Wissenschaftliche Studie, 2010
28 Seiten
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Hintergrund, Fragestellungen
2. Methoden
2.1 Recherche und erste Selektion
2.2 Gruppierung der Behandlungsmethoden
2.3 Bestimmung von Zielvariablen
2.4 Vergleich von Analysemodellen
2.4.1 Auswertung nach Kriterien von Bisson et al. (2007)
2.4.2 Auswertung nach Kriterien des IOM (2008)
2.4.3 Auswertung nach Kriterien eines entscheidungsorientierten Modells der besten Vergleiche
3. Ergebnisse
3.1 Ergebnisse der Recherche
3.2 Ergebnisse zu den traumafokussierenden Behandlungen
3.3 Ergebnisse zu den supportiven Behandlung
3.4 Ergebnisse zur EMDR-Behandlung
3.5 Ergebnisse zur Biofeedback-Behandlung
3.6 Ergebnisse zur spirituellen Behandlung
3.7 Zusammenfassung der Ergebnisse für die einzelnen Analysemodelle
4. Diskussion und Schlussfolgerungen
5. Zusammenfassung
6. Abstract
7. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bei der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) speziell bei Soldatinnen und Soldaten. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Therapieempfehlungen von den jeweils gewählten methodischen Ansätzen der Meta-Analysen kritisch zu hinterfragen und ein entscheidungsorientiertes Modell zur Bewertung der Evidenz einzuführen.
1. Hintergrund, Fragestellungen
Zur Wirksamkeit von psychotherapeutischen Methoden zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) besteht eine immer größer werdende Anzahl von systematischen Reviews und Meta-Analysen (z. B. Bradely et al., 2005; NICE, 2005; Bisson et al., 2007; IOM, 2008), welche nicht nur einen Überblick und eine Zusammenfassung zum Stand der empirischen Forschung liefern, sondern häufig auch mehr oder weniger explizite Empfehlungen für bestimmte Behandlungsmethoden. Die Begründbarkeit von Therapieentscheidungen durch die Ergebnisse von zusammenfassenden Auswertungen ist allerdings mit einer Reihe von Problemen behaftet.
In die Ergebnisse zusammenfassender Analysen gehen Ergebnisse von unterschiedlichen Patientengruppen ein, und es kann nicht grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass diese auch für spezifische Zielgruppen Gültigkeit haben. Es scheint sehr sinnvoll, vor der Entscheidung für eine bestimmte Behandlungsmethode zu prüfen, wie es um deren Begründbarkeit in Hinblick auf die vorgesehene Patientengruppe steht. Das könnte gerade auch für die Behandlung traumatisierter Soldatinnen und Soldaten gelten, bei denen nach einer Reihe von Hinweisen (z. B. Bisson et al., 2007) eine psychotherapeutische Behandlung allgemein schwieriger sein könnte.
1. Hintergrund, Fragestellungen: Problematisierung der Übertragbarkeit allgemeiner Meta-Analysen auf spezifische Patientengruppen wie Soldaten und Aufzeigen methodischer Inkonsistenzen.
2. Methoden: Detaillierte Darstellung der Selektionskriterien für Studien sowie Einführung dreier verschiedener Analysemodelle zur Bewertung der Evidenz.
3. Ergebnisse: Präsentation der Studienergebnisse für verschiedene Therapieansätze und Differenzierung der Befunde je nach angewandtem Auswertungsmodell.
4. Diskussion und Schlussfolgerungen: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund, dass sich bisherige allgemeine Empfehlungen für Soldatengruppen nur schwer bestätigen lassen.
5. Zusammenfassung: Kompakte Wiederholung der Zielsetzung, methodischen Vorgehensweise und der zentralen Erkenntnisse bezüglich der Methodenabhängigkeit.
6. Abstract: Zusammenfassung der Kernergebnisse in englischer Sprache für ein internationales Fachpublikum.
7. Literatur: Auflistung der im Rahmen der Analyse verwendeten Primärquellen und Leitlinien.
Posttraumatische Belastungsstörung, Soldaten, Psychotherapie, Review, Meta-Analyse, Methoden, Evidenz, EMDR, Biofeedback, supportive Therapie, traumatische Erfahrung, Therapieentscheidung
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Überprüfung von Meta-Analysen zur Wirksamkeit psychotherapeutischer Behandlungen der PTSD bei Soldatinnen und Soldaten.
Im Fokus stehen der methodische Vergleich verschiedener Analysemodelle, die Wirksamkeit unterschiedlicher Therapieverfahren und die spezifischen Herausforderungen bei der Behandlung von Einsatzkräften.
Die Kernfrage lautet, in welcher Weise die Ergebnisse zusammenfassender Analysen von den verwendeten Methoden abhängen und welche Schlussfolgerungen für die Praxis daraus abgeleitet werden können.
Es wird eine meta-analytische Sekundärauswertung durchgeführt, bei der Studien anhand verschiedener Kriterien (Bisson et al., IOM, entscheidungsorientiertes Modell) neu bewertet und verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Definition, die systematische Darstellung der Ergebnisse für verschiedene Behandlungsformen (traumafokussierend, EMDR, Biofeedback etc.) sowie deren methodenkritische Diskussion.
Die wichtigsten Schlagworte sind Posttraumatische Belastungsstörung, Soldaten, Psychotherapie, Meta-Analyse sowie spezifische Behandlungsmethoden wie EMDR und Biofeedback.
Der Autor argumentiert, dass die Abbruchrate ein wesentlicher, verhaltensbezogener Indikator für die subjektive Kosten-Nutzen-Rechnung des Patienten und somit für den Gesamterfolg einer Therapie ist.
Die Ergebnisse zeigen, dass die in allgemeinen Analysen (wie bei Bisson et al. oder dem IOM) gefundenen hohen Effektstärken bei Soldatengruppen oft nicht erreicht werden.
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