Examensarbeit, 2010
111 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitende Gedanken
2. Historische Ansätze der Zahlbegriffsentwicklung
2.1 Das Phänomen „Zahl“
2.2 Kardinalzahltheorie
2.3 Ordinalzahltheorie
2.4 Zusammenfassung
3. Zahlbegriffsentwicklung nach PIAGET
3.1 Entwicklungsverständnis
3.2 Zahlverständnis
3.3 Stufen der kindlichen Entwicklung
3.4 Zahlbegriffserwerb
3.4.1 Invarianz
3.4.2 Klassifikation
3.4.3 Seriation
3.4.4 Arithmetik
3.5 Zusammenfassung
3.6 Kritik an PIAGET
3.6.1 Kritik am Zahlbegriffskonzept
3.6.2 Allgemeine Kritik
4. Intuitive Mathematik
4.1 Exkurs: Numerische Fähigkeiten von Tieren
4.2 Intuitive numerische Kompetenzen des Kindes
4.2.1 Subitizing
4.2.2 Anzahlunterscheidung
4.2.3 Arithmetik
4.2.4 Grenzen
4.2.5 Erklärungsversuche
5. Vorschulische numerische Kompetenzen des Kindes
5.1 Protoquantitative Schemata
5.2 Aspekte der Zahl
5.3 Zählwissen
5.3.1 Zählprinzipien nach GELMAN und GALLISTEL
5.3.2 Zählentwicklung nach FUSON
5.3.3 Zusammenfassung
5.4 Zählstrategien
5.5 Teile-Ganzes Verständnis
5.6 Modell von WEIßHAUPT und PEUCKER
5.7 Weitere Modelle zur Zahlbegriffsentwicklung
5.7.1 Entwicklungsmodell früher mathematischer Kompetenzen nach KRAJEWSKI
5.7.2 Entwicklungsmodell nach FRITZ und RICKEN
6. Beiträge der Neurowissenschaften
6.1 Neuropsychologische Basisfunktionen im Zusammenhang mit mathematischer Leistung nach ROURKE
6.2 Triple-Code-Modell nach DEHAENE
6.3 Modell der Entwicklung zahlenverarbeitender Hirnfunktionen nach VON ASTER
6.3.1 Lokalisation
6.3.2 Module
6.4 Theorie der minimalen kognitiven Architektur nach ANDERSON
7. Erwerb mathematischer Fähigkeiten und Fertigkeiten
7.1 Modell des Erwerbs mathematischer Fähigkeiten und Fertigkeiten
7.2 Rechenschwächen - Definitionsversuche
7.3 Ursachen einer Rechenschwäche
7.3.1 Faktor Kind
7.3.2 Faktor Familie und soziales Umfeld
7.3.3 Faktor Schule
7.3.4 Zusammenfassung
8. Ein ausgewählter Lerngegenstand – der Zehnerübergang
8.1 Grundaufgaben
8.2 Mathematische Stufentheorie nach AEBLI
8.3 Strategien zum Zehnerübergang
8.4 Warum nicht-zählende Strategien?
8.5 Forderungen der Fachdidaktik
8.6 Lehrplanforderungen
9. Anforderungen im Zusammenhang mit dem Zehnerübergang im Teilschrittverfahren am Beispiel des Kutzerzuges
9.1 Der „Kutzerzug“
9.2 Core systems
9.3 Basale Fähigkeiten und Fertigkeiten
9.3.1 Teilleistungen im Zusammenhang mit arithmetischer Leistung
9.3.2 Gehirnstrukturen
1.2.3 Anforderungen in den Phasen der mathematischen Stufentheorie
9.4 Kulturell- mathematischer Bereich
9.4.1 Unterscheidung intuitive und kulturelle Mathematik
9.4.2 Verständnis der Addition
9.4.3 Zahlzerlegungen
9.4.4 Assoziativgesetz
9.4.5 Problematik „Ziffernsymbole“ und „Zahlwörter“
9.4.6 Problematik „Operationssymbole“
9.4.7 Problematik „Zahlensyntax“
9.4.8 Problematik „zahlsystembezogene Sprache“
9.5 Sprache
9.6 Zusammenfassung
10. Abschließende Gedanken und Ausblick
Die Arbeit untersucht die komplexen Anforderungen, die der Erwerb mathematischer Fähigkeiten am Beispiel des Zehnerübergangs im Teilschrittverfahren im Zahlenraum bis 20 stellt. Ziel ist es, sowohl entwicklungspsychologische als auch neurowissenschaftliche Grundlagen zu beleuchten und aufzuzeigen, warum insbesondere lernbehinderte Schüler beim Übergang vom zählenden zum kompetenten Rechnen auf erhebliche Hindernisse stoßen.
