Examensarbeit, 2010
46 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
I Theorie
1.1 Selbstgesteuertes Lernen
1.1.1 Definitionen von selbstgesteuertem Lernen
1.1.2 Bedingungen von Selbststeuerung im Lernen
1.2 Selbstdiagnosebögen als Instrument des selbstgesteuerten Lernens
1.3 Lerntheke
1.4 Satzglieder
II Der Einsatz des Selbstdiagnosebogens im Deutschunterricht
2.1 Lerngruppenanalyse
2.1.1 Arbeitsverhalten und Leistungsstand der Klasse 6b
2.1.2 Allgemeine Lernvoraussetzungen in Bezug auf das selbstgesteuerte Lernen
2.2 Überblick über die Einheit
2.3 Didaktische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
2.4 Der Einsatz des Selbstdiagnosebogens im Unterricht
III Auswertung der Unterrichtseinheit
3.1 Die Selbstdiagnose
3.2 Die selbstgesteuerte Übungsphase
3.3 Reflexion der Schülerinnen und Schüler
3.4 Auswertung der Arbeitsergebnisse
3.5 Konsequenzen für die Weiterarbeit
3.6 Der Selbstdiagnosebogen als Instrument des selbstgesteuerten Lernens
Die Arbeit untersucht, ob Schülerinnen und Schüler einer 6. Hauptschulklasse durch den Einsatz von Selbstdiagnosebögen im Deutschunterricht zum Thema Satzglieder zu einem selbstgesteuerten Lernverhalten geführt werden können.
1.1.2 Bedingungen von Selbststeuerung im Lernen
Selbstgesteuertes Lernen bedarf offener Unterrichts- und Organisationsformen. Hervorzuheben ist, dass Selbststeuerung nicht durch das Reduzieren von Fremdsteuerung automatisch initiiert wird, sondern Anleitung und Begleitung voraussetzt. Allerdings sollte auch nicht jeder Schritt angeleitet werden, da sonst das entscheidende, motivierende Erfolgserlebnis, etwas Neues selbst bewältigt zu haben, beim Schüler verhindert wird.
Für den Lehrer bedeuten selbstgesteuerte Lernphasen zunächst einen höheren Vorbereitungsaufwand, da Material bereitgestellt werden muss. Auch für Lernende bedeutet selbstgesteuertes Lernen oft mehr Anstrengung. Von ihnen werden mehr Initiative, Mitarbeit sowie Entscheidungen gefordert.
Eine Voraussetzung für das selbstgesteuerte Lernen ist, dass Freiräume in der Lernumwelt geschaffen werden. Dabei ist es wichtig, Schülern die Möglichkeit zu geben, sich während der Arbeitsphasen ihren Arbeitsplatz frei wählen und einrichten zu lassen. Kinder und Jugendliche lernen im Allgemeinen besser, wenn sie nicht an einer Stelle im Raum verharren, sondern sich darin frei bewegen können. Die Lernorganisation sollte einen zeitlich flexiblen Rahmen bieten, sodass Schüler selbst entscheiden können, wie lange sie sich mit einer Aufgabe befassen.
Einleitung: Begründung des gewählten Themas aufgrund mangelnder Selbstorganisationsfähigkeit der Schüler und Zielsetzung der Arbeit.
I Theorie: Darlegung der theoretischen Grundlagen zum selbstgesteuerten Lernen, zum Selbstdiagnosebogen und zu Satzgliedern.
II Der Einsatz des Selbstdiagnosebogens im Deutschunterricht: Analyse der Lerngruppe sowie methodische und didaktische Planung der Unterrichtseinheit.
III Auswertung der Unterrichtseinheit: Detaillierte Reflexion und Analyse der Arbeitsphasen, Schülerergebnisse und Konsequenzen für den weiteren Unterricht.
Selbstgesteuertes Lernen, Selbstdiagnosebögen, Lerntheke, Satzglieder, Hauptschule, Unterrichtseinheit, Lernkompetenz, Selbstorganisation, Reflexion, Sprachbewusstsein, Didaktik, Individuelle Förderung, Lernstand, Motivation, Schülerautonomie.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeit, Schüler einer 6. Hauptschulklasse durch Selbstdiagnosebögen zu selbstgesteuertem Lernen im Bereich der Grammatik (Satzglieder) zu befähigen.
Die Arbeit behandelt die Theorie des selbstgesteuerten Lernens, den praktischen Einsatz von Diagnosebögen sowie didaktische Überlegungen zur inneren Differenzierung im Deutschunterricht.
Ist es Schülerinnen und Schülern einer 6. Hauptschulklasse möglich, durch den Einsatz von Selbstdiagnosebögen selbstgesteuert im Deutschunterricht zum Thema Satzglieder zu lernen?
Es wurde eine praxisorientierte Unterrichtsanalyse durchgeführt, die Beobachtungen der Lehrkraft, Fragebögen der Schüler und die Auswertung von Klassenarbeiten kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Lerngruppenanalyse, die Beschreibung der Unterrichtseinheit und die abschließende Evaluation der Ergebnisse.
Selbststeuerung, Selbstdiagnose, Lernkompetenz, Individualisierung und Grammatikvermittlung.
Die Schüler bearbeiteten die Bögen gewissenhaft und fühlten sich dadurch ernster genommen, wobei die Selbsteinschätzung anfangs noch durch das Selbstbild beeinflusst war.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bei einigen Schülern führte die Arbeit mit der Lerntheke zu einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre und einer gesteigerten Eigenaktivität.
Reflexionsgespräche waren entscheidend, um den Schülern ihre Lernfortschritte bewusst zu machen und den Wortschatz zur Beschreibung eigener Lernprozesse zu fördern.
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