Bachelorarbeit, 2024
53 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1 Rassismus
2.2 Individueller Rassismus
2.3 Institutioneller Rassismus
2.4 Struktureller Rassismus
3. Kurd*innen in Deutschland
3.1 Die Kurd*innen und ihre Migrationsgründe
3.2 Kurdische Migration nach Deutschland
3.3 Die Lebenswelten kurdischer Kinder und Jugendliche in Deutschland
4. Das deutsche Schulsystem im Kontext von Rassismus
4.1 Grundmuster des deutschen Schulsystems
4.2 Institutioneller Rassismus an deutschen Schulen
4.3 Schule und Rassismuskritik
5. Empirische Analyse
5.1 Methodisches Vorgehen
5.2 Ziel der Befragung und Durchführung
5.3 Rassismuserfahrungen kurdischer Schüler*innen im deutschen Bildungswesen
5.3.1 Antikurdischer Rassismus unter Schüler*innen
5.3.2 Antikurdischer Rassismus seitens Lehrer*innen
5.3.3 Struktureller antikurdischer Rassismus im Schulwesen
6. Ergebnisdiskussion und Fazit
7. Literaturverzeichnis
Diese Bachelorarbeit untersucht die prekäre Lage von Schüler*innen kurdischer Einwanderungsfamilien im deutschen Bildungswesen und analysiert deren Erfahrungen mit antikurdischem Rassismus. Ziel ist es, das bisher wenig erforschte Phänomen der Diskriminierung dieser Gruppe aus einer rassismuskritischen Perspektive wissenschaftlich aufzuarbeiten.
2.1 Rassismus
Rassismus bezeichnet eine Ideologie, die Menschen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener biologischer oder kultureller Merkmale in ethnische Gruppen einteilt und hierarchisiert (vgl. Fereidooni 2019, S.1; El-Maawi et al. 2022, S.20). Die Markierung von Unterschieden legitimiert soziale, politische und wirtschaftliche Handlungen, die bestimmte Gruppen von dem Zugang zu materiellen und Symbolischen Ressourcen ausschließen (vgl. Rommelspacher 2009, S.25). Scharathow (2014) definiert Rassismus als ein „[...] soziales und gesellschaftliches System von Diskursen und Praktiken der machtvollen Unterscheidung und Kategorisierung von Menschen, mit welcher Ungleichbehandlungen und ungleiche Machtverhältnisse legitimiert werden“ (vgl. ebd., S.37). Damit konstatiert sie, dass rassistische Differenzkonstruktionen dazu dienen, die soziale Wirklichkeit der Menschen zu strukturieren und ihnen dabei verhelfen, gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zu internalisieren.
Mithilfe rassistischer Wissensbestände lernen Menschen bereits im Kleinkindalter ihr soziales Umfeld zu kategorisieren und ihnen spezifische Bedeutungen zuzuweisen (vgl. Stockhausen/ Fereidooni 2017, S.108; Scharathow 2014, S.37). Diese sind jedoch nicht angeboren, sondern werden im Prozess der Sozialisation von der Gesellschaft übernommen (vgl. ebd., S.107). Nach Scharathow (2014) trägt rassistisches Wissen dazu bei, Informationen über die Merkmale und Kompetenzen der als ‚Anders‘ konstruierten Gruppe zu erhalten (vgl. ebd.). Diese Eigenschaften beinhalten stereotypisierende Zuschreibungen, die als unveränderlich wahrgenommen und festgeschrieben werden.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik rassistischer Diskriminierung von Schüler*innen kurdischer Herkunft im deutschen Bildungssystem ein und benennt die Forschungsrelevanz sowie Zielsetzung.
2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert und differenziert die Ebenen des Rassismus von individuell bis strukturell und legt damit das theoretische Fundament der Arbeit.
3. Kurd*innen in Deutschland: Es wird der migrationsgeschichtliche Hintergrund, die politische Situation sowie die Lebenswelt kurdischer Kinder und Jugendlicher in der Diaspora dargestellt.
4. Das deutsche Schulsystem im Kontext von Rassismus: Dieses Kapitel analysiert das Schulsystem als Ort der Normalisierung und Reproduktion von Ungleichheitsverhältnissen sowie Diskriminierungsstrukturen.
5. Empirische Analyse: Die qualitative Studie, basierend auf problemzentrierten Interviews, untersucht die Diskriminierungserfahrungen der Betroffenen durch Mitschüler*innen und Lehrkräfte.
6. Ergebnisdiskussion und Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Interventionen und einer rassismuskritischen Bildungspolitik.
7. Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Forschungsliteratur.
antikurdischer Rassismus, Migration, Bildungswesen, Diskriminierung, rassismuskritische Pädagogik, Identitätsentwicklung, strukturelle Ungleichheit, Diaspora, Othering, Schulerfahrungen, Intersektionalität, Marginalisierung, Migrationsgesellschaft, Machtverhältnisse
Die Arbeit befasst sich mit antikurdischem Rassismus im deutschen Bildungswesen und beleuchtet die Diskriminierungserfahrungen kurdischer Schüler*innen.
Neben der Definition von Rassismus stehen die Migrationsgeschichte von Kurd*innen, das deutsche Schulsystem als Diskriminierungsraum und die pädagogische Rassismuskritik im Zentrum.
Die Erforschung der spezifischen Rassismuserfahrungen von Schüler*innen mit kurdischer Migrationsgeschichte im deutschen Bildungswesen steht im Mittelpunkt der Untersuchung.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf problemzentrierten Interviews mit betroffenen Schüler*innen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, kontextuelle Informationen zur kurdischen Community in Deutschland und eine detaillierte empirische Auswertung der Interviews.
Wichtige Begriffe sind antikurdischer Rassismus, strukturelle Diskriminierung, Migrationsgeschichte, Schulerfahrungen und rassismuskritische Bildung.
Die Arbeit identifiziert Situationen, in denen nationale Konflikte der Herkunftsländer durch Mitschüler*innen in deutsche Klassenzimmer getragen und zur Abwertung von kurdischen Identitäten genutzt werden.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Lehrkräfte oft unzureichend sensibilisiert sind oder durch eigene unreflektierte Wissensbestände die Diskriminierung sogar verstärken können.
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