3.4.1 Invarianz
Invarianz beschreibt PIAGET folgendermaßen:
„Eine Menge oder eine Gruppe von Gegenständen ist nur vorstellbar, wenn ihr Gesamtwert unverändert bleibt, gleich welche Veränderungen in den Verhältnissen der Elemente eintreten mögen“ (PIAGET, zit. nach MOSER OPITZ 2008, 34)
Eine typische Aufgabe zur Invarianz ist in folgender Abbildung dargestellt.
1. Einleitende Gedanken: Der Autor thematisiert die gesellschaftliche Relevanz mathematischer Grundbildung und leitet die Relevanz der Untersuchung für den sonderpädagogischen Kontext ab.
2. Historische Ansätze der Zahlbegriffsentwicklung: Es werden philosophische und historische Theorien vorgestellt, die versuchen, das Wesen der Zahl sowie den Zahlbegriffserwerb zu erklären.
3. Zahlbegriffsentwicklung nach PIAGET: Das Kapitel erläutert die entwicklungspsychologische Perspektive Piagets, insbesondere die Phasenlehre und die Bedeutung von Invarianz, Klassifikation und Seriation.
4. Intuitive Mathematik: Hier wird der Fokus auf angeborene numerische Kompetenzen bei Tieren und Kleinkindern gelegt, inklusive Phänomenen wie dem Subitizing.
5. Vorschulische numerische Kompetenzen des Kindes: Das Kapitel behandelt den Übergang von protoquantitativen Schemata hin zum erworbenen Zählwissen vor Schuleintritt.
6. Beiträge der Neurowissenschaften: Es werden neuropsychologische Modelle der Zahlenverarbeitung, wie das Triple-Code-Modell nach Dehaene, zur Erklärung des Rechenlernprozesses herangezogen.
7. Erwerb mathematischer Fähigkeiten und Fertigkeiten: Hier werden Definitionen der Rechenschwäche, ihre Ursachen sowie der Einfluss schulischer Faktoren analysiert.
8. Ein ausgewählter Lerngegenstand – der Zehnerübergang: Der Zehnerübergang wird als zentrale Hürde im Anfangsunterricht identifiziert und theoretisch anhand von Strategien und Lehrplanforderungen analysiert.
9. Anforderungen im Zusammenhang mit dem Zehnerübergang im Teilschrittverfahren am Beispiel des Kutzerzuges: Dies ist der praxisnahe Hauptteil, der spezifische Anforderungen bei der Nutzung des Materials sowie die Bedeutung kognitiver Vorprozesse (Wahrnehmung, Sprache) detailliert darlegt.
10. Abschließende Gedanken und Ausblick: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und überträgt die gewonnenen Erkenntnisse auf den sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen.
Zahlbegriffsentwicklung, Zehnerübergang, Rechenschwäche, Teilschrittverfahren, Mathematischer Anfangsunterricht, Kognitive Entwicklung, Intuitive Mathematik, Zahlenverarbeitung, Lernbehinderung, Invarianz, Zählwissen, Triple-Code-Modell, Neuropsychologie, Didaktik, Mathematische Basiskompetenzen.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen des mathematischen Erstunterrichts, speziell den Erwerb des Zahlbegriffs und die Bewältigung des Zehnerübergangs bei Kindern mit besonderem Förderbedarf.
Die Arbeit umfasst entwicklungspsychologische Stufentheorien, neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur Zahlenverarbeitung, Ursachen von Rechenschwächen und didaktische Konzepte zur Förderung.
Das Ziel ist die Darstellung der Anforderungen an das Kind bei der Durchführung des Zehnerübergangs im Teilschrittverfahren im Zahlenraum bis 20.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, in der aktuelle entwicklungspsychologische und neuropsychologische Theorien verknüpft und kritisch auf die sonderpädagogische Praxis bezogen werden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse des Zehnerübergangs, illustriert durch Materialien wie den „Kutzerzug“, und beleuchtet die kognitiven sowie sprachlichen Anforderungen, die mit diesem Prozess verbunden sind.
Zahlbegriffsentwicklung, Zehnerübergang, Rechenschwäche, Teilschrittverfahren und mathematischer Anfangsunterricht stehen im Fokus.
Es handelt sich um eine traditionell häufig eingesetzte Strategie, die trotz ihrer weiten Verbreitung für viele Kinder, insbesondere mit Rechenschwäche, eine komplexe und oft überfordernde Hürde darstellt.
Sprache ist essentiell für die Erarbeitung mathematischer Konzepte, da der Schüler Instruktionen verstehen, Vorgehensweisen verbalisieren und Fachbegriffe korrekt in sein Denken integrieren muss.
Der Autor kritisiert ein rein mechanisches, zählendes Rechnen und plädiert stattdessen für einen aktiven, entdeckenden Unterricht, der individuelle Lösungswege unterstützt und auf tieferes Verständnis abzielt.
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