskussion alternativer Ernährungsmodelle sowie Untersuchung der Verankerung des Themas im Bildungssektor.
3 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Umweltauswirkungen tierischer Produkte und Empfehlung zur Reduktion des Fleischkonsums sowie Empfehlungen für den Unterricht.
Massentierhaltung, mariner Fischfang, Klimawandel, Treibhausgasemissionen, Biodiversitätsverlust, Veganismus, Vegetarismus, Ernährungswende, Geographieunterricht, ökologische Nachhaltigkeit, Bodendegeneration, Fleischersatzprodukte, Bildungsplan, Schulbuchanalyse, Umweltschutz.
Die Arbeit fokussiert sich auf die ökologischen Auswirkungen, die durch den menschlichen Konsum von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milchprodukten und Fisch entstehen.
Die zentralen Felder sind die ökologischen Folgen industrieller Tierhaltung, die Probleme der weltweiten Fischerei sowie die Potenziale alternativer Ernährungssysteme und deren Implementierung im Schulalltag.
Das Ziel ist es, den Einfluss des Konsums tierischer Produkte auf die Umwelt zu evaluieren und aufzuzeigen, wie eine nachhaltigere Umgestaltung des Ernährungssystems sowie dessen Vermittlung in der Schule aussehen kann.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der aktuelle verfügbare Daten und Studien ausgewertet werden, ergänzt durch eine Analyse von Bildungsplänen und Schulbüchern für die Sekundarstufe 1.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökologische Bestandsaufnahme von Fleischkonsum und Fischerei, eine Untersuchung vegetarischer/veganer Ernährungsformen sowie eine Analyse des geographischen Unterrichts in Baden-Württemberg.
Kernbegriffe sind Treibhausgasemissionen, Boden- und Wasserverbrauch, Artenverlust, nachhaltige Ernährung und schulische Vermittlung geographischer Kompetenzen.
Die Autorin stellt dar, dass Aquakulturen zwar den Druck auf Wildbestände mindern könnten, jedoch selbst erhebliche Umweltprobleme wie Abholzung von Mangrovenwäldern und Verschmutzung verursachen, womit sie keine pauschale Lösung darstellen.
Die Arbeit kritisiert, dass ökologische Folgen des Fleischkonsums im Bildungsplan der Sekundarstufe 1 nicht explizit thematisiert werden und somit eine inhaltliche Lücke für die Bildung für nachhaltige Entwicklung besteht.
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